ALK Lungenkrebs Patientenwissen

ALK Lungenkrebs Patientenwissen Hier schreibt Bernie Alkmann, ein Patient mit ALK+ mNSCLC seit Juni 2018 verantwortlich für die Inhalte:
Ulf Wiegmann

… und sie feiern sich zu Recht!Wie aufmerksame Leser von Folge 16 der ‘Geschichte der Lorla’ bereits wissen, haben Dr. O...
08/06/2026

… und sie feiern sich zu Recht!
Wie aufmerksame Leser von Folge 16 der ‘Geschichte der Lorla’ bereits wissen, haben Dr. Ou und Dr. Nagasaka schon früh daran
geglaubt, dass das mPFS für 1L Lorlatinib in Richtung 10 Jahre geht.

https://www.facebook.com/61587418300998/posts/122117465235247276/?

Deshalb feiern die beiden Onkologen sich jetzt auf der X-Plattform
👏👏👏

Sai-Hong Ignatius Ou • 28.05.26
CROWN 7 Jahre: Die 50-prozentige PFS-Rate soll im 9. Jahr erreicht werden, was einer prognostizierten mPFS von 108 Monaten (9 × 12) entspricht. Die 7-Jahres-PFS-Rate von Lorlatinib hat die 7-Jahres-OS-Rate von Alectinib aus der ALEX-Studie übertroffen. Wir haben schon früh daran geglaubt...

Lorlatinib gekrönt - Stimmen zu den 7-Jahresdaten der CROWN-StudieNein, dies ist keine weitere Folge aus “Geschichte der...
05/06/2026

Lorlatinib gekrönt - Stimmen zu den 7-Jahresdaten der CROWN-Studie

Nein, dies ist keine weitere Folge aus “Geschichte der Lorla”!
[https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=122117620851247276&id=61587418300998]

Vielleicht kommt die aber noch, nach dem mittelgroßen Hype, den die 7-Jahresdaten der CROWN-Studie zumindest bei den auf dem ASCO 26 anwesenden deutschen Thorax-Onkologen ausgelöst haben.

Hier einige Stimmen aus einer Onkologen-Runde vom ASCO :

Dr. Nikolai Frost [Charite Berlin] :
„Von den 7 neuen PFS-Ereignissen zwischen 5 und 7 Jahren waren lediglich 4 neue Tumorprogressionen
[Anmerkung: 3 Ereignisse gab es durch Tod von Patienten].
Wir kommen langsam ins Setting einer chronischen Erkrankung.
Da werden ganz andere Fragen relevant, Langzeit-Toxizitäten, Therapiepausen.
Dinge, die wir aus derartigen Studien natürlich nicht adressieren können, die aber im klinischen Alltag relevant werden.
Und was insbesondere ein sehr sehr vielversprechendes Signal ist,
ist die Langzeitkontrolle intrakraniell [im Gehirn].
Keinerlei neu aufgetretene Hirnmetastasen sowohl bei den Patienten OHNE als auch jetzt im Langzeitverlauf bei den Patienten MIT Hirnmetastasen [zu Therapiebeginn]. Also nie dagewesene Daten, über die wir uns sicherlich freuen dürfen.“

Dr. Cornelia Kropf-Sanchen [Klinikum Stuttgart] ist auch besonders fasziniert von der intrakraniellen Wirksamkeit von Lorlatinib und präzisiert :
“Bei Patienten MIT Hirnmetastasen [zu Beginn der Therapie] sind 83% nach wie vor nach 5 und nach 7 Jahren stabil und OHNE Hirnmetastasen sind es 96%.”

Anmerkungen:
- Da hat der Autor als ehemaliger, 7-jähriger Alectinib-Patient nachträglich ein gutes Gefühl mit seiner Entscheidung gegen die Bestrahlung seiner Hirnmetastase(n) und für den Wechsel zu Lorlatinib.

- Wäre es angesichts dieser intrakraniellen Langzeitwirkung jetzt nicht Zeit für einen Paradigmenwechsel beim Brain-Only-Progress unter einem 2nd-gen TKI wie Alectinib oder Brigatinib, d.h. statt Bestrahlung der Hirnmetastasen [wie nicht selten von deutschen Onkologen noch immer bevorzugt] den unverzüglichen Wechsel zu Lorlatinib zu empfehlen?

———————————————————————————————————-

Dr. Kropf-Sanchen fragt, gerichtet an Prof. Niels Reinmuth [Asklepios Fachkliniken München-Gauting] :
“Gibt es denn überhaupt noch einen Stellenwert für andere TKIs [Alectinib oder Brigatinib] ?
Und, was ja auch immer diskutiert wird, müssen jetzt die Patienten, die auf anderen TKIs laufen, zwingend umstellen?”

Prof. Reinmuth :
“Gut, Letzteres wurde ja nicht diskutiert und ich weiß nicht, ob man diese Empfehlung aussprechen kann.
Natürlich ist Lorlatinib ganz klar die Nummer 1.
Das sind Daten, die derartig imposant sind, weil sich die Kurve eben kaum noch verändert, dass man natürlich über OS-Daten bei sowas wirklich nachdenken kann.
Da kommen auch die klinischen Studien so ein bisschen an ihre Grenzen. Wir müssen so ein bisschen fast ein neues Wording finden, weil wir haben offensichtlich dann eine Gruppe von Patienten, die unter Therapie steht, aber keine Krankheitssymptome hat, perfekt kontrolliert ist und das wahrscheinlich über Jahre hinaus sein wird.
Und wie man dann mit diesen Patienten umgeht, da ist natürlich das Nebenwirkungs-Management dann mehr im Vordergrund.
Aber diese Patienten sind keine echten Stadium-4 Patienten, weil es passiert eigentlich nichts mehr. Eine chronische Erkrankung, die aber nicht aktiv ist.”

