11/06/2026
Kann ein einfaches Küchengemüse Tumorzellen stoppen – selbst wenn Chemotherapie versagt?
Sellerie enthält das Flavonoid Apigenin, einen sekundären Pflanzenstoff mit antioxidativen Eigenschaften. Studien zeigen, dass Apigenin freie Radikale neutralisieren kann – also Moleküle, die Zellen und sogar das Erbgut schädigen und so zur Krebsentstehung beitragen können. Doch die Forschung geht weiter: Apigenin wirkt nicht nur präventiv, sondern greift offenbar auch aktiv in das Tumorgeschehen ein.
In Tierstudien konnte Apigenin das Fortschreiten hormonabhängigen Brustkrebses bremsen, teilweise schrumpften die Tumoren sogar. Der Pflanzenstoff kann Tumorzellen am Wachstum hindern, ihre Teilung blockieren, die Bildung versorgender Blutgefäße hemmen und Gene beeinflussen, die für die Ausbreitung von Krebs verantwortlich sind. Auch bei Bauchspeicheldrüsen- und Lungenkrebszellen zeigte Apigenin hemmende Effekte. Besonders bemerkenswert: In Untersuchungen konnte Apigenin Tumorzellen empfindlicher für Chemotherapeutika machen – ein möglicher Ansatz bei therapieresistenten Tumoren.
Zwar stammen viele Daten zunächst aus Zellkultur- und Tiermodellen, doch inzwischen gibt es auch Hinweise, dass oral aufgenommenes Apigenin im Organismus wirksam sein kann. Sellerie – vor allem Stangensellerie – sowie Petersilie gehören zu den apigeninreichsten Lebensmitteln. Höhere Mengen lassen sich beispielsweise über Selleriesaft aufnehmen, der in der Naturheilkunde zudem für seine regulierende Wirkung auf Magen und Darm geschätzt wird. Wichtig ist dabei, auf Bio-Qualität zu achten.
Wie stehen Sie zu ernährungsmedizinischen Ansätzen in der Krebstherapie? Haben Sie selbst Erfahrungen mit gezielten Ernährungsstrategien während oder nach einer Behandlung gemacht?
Mehr zu Studienlage, Anwendung und Hintergründen lesen Sie hier:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/krebserkrankungen/ernaehrungs-tipps-bei-krebs/sellerie-gegen-krebs-ia