17/06/2026
Wenn Schmerzen im Bereich des Ilio-Sakral-Gelenks (= ISG) auftreten, suchen viele nach einer Blockade, die daran „schuld“ ist. Nach etwas, das verrutscht oder wieder eingerenkt werden muss. In der Realität ist Schmerz oft komplexer ... ja, ich weiß, ich wiederhole mich. 😄
Fakt ist: Der Bereich rund um das ISG muss bei jedem Schritt Kräfte übertragen und Belastungen verarbeiten. Durch verschiedene Faktoren wie z. B.
➡️ Bewegungsmangel
➡️ monotone oder einseitige Belastungen
➡️ verminderte Belastbarkeit oder Kraftdefizite
➡️ Überbelastung
➡️ hormonelle Veränderungen der Gewebseigenschaften (z. B. in der Schwangerschaft)
➡️ erhöhten Stress und Schutzspannung
können Schmerzen entstehen – auch ohne lokalen „Schaden“ oder eine tatsächliche Blockade.
(Schau hierzu gern auch Teil 1 an!)
Deshalb besteht die Lösung häufig nicht darin, immer wieder zu mobilisieren und den Schmerz kurzfristig zu lindern. Sinnvoller ist es oft, die Gesamtsituation zu betrachten und die Belastbarkeit des gesamten Systems zu verbessern.
Das kann in der Physiotherapie zum Beispiel so aussehen:
➡️ Zusammenspiel von Lendenwirbelsäule, Becken und Hüfte betrachten und trainieren
➡️ Kraft aufbauen
➡️ Standbeintraining
➡️ Druckmanagement im Rumpf (inkl. Beckenboden)
➡️ Bewegung wieder vertrauen
➡️ Belastung schrittweise steigern
➡️ Lebensstilfaktoren und Stressbelastung berücksichtigen
Das Ziel ist nicht, ein Gelenk perfekt auszurichten, das ohnehin sehr stabil gebaut ist. Sondern dem Körper wieder zu zeigen, dass dieser Bereich belastbar ist. 💪🏼
Folge mir für einen evidenzbasierten und ganzheitlichen Blick auf klassische Beschwerden in der Physiotherapie.felicia