Anmerkung :
Sehen wir das nicht bei etwa 30% der Alectinib-Patienten bereits heute schon? Unter Lorlatinib sind es dann aber um die 50% der Patienten.

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Hinsichtlich der Lorlatinib-Anfangsdosis scheinen sich die deutschen Onkologen jetzt auch zu bewegen, d.h. die Lorlatinib-Anfangsdosis von 100mg scheint nicht mehr in Stein gemeißelt.
Deutsche Onkologen werden nicht nur u.a. vom ASCO 26 durch Dr. Sylvia Gütz [St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig] ermuntert, beim Auftreten von Nebenwirkungen die Dosis zu reduzieren, sondern
einige Experten zeigen sich mittlerweile durchaus aufgeschlossen für Varianten der Slowly-Step-up Methode [wie sie zuerst wohl von Dr. Camidge beschrieben wurde].

Prof. Frank Griesinger [Pius-Hospital Oldenburg] gibt hierzu aber den Hinweis:
“Mit einer geringeren Dosis anzufangen ist nicht im Label [steht nicht in der Verschreibungs-Vorschrift],
hat Tony Mok [der Onkologe hat die 7-Jahresdaten der CROWN-Studie auf dem ASCO 26 vorgestellt] auch gesagt”
Einwurf von Dr. Kropf-Sanchen :
„Aber muss man halt ab und zu doch machen”
Prof. Griesinger :
„Genau! Die Daten bei Dosisreduktion sind ja sehr beeindruckend.
Man sollte aber, wenn man niedriger anfängt, dann hoch dosieren bis dann evtl. wieder runter dosiert werden muss, wenn Nebenwirkungen eintreten“.

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Prof. Griesinger:
„Man braucht schon sehr gute Gründe, um Lorlatinib wegen Kontra-Indikation in der Erstlinientherapie NICHT einzusetzen!“

Anmerkungen :
Kontra-Indikationen wären z.B.
- Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen
- Patienten mit Stoffwechsel-bedingten [metabolischen] Risikofaktoren wie
— zu viel Bauchfett
— hohe Blutzucker- oder Blutfett-Werte
— Bluthochdruck
— zu niedrigen HDL-Cholesterin-Werten

Die [Erfolgs]geschichte von Lorlatinib geht weiter!Im Vorfeld des ASCO 2026 wurden die 7-Jahresdaten der CROWN-Studie ve...
23/05/2026

Die [Erfolgs]geschichte von Lorlatinib geht weiter!

Im Vorfeld des ASCO 2026 wurden die 7-Jahresdaten der CROWN-Studie veröffentlicht [1].

Machen wir es kurz:
ALK-Patienten, die ihre Therapie mit Lorlatinib als 1. TKI begonnen haben oder beginnen werden, sind - rein statisch gesehen - verdammt gut dran!

Die 2 Jahre der zusätzlichen Beobachtung in der CROWN-Studie zeigten nur sehr wenige Patienten mit Progression im Körper und NULL Patienten mit neuen Hirnmetastasen.
55% der Patienten waren nach 7 Jahren noch ohne Progression.

Wenn Patienten die ersten 2 Jahre der Lorlatinib-Therapie ohne Progression überstanden haben, dann kann - rein statisch gesehen - scheinbar kaum mehr etwas passieren.
4 von 5 Patienten, genau 79% waren dann in der CROWN-Studie auch nach 7 Jahren noch progressionsfrei.

In den ersten 2,5 Jahren der Lorlatinib-Therapie kam bei nur 8% der Patienten in der CROWN-Studie zu einem Progress im Gehirn, danach blieben ALLE (100%) Patienten auch nach 7 Jahren noch ohne neue Hirnmetastasen.

Und während bisher immer nur von 1 Dosisreduktion [von 100mg auf 75mg] ohne negative Auswirkungen auf die Wirksamkeit berichtet wurde, heißt es nun:
„Dosisreduktionen wurden bei 34% der Patienten in der Lorlatinib-Gruppe berichtet, 17 % hatten 1 Dosisreduktion und 17% hatten 2 Reduktionen innerhalb der ersten 26 Wochen.
Die Langzeitwirksamkeit war bei Patienten mit und ohne Dosisreduktion ähnlich.“

Auch neue Fälle von schweren (Grad 3 oder 4) Nebenwirkungen oder Therapieabbrüche gab es ab dem 6. ten Jahr nicht mehr, was [Zitat:]
“auf einen erheblichen Langzeitnutzen von Lorlatinib für die Mehrheit der ALK-Patienten hindeutet.”

Fazit:
Es gilt, die ersten 2 bis 2,5 Jahre mit Lorlatinib zu überstehen …

[1]
Mok TS, Solomon BJ, Felip E, et al. Lorlatinib vs crizotinib as first-line treatment for advanced ALK+ non-small cell lung cancer: 7-year update from the phase 3 CROWN study. J Clin Oncol. 2026

Inside Lorlatinib  - Die (Ent)täuschungen Teil 4:Platz 🥇 geht an ‘Das flexible Therapiemanagement’oder ‘Pfizer’s Preis f...
19/05/2026

Inside Lorlatinib - Die (Ent)täuschungen Teil 4:
Platz 🥇 geht an ‘Das flexible Therapiemanagement’
oder ‘Pfizer’s Preis für die 25mg-Tabletten in Europa’

“Bei begründeter Dosisreduktion (aufgrund von Toxizität) ist nicht mit einem Wirkverlust zu rechnen.”
ist Pfizer’s Aussage auf der Folie in den Schulungsunterlagen für die europäischen Ärzte [siehe Teil 3 dieser Reihe].

