03/09/2026
Mich selbst immer weniger zu übergehen.
Ich kenne das auch von mir.
Situationen, in denen mein Körper längst reagiert hat und ich trotzdem weitergemacht, zugesagt oder mich angepasst habe.
Nicht unbedingt, weil ich bewusst gegen mich entschieden habe.
Oft habe ich erst später, wenn es wieder ruhiger wurde, gemerkt:
Eigentlich war mir das zu viel.
Eigentlich hätte ich Ruhe gebraucht.
Eigentlich wollte ich etwas anderes.
Genau darin liegt für mich ein wichtiger Teil von Körperwahrnehmung.
Nicht darin, jedes Signal sofort richtig deuten zu können oder immer die „richtige“ Entscheidung zu treffen.
Sondern darin, feiner wahrzunehmen:
Was passiert gerade in mir?
Was brauche ich?
Und was wäre jetzt ein stimmiger Schritt für mich?
Denn zwischen etwas wahrnehmen, es ernst nehmen und danach handeln liegt manchmal ein Weg.
Und vielleicht geht es gar nicht darum, uns nie wieder zu übergehen.
Sondern darum, es früher zu bemerken und uns Schritt für Schritt wieder mehr in unsere eigenen Entscheidungen miteinzubeziehen. 🌿
Körperwahrnehmung bedeutet für mich auch: mich selbst immer weniger zu übergehen.