Die Wilde-Kräuter-Frau

Die Wilde-Kräuter-Frau Kräuterevents, Kräuterführungen, Naturmentoring coming soon

Das Rätsel ist gelöst! Bei dieser schwarzen Eichel handelt es sich um die wahrscheinlich kleinste Mumie der Welt. Verurs...
03/09/2026

Das Rätsel ist gelöst! Bei dieser schwarzen Eichel handelt es sich um die wahrscheinlich kleinste Mumie der Welt. Verursacher ist ein Pilz, der Braune Eichenbecherling, Ciboria Batschiana.
Der Pilz kann die Eicheln bereits am Baum befallen und mumifiziert sie buchstäblich. Meist im August fallen diese außergewöhnlichen schwarzen Eicheln dann zu Boden und zersetzen sich weiter. Irgendwann sehen sie aus wie kleine Holzkohlestückchen. Als ich das gelesen habe, fiel mir ein, dass ich solche „Kohleeicheln“ bereits früher gesehen habe. Erst im Herbst bilden sich dann die kleinen braunen Fruchtkörper des Pilzes aus, die maximal 2 cm groß werden. Da ich jetzt weiß, worauf ich achten muss, werde ich diesen Pilz gezielt unter Eichen suchen und vielleicht habe ich Glück und finde ihn.
So hübsch die schwarzen Eicheln sind, so ist der Pilz nicht zu unterschätzen. Er ist ein gefürchteter Schädling und kann ganze Eichellager vernichten, da er sich durch eine hohe Infektionsagressivität auszeichnet, zumal die Eichel mit ihrem stark kohlehydrathaltigen Fruchtfleisch eine hervorragende Nahrungsquelle darstellt.
Und genau deshalb liebe ich Mutter Natur. Nicht nur wegen ihrer unübertroffenen Schönheit, sondern auch, weil sie es immer wieder schafft, mich zu verblüffen und mich etwas Neues zu lehren. 😉

Alpträume, Panikattacken, Melancholie oder auch plötzlich auftretende Krankheiten wurden nach früherem Glauben ausgelöst...
31/08/2026

Alpträume, Panikattacken, Melancholie oder auch plötzlich auftretende Krankheiten wurden nach früherem Glauben ausgelöst durch bösen Zauber oder Geister. Doch auch bloßes Erschrecken konnte dafür verantwortlich sein. Und da bekanntlich gegen alles ein Kraut gewachsen ist, stelle ich Dir heute das Schreckkraut vor. Mit einem starken Sud aus diesem Kraut konnte der Schreck abgewaschen werden, oder eben auch der dunkle Zauber. Jetzt ist genau die richtige Zeit, das Schreckraut zu ernten, Du findest es in feuchten Wiesen, Auwäldern oder in Quellgebieten und da wo es auftritt, bildet es oft große Bestände. Doch nicht nur den Schrecken wusste das Kraut zu vertreiben, auch zum Schutze des Viehs war es ein starker Verbündeter. Davon zeugt sein Name Pferdekohl. Es galt nicht nur als Stärkungsmittel für Rind und Pferd, sondern auch als starker Schutz vor Verhexung der Tiere. Einfach unters Futter gemischt konnte der Pferdekohl seine Wirkung entfalten.
Nun fragst Du Dich, warum Du dieses potente Kraut noch nicht kanntest? Vielleicht kennst Du es unter einem anderen Namen, denn als Kohldistel ist es wortwörtlich in aller Munde. Auch wenn es zu den Kratzdistel zählt, so ist es nur wenig wehrhaft. Die großen Blätter der Kohldistel sind weich und nur an den Rändern mit zarten Dornen besetzt und sie zählt zu den schmackhaftesten Wildpflanzen unserer Gefilde. Mit ihrem milden und nussigen Aroma eignen sich die Blätter hervorragend als Wildspinat oder Einlage für eine kräftige Suppe. Die Verwendung der Kohldistel ist vielfältig und sie ist auch schnell gesammelt, denn mit ihrer Höhe von 1,50 m und dem üppigen Wuchs füllt sie das Sammelkörbchen recht schnell.
Als typischer Korbblütler bietet sie auch für die Insektenwelt einen reich gedeckten Tisch. Was will man mehr? Eine Distel, die nicht sticht und für Mensch und Tier Nahrung im Überfluss bietet. Und den Schrecken verjagt sie obendrein. 😉