Gemäß Pfizer’s Fachinformation zu Lorlatinib [1] wäre eine Dosisreduktion “begründet” nach
- jeder NW [Nebenwirkung] vom Grad 3 oder 4
- ZNS-bedingten NWen vom Grad 1 oder 2
- einer ILD/Pneumonitis vom Grad 1 oder 2.
Bei sonstigen NWen vom Grad 1 und 2, also insbesondere auch bei den Lorlatinib-spezifischen NWen ‘Ödeme’, ‘Periphere Neuropathie’ und ‘Gewichtszunahme’ wird die Verantwortung bzw. Entscheidung den Ärzten übertragen:
“Je nach klinischer Indikation unveränderte Dosis in Betracht ziehen oder die Dosis um 1 Stufe verringern.”

Nun kennen auch die Lorlatinib-NWen leider keinen Zeitplan und warten mit ihrem Auftreten nicht, bis die dem zugehörigen Patienten verschriebene Menge an Tabletten aufgebraucht ist.

Leser der ‘Geschichte der Lorla’ wissen aus Folge 17, dass Pfizer nach Präsentation der 5-Jahresratesdaten der CROWN-Studie und der damit verbundenen vermehrten Verschreibung von Lorlatinib in der Erstlinientherapie [auch deshalb] das ‘flexible Therapiemanagement’ eingeführt hat.

Pfizer propagiert das ‘flexible Therapiemanagement’, d.h. die Möglichkeit einer unverzüglichen, also TÄGLICH möglichen Anpassung der Lorlatinib-Dosis seit Anfang 2025.
Umsetzbar wurde diese Flexibilität in den USA, indem dort eine 120-Tabletten-Flasche mit 25mg-LORBRENA-Tabletten auf den Markt gebracht wurde, die zum gleichen Preis wie die 30-Tabletten-Flasche mit 100mg-Tabletten verschrieben werden konnte [Parity Pricing].

Dass es diese Möglichkeit des flexiblen Lorlatinib-Therapiemanagements, d.h. der TÄGLICH möglichen Dosisanpassung in vielen Ländern Europas de-facto immer noch NICHT bzw. nur eingeschränkt gibt, ist mein Ärgernis auf Platz🥇.

In Europa wird LORVIQUA bekanntlich nicht in Fläschchen sondern in Blisterpackungen angeboten. Neben der 30er Packung mit 100mg-Tabletten kann der Arzt hier alternativ eine 90er [teilweise auch 30er] Packung mit 25mg-Tabletten verschreiben.
Aber während z.B. in Deutschland 🇩🇪 , Polen 🇵🇱 , Österreich 🇦🇹 und der Schweiz🇨🇭
die 25mg-Tabletten zum relativ gleichen Preis wie die 100mg-Tabletten [Pricing Parity] verschrieben werden können, ist der Preis beim Kauf von 25mg-Tabletten in einigen Ländern um ca. 15-20% höher und in vielen Ländern wie z.B. auch
Großbritannien 🇬🇧 , Dänemark 🇩🇰, Schweden 🇸🇪, Norwegen 🇳🇴 Niederlande 🇳🇱 , Belgien 🇧🇪, Frankreich 🇫🇷 , Italien 🇮🇹 Spanien 🇪🇸 sogar um ~33% (‼️) höher als beim Kauf von 100mg-Tabletten [vgl. Abb. 1].

Dieses Ärgernis geht entweder zu Lasten der [bereits in Schieflage geratenen] Gesundheitssysteme oder zu Lasten der Lebensqualität von vielen [zukünftigen] Lorlatinib-Patienten.

Denn die Onkologen, die Pfizer’s Empfehlung für eine Anfangsdosis von 100mg täglich folgen [und das ist die überwiegende Mehrheit] werden in den Ländern ohne bestehendes ‘Parity Pricing’ bei Therapie-Beginn daher fast ausnahmslos die 100mg-Tabletten verschreiben.
Wenn dann die Dosis auf 75mg reduziert werden muss, was im klinischen Alltag [statt bei 23% der Lorlatinib-Patienten in der CROWN Studie] wohl bei mehr als 50% der Patienten vorkommt, dann wandern bei jedem dieser Patienten nicht eingenommene 100mg-Tabletten im Wert von bis zu mehreren Tausend Euro in den Schrank und irgendwann in den Müll!

Und in den Fällen von z.B. leichten (Grad 1) oder moderaten (Grad 2) ‘Ödemen’ oder ‘peripherer Neuropathie’, in denen der Arzt über eine Dosisreduktion bestimmen soll [1], werden wohl nur wenige Ärzte die Dosis sofort reduzieren sondern nach Möglichkeit mit einer Verschreibung der 25er-Tabletten noch solange warten, bis die aktuelle Packung mit 100mg-Tabletten aufgebraucht ist.
[“Soll die Patientin sich mal nicht so anstellen, sondern froh sein, dass sie mit einem so gut wirkenden Medikament behandelt wird!”].

