19/06/2026
In den letzten Tagen kam bei mir nochmal das Thema Mutterschaft auf. Zuerst bin ich in die Verbindung zwischen meiner Mutter und mir als Kind gegangen. Danach öffnete sich das Feld meiner eigenen Mutterschaft, und ich ging so die Jahre durch.
Unser Sohn ist nun erwachsen und bereits seit zwei Jahren ausgezogen. Da er schon vorher viel auf Reisen war, verlief die Ablösung recht gemächlich. Und ich glaube, ich habe dieses Loslassen ganz gut gemeistert.
Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, und ich freue mich darüber, ihn auf seinem eigenen Weg zu sehen.
Dann war ich kurz traurig: Das Bemuttern, wie ich es kannte, ist weitgehend abgeschlossen.
Daraufhin öffnete sich plötzlich ein großer Raum und mein kindliches Ich stand vor mir. Und der Impuls kam: Jetzt darf ich mich selbst bemuttern. Diese Fürsorge, dieses Halten, das ich Jahre lang nach Außen gegeben habe, darf jetzt nach Innen fließen.
Zwar hatte ich mich immer bemüht, mich auch gut um mich selbst zu kümmern, aber jetzt fühlt es sich noch einmal ganz anders an.
Vielleicht ist dies eine der Aufgaben der zweiten Lebenshälfte: Wir dürfen uns uns selbst zuwenden und beschenken!
Loslassen bedeutet hier vielleicht nicht nur, unsere Kinder freizugeben, sondern auch bei uns selbst anzukommen.
Wie ergeht es dir mit diesem Thema?
-care