Von Engeln den Menschen gebracht, um sie von der Pest zu heilen. Zumindest erzählt das der Volksmund. Um sich vor dem Sc...
24/08/2026

Von Engeln den Menschen gebracht, um sie von der Pest zu heilen. Zumindest erzählt das der Volksmund. Um sich vor dem Schwarzen Tod zu schützen, sollte man die Wurzel kauen oder die Kleidung mit Engelwurzpulver bestäuben. Dabei waren es vermutlich die Wikinger, die die Engelwurz im 10. Jahrhundert aus ihrer nordischen Heimat zu uns brachten. Hier erfreute sich die wunderschöne Heilpflanze bald großer Beliebtheit und wurde in vielen Klostergärten angepflanzt, von wo sie den Sprung über die Klostermauern schaffte und es sich bald in feuchten Wäldern gemütlich machte.
Doch sie galt nicht nur als Allheilmittel gegen jede Form von Krankheit, auch die Abwehr von Dämonen und jeglichem bösen Zauber wurde ihr nachgesagt, wenn man sie nur als Amulett um den Hals trüge. Und so wird sie auch heute noch für Schutzräucherungen genutzt. Ich liebe ihren würzig, aromatischen Duft und lege sie gerne auf die Kohle.
Doch ein anderer Name verrät uns noch eine weitere, äußerst beliebte Anwendung der Waldbewohnerin. Die Geilwurz sollte wieder frischen Wind ins Ehegemach bringen und wurde als Aphrodisiakum von Europa bis in den Himalaya sehr geschätzt.
In meinem Wald wächst die zauberhafte Engelwurz kaum, deshalb war ich sehr begeistert, ihr im Sauerland zu Hauf zu begegnen. Meist hatte sie schon ihre Samen ausgebildet, doch an ein paar letzten Blüten konnte ich mich noch erfreuen. Fast kugelige Blütendolden, die tatsächlich engelsgleich über dem Grün der Blätter schweben. 😉

Wanderer zwischen den Welten, an der Schwelle zwischen Hell und Dunkel, Gut und Böse. Der Schwarzdorn begleitet uns Mens...
17/08/2026

Wanderer zwischen den Welten, an der Schwelle zwischen Hell und Dunkel, Gut und Böse. Der Schwarzdorn begleitet uns Menschen schon seit Jahrtausenden und unser Verhältnis ist recht ambivalent. Mal galt er als Feenbaum, von dem man sich unheimliche Geschichten erzählte. Als Unglücksbaum nutzten die Hexen sein Holz als Wanderstab und durchbohrten Wachsfiguren mit seinen schwarzen Dornen, um Unheil zu verbreiten. In anderen Kulturen galt die Schlehe als freundliche Pflanze, die sogar vor Hexen und bösen Mächten schützt und man nähte Schlehenhölzchen in die Kleidung ein, um vor bösem Zauber gefeit zu sein. Gleiches galt für die Kerne der Schlehe, die man auffädelte und als Schutzamulett trug.
Auch in seinem Äußeren spiegeln sich die zwei Gesichter des Schlehdorns. Im zeitigen Frühling zeigt er sich eingehüllt in unschuldiges Weiß und lässt in uns die Hoffnung auf Licht und Sonne wachsen. Die blauschwarzen Früchte im Spätsommer lassen bereits erahnen, dass er auch eine dunkle Seite hat, die er uns im Winter mit seinem schwarzen Holz, dem oft bizarren Wuchs und den langen Dornen offenbart.
Ob wirklich Zauberwesen im Schwarzdorn wachsen, das musst Du selbst herausfinden. Dass er Lebensraum für etliche Tiere bietet, ist jedoch unbestritten. Doch auch hier liegen Leben und Tod eng beieinander. Über 70 Schmetterlingsarten nutzen den Strauch zur Eiablage und so wird er Kinderstube und Futterpflanze für ihre Raupen. Doch so manches Tier findet hier den Tod. Der Neuntöter nutzt den Schlehdorn als Speisekammer und so findet man manchmal aufgespießte Insekten oder gar Mäuse an seinen Dornen.
Genau diese Ambivalenz macht für mich die besondere Faszination des Schwarzdorns aus. Ganz zu schweigen von seinen schmackhaften Früchten, die, richtig zubereitet, ein echter Genuss sind. 😉