Zugegeben, zur Wahrheit gehört auch folgendes:
Da alle Lorlatinib-spezifischen NWen reversibel angeblich sind, d.h. sich nach einer Dosisreduktion bessern werden und es auch kein zurück zur 100mg-Dosis geben wird, d.h. eine Re-Eskalation der Dosis auf 100mg im Therapiemanagement nicht vorgesehen ist, ist mein🥇Ärgernis für jeden Patienten ein maximal 1-maliger Vorgang. Jeder Lorlatinib-Patient muss eine unnötige Einschränkung der Lebensqualität auf unbestimmte Zeit nur 1-mal befürchten bzw. 100mg-Tabletten werden pro Patient nur 1-mal verschwendet.
Im Übrigen kennt der Autor mindestens eine Patientin persönlich, die 100mg-Tabletten auch schon mal zerteilt hat 🙈

Aus Pfizer’s Sicht ist das fehlende ‘Parity Pricing’ auch verständlich. Warum sollten sie auf Einnahmen verzichten, bloß weil sie sich bei Festlegung der Standarddosis anscheinend falsch entschieden haben?
Weshalb sie das auf ihrem größten Markt [dem US-Amerikanischen] trotzdem machen, muss dann vielleicht unter ‘Imagepflege’ verbucht werden.🤷🏻‍♂️

NWen, die eine Dosisreduktion ratsam machen, können jederzeit auftreten!
Deshalb sollten Lorlatinib-Patienten, die in Ländern mit ‘Parity Pricing’ therapiert werden, ihr Glück nutzen und sich die 25mg-Tabletten verschreiben lassen, auch wenn sie sich für die hohe Startdosis von 100mg entschieden haben!

Alle Patientenorganisation, die in Ländern ohne ‘Parity Pricing’ aktiv sind, sollten sich für ein ‘Parity Pricing’ in ihrem Land engagieren!

Quellen:
[1]
Pfizer Fachinformation Lorviqua, Stand April 2026

Abb. 1 : Preisvergleich zwischen 100mg- und 25mg-Tabletten
(Stand Ende April 2026)

Inside Lorlatinib  - Die (Ent)täuschungen Teil 3:Platz🥈geht an ‘Das 100mg-Versprechen’ oder‘Die Täuschung über die Wirks...
13/05/2026

Inside Lorlatinib - Die (Ent)täuschungen Teil 3:
Platz🥈geht an ‘Das 100mg-Versprechen’ oder
‘Die Täuschung über die Wirksamkeit der 100mg-Dosis’

Leser der ‘Geschichte der Lorla’ erinnern sich vielleicht an Folge 15, an die Debatte um die optimale Dosis im Jahr 2022 zwischen den FDA-nahen Professoren Garth Strohbehn und Mark Ratain sowie Joseph Chen von Pfizer.
Als Joseph Chen die Professoren mit dem Ergebnis einer Computersimulation zum Schweigen brachte [1], nachdem die Professoren in einem Leserbrief behauptet hatten, dass die 50mg-Dosis nicht nur weniger toxisch sondern auch genauso wirksam wäre wie die 100mg-Dosis [2].

Pfizer hat die das Ergebnis der Computersimulation darstellende Grafik aus Joseph’s Leserbrief später für Seminar- bzw. Schulungsunterlagen für Ärzte in Europa genutzt - um zu täuschen!
Mit der Grafik haben sie gegen eine niedrigere Startdosis argumentiert, aber verschwiegen, dass eine auf denselben PK/PD-Daten basierende Computersimulation auch für die 100mg-Dosis schlechte Ergebnisse gezeigt hatte.

In der deutschsprachigen Fassung dieser Schulungsunterlagen [3] gibt es einen Abschnitt ‘Dosierung und Dosisreduktion’. Hier steht auf der 1. Seite [Folie]:
“In einer Phase I Studie wurden 100mg als optimale Dosierung für Lorlatinib identifiziert”
mit Bezugnahme auf die abschließende Publikation der Prüfärzte zur Phase I/II-Studie [4]. Alle Leser der Folgen zur Dosisfindung in der ‘Geschichte der Lorla’ wissen, dass die 100mg-Dosis wohl kaum als “optimal” bezeichnet werden kann!

Auf der 2. Seite [Folie] folgt dann unter der Überschrift
“Die Dosierung von 100 mg ermöglicht eine ausreichende Pe*******on der Blut-Hirn-Schranke und Abdeckung der wichtigsten Resistenzmutationen”
nicht etwa eine Grafik, die die obige Aussage unterstützt, sondern die besagte Grafik aus [1] mit dem Zusatz
“Modellierte Daten zeigen Lorlatinib-Konzentrationen im Liquor bei einer Lorlatinib Startdosis von 50mg. Die Konzentration wäre nicht ausreichend, um die G1202R-Mutation abzudecken.”[siehe Abb. 1A]

🤔 Warum zeigt man modellierte Daten für die 50mg-Dosis und nicht die für die 75mg-Dosis, dem eigentlichen ‘Herausforderer’ der 100mg-Dosis?
🤔 Warum zeigt man die modellierten Daten für die 100mg-Dosis nicht?

