26/05/2026
Bis zu meinem 30. Lebensjahr habe ich vor allem auf die Fehler meiner Mutter geschaut.
Erst als ich begann, mich mit dem Thema Verzeihen auseinanderzusetzen und Bücher darüber zu lesen, veränderte sich mein Blick.
Ich begann zu fragen:
Wie war das Leben meiner Mutter, bevor sie meine Mutter wurde?
Was hat sie geprägt?
Was hat ihr selbst gefehlt?
Dadurch wurde nicht alles gut. Aber vieles wurde verständlicher.
Heute weiß ich, dass Heilung nicht entsteht, indem wir unsere Verletzungen verdrängen, sondern indem wir hinschauen auf das, was war – und auf die Geschichte dahinter.
Je mehr ich verstanden habe, desto weicher wurde mein Blick.
Nicht nur auf meine Mutter.
Auch auf mich selbst.
Und vielleicht liegt genau darin ein Schlüssel:
Wenn wir Frieden mit unserer Geschichte finden, wachsen Selbstliebe, innere Stärke und die Freiheit, unser eigenes Leben bewusst zu gestalten.