Im antiken Griechenland wurde der Boden bei großen Speisegelagen mit frischer Minze bestreut. Der Duft sollte den Appeti...
10/08/2026

Im antiken Griechenland wurde der Boden bei großen Speisegelagen mit frischer Minze bestreut. Der Duft sollte den Appetit der Gäste anregen. Auch die Tische wurden mit der Minze abgerieben, um durch ihr Aroma die Sinneslust zu steigern. Denn das duftende Kraut galt als Liebespflanze, entstand es doch aus einem Eifersuchtsdrama. Einst begehrte Hades, der Gott der Unterwelt, die schöne Flussnymphe Minthe. Doch der Schwerenöter hatte nicht mit seiner Frau gerechnet. Persephone kam ihm auf die Schliche und rasend vor Eifersucht zerriss sie die Schöne in tausend Stücke, die sich in zarte Pflänzchen verwandelten. Hades versuchte, den Zauber rückgängig zu machen, doch ohne Erfolg. So verlieh er der zarten Pflanze zumindest einen betörenden Duft, den sie bei jeder Berührung verströmte und die Minze war geboren.
Auch mit Hekate, der uralten Göttin der Übergänge und der Magie steht die Minze in enger Verbindung und war Bestandteil vieler Zaubermittel. Doch nicht nur für Liebeszauber wurde sie genutzt, sie galt als mächtige Schutzpflanze und selbst Geldzauber kommen nicht ohne das duftende Kraut aus, das Reichtum anziehen soll.
Es gibt unzählige Arten von Minzen, zumal sie stark zur Bastardisierung neigen und immer wieder neue Kreuzungen entstehen. Zu meinen Lieblingsminzen gehört definitiv die Wasserminze, da sie deutlich milder ist, als einige ihrer Schwestern. Und ich finde, als Bewohnerin der Uferzonen ist sie einfach prädestiniert, um eine Wassernymphe zu repräsentieren. 😉

Das Gewürz des Lebens, direkt von Gott gesandt, so beschrieb Hildegard von Bingen den Galgant. Auch wenn dieser eher aus...
07/08/2026

Das Gewürz des Lebens, direkt von Gott gesandt, so beschrieb Hildegard von Bingen den Galgant. Auch wenn dieser eher aus tropischen Gebieten stammt, so kannte die berühmte Klosterfrau ihn sehr gut, denn die Galgantwurzel wurde bereits im 9. Jahrhundert von Gewürzhändlern nach Europa gebracht. Und auch wenn Hildegard die Heilpflanze nicht entdeckt hat, so zählt der Galgant heute zu den Hildegard-Kräutern, weil sie ihm so einen hohen Stellenwert beimaß. Sie empfahl ihn in erster Linie bei Herzleiden und Magen-Darm-Erkrankungen. Heute spielt der Galgant sogar eine Rolle in der Krebsforschung. So soll er nicht nur das Wachstum der Tumorzellen stoppen, sondern auch die Abwehr der gesunden Zellen stärken.
Doch nicht nur Heilkraft besitzt der Galgant, auch Zauberkraft wurde im nachgesagt. So galt er als hervorragender Liebeszauber, der die Libido steigert. Als ich neulich in unser Tropenhaus kam, umfing mich gleich der unglaubliche Duft der Galgantblüte. Warm und sinnlich hüllte mich der Duft ein und so kann ich mir gut vorstellen, warum er zu Liebeszwecken eingesetzt wurde. Allerdings wurde im Mittelalter ausschließlich die Wurzel genutzt. Der Galgant gehört zu den Ingwergewächsen und besitzt wie dieser ein kräftiges Rhizom, welches getrocknet auch über weite Strecken transportiert werden konnte. Um die Liebeslust zu steigern wurde diese Wurzel verspeist, in Wein gekocht, geräuchert oder einfach auf den Unterleib gelegt. Als Amulett getragen soll er dabei helfen, den gewünschten Partner anzuziehen. Ich sollte nochmal im Tropenhaus vorbeischauen… 😉