Zur Wahrheit gehört, dass

- eine auf denselben PK/PD-Daten basierende Computersimulation für die 100mg-Dosis eine (nur) 35,8%(‼️)- Abdeckung der G1202R-Mutation gezeigt hat [siehe Abb. 1 B und [5]]

- die Grafik in Abb. 1A für die 50mg-Dosis eine 100%-Abdeckung von der ALK-Fusion [ALK Wildtype] sowie eine ca. 95%-Abdeckung von L1196M [und damit eine ähnlich gute Abdeckung aller ALK-Einzel-Mutationen außer G1202R] zeigt, die bis heute bei Patienten nachgewiesen wurden

- zur Hemmung der ALK-Fusion bereits eine Dosis von 25mg ausreicht und eine G1202R-Mutation [wie andere Mutationen der ALK-Fusion auch] sich erst im Laufe einer TKI-Therapie entwickelt [siehe Anhang1 in den Kommentaren]

- der Einfluss der Höhe der Startdosis auf die Wirksamkeit in der Erstlinientherapie, d.h. bei neu diagnostizierten Patienten ungewiss ist [siehe Anhang1 in den Kommentaren]

Anmerkungen:
- Die G1202R-Mutation tritt de-facto nur bei Patienten mit der EML4-ALK Variante3 auf, d.h. bei nur etwa 25%-35% der ALK-Patienten besteht ein Risiko für die Entwicklung der G1202R-Mutation
- Nur 13% der Lorlatinib-Patienten in der CROWN-Studie hatten die EML4-ALK Variante3
- Unter den Lorlatinib-Patienten, die in den ersten 5 Jahren der CROWN-Studie nicht progressionsfrei blieben, war KEIN Patient, der die Resistenzmutation G1202R entwickelte - auch KEINER der 23% Patienten, mit einer [irgendwann] in den ersten 16 Wochen reduzierten Dosis [6].

Was ich nicht vergessen will:
Auf der 2. Folie [siehe Abb. 1A] steht noch ein weiteres Versprechen:
“Bei begründeter Dosisreduktion (aufgrund von Toxizität) ist nicht mit einem Wirkverlust zu rechnen (weder systemisch noch intrakraniell)”.
Das hört sich doch eigentlich gut an für die Patienten!
Ich komme darauf zurück, wenn im letzten Teil dieser Reihe der 1.Platz vergeben wird …

Quellen:
[1]
Chen J. et al. Response to “Lorlatinib Exposed: A Far from Optimal Dose”
Clinical Pharmacology & Therapeutics - Wiley Online Library. 2022
[2]
Strohbehn G, Ratain M. Lorlatinib Exposed: A Far From Optimal Dose. Clinical Pharmacology & Therapeutics - Wiley Online Library. 2022
[3]
Medical Slide Kit Lorlatinib – Therapiemanagement Lorlatinib, April 2025
[4]
Shaw AT, Chen J et al. Lorlatinib in non-small-cell lung cancer with ALK or ROS1 rearrangement: an international, multicentre, open-label, single-arm first-in-man phase 1 trial. Lancet Oncol. 2017
[5]
Chen J.et al.Evaluation of Lorlatinib Cerebrospinal Fluid Concentrations in Relation to Target Concentrations for Anaplastic Lymphoma Kinase (ALK) Inhibition. Clinical Pharmacology & Therapeutics - Wiley Online Library. 2022
[6]
Solomon BJ , Liu G et al. Lorlatinib Versus Crizotinib in Patients With Advanced ALK-Positive Non–Small Cell Lung Cancer: 5-Year Outcomes From the Phase III CROWN Study. J Thorac Oncol. 2024

Abb 1 :
(A) Seite aus den Schulungsunterlagen für deutsche Onkologen
(B) Grafik aus [5]

Inside Lorlatinib  - Die (Ent)täuschungen Teil 2: Platz 🥉geht an ‘Die Zeitachsen zum Lorlatinib Therapiemanagement’Meine...
04/05/2026

Inside Lorlatinib - Die (Ent)täuschungen Teil 2:
Platz 🥉geht an
‘Die Zeitachsen zum Lorlatinib Therapiemanagement’

Meine persönliche Enttäuschung auf Platz Nr.🥉hat seinen Ursprung in einer Zeit als Lorlatinib noch nicht eindeutig favorisiert wurde für die Erstlinientherapie.
Da wollte man den Kollegen die Unsicherheit im Umgang mit den Lorlatinib-spezifischen Nebenwirkungen [NWen] nehmen und ihnen so das Verschreiben von Lorlatinib [statt Alectinib oder Brigatinib] erleichtern.
Und da der Zeitplan des Dr. Ou [siehe Anhang1] irgendwie noch nicht ganz perfekt war, um den Kollegen zu zeigen, “Seht her, wir haben die Lorlatinib-spezifischen NWen im Griff”,
wurde ein präziserer Zeitplan mit Beginn und Dauer der NWen entwickelt.

Für die 1. Version [siehe Abb. 1 oben links] dieser mittlerweile zahlreichen Zeitachsen [siehe Abb. 1] gab es die Daten von den 149 Lorlatinib-Patienten der CROWN-Studie, jeweils nach ~18 Monaten [CROWN-18M] und nach ~36 Monaten [CROWN-36M] der Beobachtung.
Für die verschiedenen Kategorien [Kognitive Auswirkungen, Auswirkungen auf die Stimmung, Auswirkungen auf die Sprache, Psychosen] von ZNS-bedingten NWen gab es aber nur eine Post-hoc Analyse basierend auf CROWN-18M.

Für alle Patienten, die in einem Beobachtungszeitraum eine NW tatsächlich bekommen hatten, wurde die mediane Zeit vom Therapiebeginn bis zum erstmaligen Auftreten [Onset] dieser NW ermittelt. Als mittlerer Wert wurde dann der Behandlungstag gewählt, an dem mehr als 50% dieser Patienten die NW mindestens einmal entwickelt hatten. Diese medianen Werte setzte man in die Zeitleiste [timeline].

