10/09/2026
Muss ich meinem Kind Supplements geben? Natürlich nicht, und in der Regel braucht es das auch nicht. Vitamin D und Omega-3 ab dem Schulalter sind für mich die einzigen Ausnahmen, die ich grundsätzlich empfehle.
Viele von euch haben aber nach dem letzten Beitrag geschrieben und gefragt, was „in der Regel“ genau bedeutet. Deshalb möchte ich hier noch einmal differenzieren.
In der Regel heißt: bei gesunden Kindern. Die Realität sieht aber nicht immer so aus. Es gibt Kinder, denen es nicht gut geht, bei denen irgendetwas nicht stimmt, und oft ist es die Mutter, die das als Erste spürt. Dieser Hausverstand, diese Intuition einer Mutter für ihr Kind, ist etwas unglaublich Wertvolles, das wir viel zu wenig ernst nehmen. Wenn du als Mutter das Gefühl hast, dass deinem Kind etwas fehlt, dann vertrau diesem Gefühl.
Ein Beispiel, das ich häufig höre: Kinder, die im Kindergarten oder in der Kita jede Erkältung mitnehmen, die ständig krank sind und sich kaum erholen, bevor der nächste Infekt kommt. Auch da kann man durchaus über eine gezielte Supplementierung nachdenken, denn ein Immunsystem, dem etwas fehlt, kann sich nicht wehren.
Es geht dabei nicht darum, bei jedem Kleinkind ein großes Blutbild zu machen, das wäre utopisch. Es geht aber auch nicht darum, einfach ins Blaue hinein zu supplementieren, weil man irgendwo gelesen hat, dass dieses oder jenes Vitamin gerade empfohlen wird.
Es geht um den Einzelfall. Wenn bei einem Kind ein Mangel erkennbar ist, kann, darf und soll man handeln. In diesem Fall werden altersentsprechend dosierte Mikronährstoffe nicht schaden, sondern das Kind stärken.
Mir war diese Ergänzung wichtig, damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich sage nicht, dass alle Kleinkinder Supplements brauchen. Und ich sage auch nicht, dass man das ignorieren soll, wenn ein Kind offensichtlich nicht gut versorgt ist.