Wenn Du dieses Kraut verräucherst, hält es dunklen Zauber und Alpträume von Dir fern. Doch neben Dämonen hält es auch ga...
03/08/2026

Wenn Du dieses Kraut verräucherst, hält es dunklen Zauber und Alpträume von Dir fern. Doch neben Dämonen hält es auch ganz reale Unholde ab, nämlich Flöhe und anderes Ungeziefer, was ihm auch den Namen Großes Flohkraut eingebracht hat. Die auf der Haut zerriebenen Blätter sollen sogar vor Zecken schützen. Leider konnte ich das noch nicht testen, denn das Flohkraut ist bei uns sehr selten und ich habe es bisher nur zweimal an den Ufern der Erft gefunden. Nicht umsonst steht es auf der Roten Liste schon in der Kategorie Vorwarnliste. Deshalb freue ich mich immer besonders, wenn es mir vor die Linse springt, aber sammeln mag ich solch seltenen Pflänzchen eher nicht. Zu übersehen ist es glücklicherweise nicht, dafür sorgen seine strahlenden Blüten, die an kleine Sonnen erinnern. Und allein der Anblick vertreibt bei mir sogleich jeden düsteren Gedanken.
Ein anderer Name verrät seine Verwendung als Heilpflanze, nämlich Ruhrwurz. Diese schwere Durchfallerkrankung war im Mittelalter sehr gefürchtet, konnte sie doch im schlimmsten Fall zum Tode führen. Die antibakterielle und stark adstringierende Wirkung der Ruhrwurz konnte da gute Dienste leisten. Ein Tee kann Dir auch heute noch bei Magenbeschwerden und Krämpfen helfen.
Ökologisch ist das strahlende Kraut nicht minder wertvoll. Über 70 Wildbienenarten profitieren von der Pflanze, durchaus also ein Argument, sich den hübschen Flohfänger in den Garten zu holen. 😉

Möchtest Du unsterblich sein? Ich finde diesen Gedanken gar nicht mal so schön. Ohnehin schon Meisterin der Prokrastinat...
29/07/2026

Möchtest Du unsterblich sein? Ich finde diesen Gedanken gar nicht mal so schön. Ohnehin schon Meisterin der Prokrastination, würde ich dann noch viel öfter denken „morgen ist auch noch ein Tag“…
Sollte es für Dich aber ein verlockender Gedanke sein, dann halte jetzt die Augen nach dem Kraut der Unsterblichkeit auf, den meisten bekannt als Rainfarn. Schon der Göttervater Zeus reichte seinem Geliebten, dem sterblichen Ganymed, einen Trank aus Rainfarn, auf dass er in ewiger Schönheit und Jugend den Göttern als Mundschenk dienen könne. So war der aromatische Korbblütler in früheren Zeiten auch ein Kraut des Übergangs. Oft wurde er in die Leichentücher oder den Sarg gelegt, um die Seele auf ihrem Weg in die nächste Welt zu beschützen. Sicherlich hat auch das starke Aroma geholfen, den Geruch des Verstorbenen zu überdecken. Und am Geruch scheiden sich auch die Geister, die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Ich liebe den kampferartigen, sehr intensiven Duft, doch böse Hexen und Unholde hassen ihn, ebenso wie Mücken und Motten. Ein Sträußchen Rainfarn am Schlafzimmerfenster schützt hervorragend vor unliebsamen Besuchern.
Doch auch wenn der Rainfarn über Jahrhunderte als Heilpflanze geschätzt war, wird er heute als Giftpflanze eingeordnet. Er enthält Thujon, ein Nervengift, welches in höheren Dosen zu Verwirrtheit und Wahnvorstellungen führen kann. Doch wie immer macht die Dosis das Gift und so nutze ich den Rainfarn auch sehr gerne als Räucherkraut, allerdings eher draußen und in gut zu lüftenden Räumen. 😉

Hätte Winnetou Akne gehabt, hätte seine Mutter ihm sicherlich eine Salbe aus den Beeren der Oregon-Traube hergestellt. D...
26/07/2026