Anmerkungen:
- Entsprechende Mittelwerte hatte man bereits für die 295 [stark vorbehandelten] Patienten der Phase1/2-Studie ermittelt. Ein Vergleich der Daten mit den Daten aus CROWN-18M bzw. CROWN-36M zeigte teils deutsche Unterschiede in Bezug auf die mediane Zeit bis zum Onset [siehe Anhang 3].

- Es ist unklar, ob die 42 Tage mediane Zeit bis zum Onset von ‘Ödemen’ aus den frühen Daten für die Folgelinien-Patienten in diese 1. Zeitleiste übernommen wurde [weil für CROWN-18M bzw. CROWN-36M kein entsprechender Wert existierte].

Für die meisten späteren Versionen der Zeitleiste wurden die Mittelwerte soweit möglich durch die finalen Daten der CROWN-Studie [CROWN-60M] ersetzt [siehe Abb. 1 und Anhang 3].
Mit einer Verlängerung der Beobachtungsdauer in der CROWN-Studie wuchs die mediane Zeit bis zum Onset jeder Nebenwirkung an, in der Höhe abhängig von der Streuung der Daten [die ‘range’-Werte] nach dem früheren Mittelwert und zusätzlich wie viele neue Patienten die NW im Vergleich zum früheren Beobachtungszeitraum entwickelt hatten.
So stieg z.B. die mediane Zeit bis zum Onset von ZNS-bedingten NW insgesamt von 57 Tage [1,9 Monate] auf 3,8 Monate.
Aus Mangel an aktuelleren Daten wurden für die einzelnen Kategorien in jede der späteren Zeitleiste jedoch die aus CROWN-18M stammenden ‘frühen’ Werte übernommen [siehe Abb. 1].

Fazit:
- Nicht alle medianen Zeiten in einer Zeitleiste passen zueinander
- Die Anzahl der Patienten in den Unterkategorien der ZNS-bedingten NWen ist zu klein für eine belastbare Analyse
- Für mit anderen TKI vorbehandelte Patienten gelten die medianen Zeiten NICHT!
Die durch Angabe der medianen Zeit bis zum Onset einer Lorlatinib-bedingten NW suggerierte Präzision gibt es nicht! Ganz zu Schweigen von der medianen Dauer!

Ja, die ‘neueren’ Zeitachsen sind optisch ansprechender aber Dr. Ou’s rudimentäre Ur-Version liefert mindestens genauso hilfreiche [ausgenommen vom Beginn der ‘Hyperlipädemie’] aber ehrlichere Informationen.
Mit diesem Fazit könnte ich bereits den Preis für die Enttäuschung vergeben, aber die Bronzemedaille 🥉gibt es erst zusammen mit dem folgenden ‘Missgeschick’:

Im Therapy Management Guide auf der Pfizer U.S. Website steht zu den ‘kognitiven Auswirkungen’:
“In einer explorativen Post-hoc-Analyse der Daten der CROWN-Studie betrug die mediane Zeit von der ersten Dosis LORBRENA® (Lorlatinib) bis zum Auftreten der ersten kognitiven Nebenwirkung 92 Tage (Bereich: 4–533 Tage). Die mediane Dauer betrug 155 Tage (Bereich: 2–751 Tage).”
Diese Daten stammen aus der oben erwähnten Post-hoc Analyse basierend auf CROWN-18M [siehe Anlage 2].

Aber wenn wir uns die Zeitleisten anschauen, dann finden wir in ALLEN Zeitleisten für die mediane Zeit bis zum Onset der NW ‘Kognitive Auswirkungen’ statt der 92 Tage fälschlicherweise 155(‼️) Tage [die ermittelten mediane Dauer(‼️)].
Ok, Fehler passieren [in diesem Fall wohl bei der Übernahme der Daten aus der Post-hoc Analyse in die CROWN-36M Analyse. Aber dass dieser Fehler auch später niemanden aufgefallen ist, erinnert mich sehr an die Rede von Ross Camidge in Huntington Beach:
“… Ihr könnt Euch zurücklehnen und zustimmen oder … PRÜFEN‼️”

Demnächst ist wieder ASCO und da sind aktualisierte Daten der CROWN-Studie angekündigt.
Ob es dann auch eine aktualisierte Zeitleiste für die NWen gibt?
Ob den ‘155er’-Fehler mittlerweile jemand bemerkt hat?
Man soll die Hoffnung nie aufgeben!
🤞🍀

Quellen:
[1]
Bauer T et al. Clinical management of adverse events associated with lorlatinib. Oncologist. 2019
[2]
Solomon BJ et al. Post hoc analysis of lorlatinib intracranial efficacy and safety in patients with ALK-positive advanced non-small-cell lung cancer from the phase III CROWN study, J. Clin. Oncol. 2022 [cutoff for the primary analysis (18 months) of March 20, 2020]
[3]
Solomon BJ, Bauer T et al. Efficacy and safety of first-line lorlatinib versus crizotinib in patients with advanced, ALK-positive non-small-cell lung cancer: updated analysis of data from the phase 3, randomised, open-label CROWN study. Lancet Respir. Med. 2023
[4]
Liu G et al. A pragmatic guide for management of adverse events associated with lorlatinib. Lung Cancer. 2024
[5]
Bauer T, Solomon BJ et al. MA06.08 Kinetics and Management of Adverse Events Associated with Lorlatinib after 5 Years of Follow-Up in the CROWN Study. Journal of Thoracic Oncology. 2024 Oct
[6]
Liu G, Solomon BJ et al. Kinetics and Management of Adverse Events Associated with Lorlatinib after 5 Years of Follow-Up in the CROWN Study. Oncologist. 2025 Oct
[7]
Pronsati N, Liu Get al. Managing lorlatinib together: An overview and practical guide for patients by ALK-positive NSCLC patients and medical experts. Lung Cancer. 2025
[8]
Ardizzonia A, Cortinovisb D et al.Lorlatinib atypical safety profile in ALK-positive aNSCLC: tips for management from an Italian expert panel. Future Onc. 2026 Feb
[9]
LORBRENA® (lorlatinib) Therapy Management StrategiesPfizer For Professionals. 2025
[10]
LORBRENA® (lorlatinib) Patient Guide to Common Side Effects. 2026

Abb. 1 : Die zahlreichen Zeitleisten zum Lorlatinib Therapiemanagement

Inside Lorlatinib  - Die (Ent)täuschungen Teil 1: Der Sonderpreis 🍾 geht an ‘Die Täuschung der [US-amerikanischen] Onkol...
28/04/2026

Inside Lorlatinib - Die (Ent)täuschungen Teil 1:
Der Sonderpreis 🍾 geht an
‘Die Täuschung der [US-amerikanischen] Onkologen hinsichtlich der Gewichtszunahme unter Lorlatinib’

Bevor ich zu meinen persönlichen Top-3 Enttäuschungen bzw. Täuschungen rund um die Entwicklung und Vermarktung von Lorlatinib komme, möchte ich von einer Täuschung berichten, die Dr. Ross Camidge [mein persönliches Vorbild in Sachen ‘Wahrheit’ und ‘Unabhängigkeit’] erstmalig in einem OncLive-Interview zu Lorlatinib im Januar 2025 erwähnt hat.
[Zitat:] “Pfizer hat irreführende Daten vorgelegt, die suggerieren, dass es KEINE kumulative Gewichtszunahme [mit Lorlatinib] gibt, weil sie mehrere verschiedene Schweregrade [dieser Nebenwirkung] zusammengefasst haben. Das ist offensichtlich nicht wahr! Die Patienten werden mit der Zeit an Gewicht zunehmen.”[1], stellte Ross fest.

Was war passiert?
Während Anfang 2024 in der Publikation zum patienten-orientierten Management der Lorlatinib-Nebenwirkungen [2], u.a. hinsichtlich einer Gewichtszunahme noch festgestellt wurde:
“Die Inzidenz und Prävalenz von Gewichtszunahmen nehmen im Laufe der Zeit tendenziell zu”,
wurde auf der WCLC (World Conference of Lung Cancer) im September 2024 von Todd Bauer, einem leitenden Prüfarzt der CROWN-Studie, eine Folie präsentiert, über die etwas Anderes suggeriert werden sollte.
In einem Diagramm der Folie wurden Inzidenz und Prävalenz der Gewichtszunahmen von Lorlatinib-Patienten der CROWN-Studie dargestellt und festgestellt:
“Inzidenz und Prävalenz von Gewichtszunahmen nahmen im Laufe der Zeit nicht [‼️] zu”. [siehe Abb. 1]

Anmerkung:
Die ‘Inzidenz’ beschreibt die Anzahl der neuen Fälle von Gewichtszunahmen unter Lorlatinib in einem Zeitraum , während die ‘Prävalenz’ den Anteil aller bestehenden Fälle von Gewichtszunahmen zu einem Zeitpunkt angibt.

Das Diagramm sollte wohl zeigen, dass Alles nicht so schlimm ist mit den Gewichtszunahmen unter Lorlatinib, da Inzidenz und Prävalenz im Laufe der Therapie NICHT zunehmen würden.

Allerdings hatte Pfizer hier Gewichtszunahmen vom Grad 2 (mehr als 10% und weniger als 20%) und Grad 3 (20% und mehr) zusammengefasst.
In der etwa 1 Jahr später erschienenen Publikation der Prüfärzte [3] laß sich das dann folgendermaßen:
“Die Inzidenz und Prävalenz der Gewichtszunahme der Schweregrade 2 und 3 zusammen genommen stieg über den Zeitraum von 5 Jahren nicht an.”

Anmerkung:
Einige der Autoren von [3] waren auch als Autoren von [2] aufgelistet [vergleichen Sie bitte die Feststellung zur Gewichtszunahme oben!].

Ross Camidge nahm diese Täuschung zum Anlass für einen Appell an seine Kollegen [zumindest an die Jüngeren unter ihnen] zu mehr Unabhängigkeit von der Pharmaindustrie.
Im Rahmen seiner [beeindruckenden] Rede im Februar 2026 auf dem ‘IASLC Targeted Therapies of Lung Cancer Meeting’ in Huntington Beach zeigte er eine Aufnahme der besagten Folie [siehe Abb. 1] und sagte
[Zitat:]”Ihr seid nicht hier, um Eure Patienten einfach nur der Pharmaindustrie zu überlassen und zu glauben, dass diese bereits alle Antworten parat hat. Euer Wert für die Welt und für die Pharmaindustrie liegt darin, Wahrheit und Unabhängigkeit einzubringen. …
Als Wissenschaftler müsst Ihr die Präsentation und Veröffentlichung jeder Pharmastudie, an der Ihr beteiligt seid, genehmigen. Ihr könnt Euch zurücklehnen und einfach nur zustimmen oder aber einen Mehrwert schaffen!”
“Genau hier war die Stimme der Wahrheit des Prüfarztes gefragt”
ergänzte Ross Camidge mit Blick auf diese Darstellungsweise der Daten. [4]

Quellen:
[1]
Wagner A. Strategic and Safe Lorlatinib Use Is Key to Optimal ALK+ NSCLC Management. OncLive. 2025
[2]
Liu G, Solomon BJ, Mazieres J, Bauer T et al. A pragmatic guide for management of adverse events associated with lorlatinib. Lung Cancer. 2024
[3]
Liu G, Solomon BJ, Mazieres J, Bauer T et al. Kinetics and management of adverse events associated with lorlatinib after 5 years of follow-up in the CROWN study. Oncologist. 2025
[4]
2026 IASLC Targeted Therapies of Lung Cancer: Special Presentation by Dr. Camidge. You-Tube-Video 2026

Abb. 1

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++⚠️ persönliche Erfahrungen und Meinungen des Autors ⚠️ Bernie’s ganz persönl...
23/04/2026

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⚠️ persönliche Erfahrungen und Meinungen des Autors ⚠️
Bernie’s ganz persönliche Erfahrungen mit Lorlatinib:
Nach der 120-Tage Challenge
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Tag 276. Die 120-Tage Challenge ist geschafft!

Aber wieder der Reihe nach! Hier finden Sie, was bis Tag 135 geschah:
https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1270521675112884&id=100064651903608

Eigentlich waren es sogar 140 Tage seit meinem letzten Kopf-MRT.
Die letzte verbliebene Hirnmetastase ist von 6mm auf nun 4mm geschrumpft - mit Lorlatinib 75mg!
Aber warum von 10mm auf 6mm in 92 Tagen mit Lorlatinib 75mg, aber in weiteren 140 Tagen nur von 6mm auf 4mm, obwohl ich mir 38 Tage sogar 87,5mg verabreicht hatte?
Ist schon ein verrücktes Huhn, die Lorla! Und unberechenbar!

[Achtung, die folgenden Sätze enthalten Ironie und Sarkasmus]
Wenigstens das Management der Lorlatinib-Nebenwirkungen haben die Onkologen jetzt im Griff! Nicht?
Doch! Ken Culver, der medizinische Direktor von ALKpositive Inc., hat das jüngst vom ELCC in Kopenhagen berichtet.
Hört, hört! 🤣😂🤣
Bestimmt, weil die Onkologen und Patienten jetzt diese Zeitachse(n) haben, die genau anzeigen, wann mit einer Lorla-spezifischen Nebenwirkung zu rechnen ist!
Und wie lange die Nebenwirkung dann dauert, durchschnittlich, median 🤔
[Ende von Ironie und Sarkasmus]

Wusstet Ihr, dass es mittlerweile schon 4 weitere Versionen gibt, nachdem der Dr Ou vor ein paar Jahren den Ur-Typ so einer Zeitachse veröffentlicht hatte?
Zuerst kam die Timeline für das patienten-orientierte Management, danach die Timeline für das proaktive Management zusammen mit einer weiteren Timeline für das flexible Therapiemanagement und jetzt im Januar haben die Italiener [siehe Abb. 1] auch noch eine Timeline veröffentlicht.
Ich frag mich, wer die eigentlich anfertigt 🤔
Die aufgelisteten Onkologen sind das nicht!
Ist natürlich alles von Pfizer ‘funded’ - finanziert!

„Wir sind nicht hier, um uns als Patienten einfach nur den Onkologen und der Pharmaindustrie zu überlassen und zu glauben, dass diese bereits alle Antworten parat hätten!
Auch als Patient sollten wir jede Veröffentlichung, Präsentation oder Schulungsunterlage prüfen - sofern wir das können!
Wir können uns zurücklehnen und einfach nur zustimmen oder aber einen Mehrwert schaffen!
Unser Mehrwert für die Onkologen und die Pharmaindustrie liegt auch darin, Wahrheit und Unabhängigkeit einzubringen - ob die das wollen oder nicht!”

Was hier auf den ersten Blick vielleicht ziemlich durchgeknallt klingt, ist fast wörtlich aus Ross Camidge’s Rede übernommen, die er im Februar 2026 auf dem ‘IASLC Targeted Therapies of Lung Cancer Meeting‘ in Huntington Beach, CA gehalten hat.
Dr Camidge hatte in seiner Rede nicht uns Patienten sondern seine Kollegen angesprochen. Aber hoffentlich nicht allein ich finde, dass auch wir Patienten aufmerksam bleiben sollten …

Deshalb gibt es hier demnächst die angekündigten Beiträge zu den “Preisträgern” meiner Wahl der größten ‘Ärgernisse’ rund um Entwicklung und Vermarktung von Lorlatinib.

Übrigens:
Die “Geschichte der Lorla” hat bereits ihren eigenen Platz gefunden:
auf der Facebook-Seite [ALK Lungenkrebs Geschichte der Lorla]
https://www.facebook.com/GeschichteDerLorla

Irgendwann kommt noch eine pdf-Version dazu, vielleicht später auch ein Booklet.🤷🏻‍♂️
Ausgewählte Informationen habe ich aufbereitet und verbleiben so weiter auf dieser Seite!
🤞🍀

Abb. 1: Noch ‘ne Zeitachse

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