Hätte Winnetou Akne gehabt, hätte seine Mutter ihm sicherlich eine Salbe aus den Beeren der Oregon-Traube hergestellt. Denn die Indigenen Nordamerikas, der Heimat dieser fantastischen Heilpflanze, schätzten das Berberitzengewächs wegen seiner vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten sehr. Nicht nur äußerlich bei Hauterkrankungen, der Saft der sauren Beeren hilft innerlich angewendet bei Magenproblemen und Durchfall und kann auch Fieber senken. Auch bei Gicht, Rheuma, Nieren- und Gallenerkrankungen wurde der Halbstrauch eingesetzt, ein echter Tausendsassa. Nun fragst Du Dich sicherlich, wo Du hier diesen Wunderstrauch finden kannst. In vielen Vorgärten, Parks und mittlerweile auch verwildert. Hier ist sie allerdings eher unter dem Namen Mahonie bekannt.
Die Mahonie kam erst im 18. Jahrhundert nach Europa. Zunächst war sie als Zierpflanze in botanischen Gärten zu finden, mittlerweile hat sie aber auch die normalen Gärten erobert. Im zeitigen Frühjahr besticht sie durch ihre strahlend gelben Blüten und derzeit schmückt sie sich mit ihren dunklen Beeren. Diese sind für mich ein absolutes kulinarisches Highlight. Roh genossen sind sie sehr sauer, was ich bekanntlich sehr mag, aber als Gelee verarbeitet sind sie unglaublich fruchtig. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Hollerbeere und schwarzer Johannisbeere. Roh sind die Beeren leicht giftig und können bei übermäßigem Genuss zu leichten Magenbeschwerden führen, gekocht sind sie aber völlig unbedenklich und einfach köstlich. Außerdem enthalten sie richtig viel Vitamin C, also ist das leckere Gelee eine wunderbare Erkältungsmedizin. 😉

Willst Du einmal Zwerge treffen? Dann locke sie mit der Wilden Möhre an, denn diese soll wegen ihres süßlichen Aromas di...
21/07/2026

Willst Du einmal Zwerge treffen? Dann locke sie mit der Wilden Möhre an, denn diese soll wegen ihres süßlichen Aromas die Leibspeise der kleinen Gesellen sein. Und wenn Du Glück hast, hinterlassen Dir die Kerlchen auch noch ein Goldstück aus ihrem reichhaltigen Schatz. Aus diesem Glauben resultiert auch der alte Brauch, eine Wilde Möhre zu Neujahr zu essen, damit der Geldbeutel im neuen Jahr niemals leer wird.
Doch die Mutter aller Möhren steht nicht nur für Reichtum, auch Schutz versprach sie unseren Ahnen. Zum einen wegen ihres stacheligen Stiels, zum anderen aber auch wegen ihrer Eigenart, für ihre Samen ein schützendes Nest zu bilden, in dem die Samenkörner behütet ausreifen können. Und diese Samen haben es durchaus in sich! Während die Wurzel als Aphrodisiakum galt, halfen die Samen uns Frauen dabei, sich vor einer ungewollten Frucht dieser Lust zu schützen. Die verhütende Wirkung der Samen konnte sogar in zwei Studien belegt werden. Wenn die Dosierung eingehalten wird, ist die Zuverlässigkeit erstaunlich hoch. Zufall, dass die Wilde Möhre in vielen Klostergärten angebaut wurde?
Doch die Wilde Möhre kann viel mehr, als nur die Empfängnis verhüten. Sie ist eine geschätzte Heilpflanze und kann bei Magen-Darm- und Lebererkrankungen eingesetzt werden, äußerlich angewendet heilt sie Geschwüre, Brandwunden und Frostbeulen. Auch Husten und Sodbrennen vermag sie zu vertreiben.
Ich nutze die Wilde Möhre gerne zum Räuchern, besonders ihre Samen. Sie ist eine wunderbare Reinigung, fördert unsere Klarheit, unterstützt unsere Kreativität und schafft eine harmonische und heimelige Atmosphäre. Und ein wunderschönes Fotomotiv ist sie außerdem! 😉

Adresse

Dormagen
41540

Webseite

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Die Wilde-Kräuter-Frau erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen