Pferdegestützte Therapie
Allgemeine Informationen:
Aufgrund ihrer Urinstinkte und ihrem sozialen Wesen, werden Pferde schon seit geraumer Zeit zur Unterstützung von Heilungsprozessen verschiedener Krankheiten oder für Menschen in schweren Lebenslagen eingesetzt. Dabei steht eine wesentliche Eigenschaft der Pferde im Vordergrund:
Pferde sind vorurteilsfrei, sie nehmen jeden von uns, so wie wi
r sind. Beim therapeutischen Reiten wird der Mensch ganzheitlich über alle Sinne angesprochen und sowohl körperlich, als auch emotional, geistig und sozial gefördert:
Die Gangart Schritt ähnelt unserer Gehbewegung, dabei kommt es zur Stärkung der Muskulatur, Lösung von Blockaden, Beweglichkeit von Gelenken und Haltungsverbesserung, außerdem werden die Grob – und Feinmotorik trainiert. Pferde haben eine höhere Körpertemperatur als Menschen und geben Wärme ab, die uns nicht nur körperlich, sondern auch auf der Gefühlsebene anspricht. Für Kinder und Jugendliche: „Mein großer starker Freund“:
Kindern fällt es leichter zu Tieren Vertrauen aufzubauen und sich ihnen gegenüber zu öffnen. Hierbei fängt die Pferdetherapie ängstliche oder schüchterne Kinder auf. Die Ängstlichkeit/Schüchternheit kann viele Ursachen haben, sei es aufgrund von Erlebnissen (z.B. Kinder aus Familien mit schwerkrankem Familienmitglied, Verlust eines Familienmitgliedes oder Scheidungskinder) oder einfach wesensbedingt. Das Pferd wird von den Kindern als großer, starker Freund, aber auch als Verbündeter/Beschützer empfunden. Zusätzlich können die Pferde als Vermittler zwischen Familienmitgliedern eingesetzt werden. Schon das Beobachten, sowie jeglicher Umgang mit Pferden fördert die Wahrnehmung und stärkt die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein der Kinder. Das Pflegen eines Pferdes erfordert routinierte Abläufe und Verantwortungsgefühl. Pferde wirken motivierend und regen geistige Aktivitäten an. Bewegung und frische Luft stärken das Immunsystem. Kinder, die noch zu jung für Reitunterricht sind, haben dennoch die Möglichkeit mit einem Pferd zu arbeiten und somit den Wunsch nach Reitunterricht übergangsweise zu erfüllen. Erwachsene:
In der heutigen Zeit kommt es immer häufiger zu den verschiedensten Formen von Belastungen für den Menschen. Diese können im familiären Umfeld liegen, sei es durch Scheidung, schwer kranke Familienmitglieder oder durch den Tod eines geliebten Menschen. Veränderungen im Berufsleben können Stress auslösen oder von außen an den Menschen herangetragen werden (Thema Mobbing). Depressionen, Ängste, mangelndes Selbstwertgefühl oder Frustrationen sind die Folgen. Die Arbeit mit Pferden kann hierbei unterstützend helfen: Verlerntes wird wieder neu gelernt, das Selbstwertgefühl wird aufgebaut, Selbstsicherheit und eine zutreffende Selbsteinschätzung werden wieder gewonnen. Zusätzlich ermöglicht die Arbeit mit Pferden ein Loslassen vom Alltag, man kann sich selber wieder etwas Gutes tun und dabei Ausgeglichenheit, Glück und Freude empfinden. Reiter und alle, die es gerne wären:
Sie können schon reiten, aber hatten einen schlimmen Sturz oder aufgrund anderer Erfahrung Angst wieder ein Pferd zu besteigen– vielleicht sogar auf Ihr eigenes Pferd zu steigen? Mein Therapiepferd Champ und ich helfen Ihnen gerne, in sanften Schritten Vertrauen und Zutrauen aufzubauen, um wieder angstfrei in den Sattel steigen zu können. Sie würden gerne reiten, aber die Angst hält Sie davon ab? Hier helfe ich Ihnen gerne Stück für Stück Angst abzubauen und Vertrauen zu sich und dem Pferd aufzubauen, bis Sie bereit für Reitunterricht sind.
Ältere Menschen:
Oft treten bei älteren Menschen Gedanken auf, wie: „Das kann ich nicht mehr, dafür bin ich zu alt, das sollen mal die Jungen machen …“ . Versteckte Gefühle wie Nutzlosigkeit, Einsamkeit, nichts mehr zu können uvm. machen sich breit. Vielleicht kommt es sogar zum sozialen Rückzug. Mit der pferdegestützten Therapie können wir Menschen motivieren, geistige Aktivität fördern, den Körper fit halten und der Seele etwas Gutes tun. Es wächst die Bereitschaft Neues zu lernen und zu erleben. Sie bekommen eine Aufgabe und werden gebraucht, Sie werden entdecken zu was sie noch alles in der Lage sind. Durch Pferde lernen sie Kontakte zu knüpfen. Um den Auf- und Abstieg zu erleichtern, gibt es eine speziell angefertigte Aufsteighilfe. Selbst wenn man nicht unbedingt reiten möchte, aber dennoch den Kontakt zu diesen wunderbaren Tieren wünscht, ist das eine gute Alternative. Menschen mit besonderen Bedürfnissen:
Selbstverständlich biete ich mein Programm auch für geistig oder geringfügig körperlich behinderte Menschen an. Auch hier arbeite ich ressourcenorientiert, mehr Inhalte finden Sie unter den Stichpunkten „Für Kinder und Jugendliche“ und „Ältere Menschen“.
Über mein Therapiepferd und mich:
Mein 8- jähriger Irish Tinker namens „Champ“ und ich sind seit 5 1/2 Jahren ein eingespieltes Team. Er ist nicht sehr groß und zeichnet sich durch ein sehr ruhiges, geduldiges und ausgeglichenes Wesen aus. Egal ob Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder ältere Menschen, Champ ist stets kontaktfreudig und liebevoll im Umgang mit allen. Täglich darf er in seiner Freizeit mit seiner Herde einen großen Auslauf genießen und nach Herzenslust Toben und spielen oder sich den “Magen voll schlagen“. Ich selbst bin seit 1993 im medizinischen Bereich tätig und habe viel Freude am Umgang mit Menschen jeglicher Altersklasse. Daher bin ich sehr glücklich, durch meine Zusatzausbildung zur Reittherapeutin (Plennschützer Institut für Reiten und Therapie) auf besondere Weise Hobby und Beruf miteinander verbinden zu können. Durch meine jahrelangen Erfahrungen mit Pferden kann ich mein Wissen professionell an andere Menschen weiter geben. Meine Arbeit:
Pferdegestützte Therapie findet auf dem Pferderücken und am Boden statt. Angstabbau, Vertrauensaufbau, Selbstsicherheitstraining, deutliche Körpersprache, klare eindeutige Ansagen - (ein Pferd kennt nur ja oder nein, ein vielleicht gibt es nicht!)- werden in verschiedenen Trainingsmethoden am Boden durchgeführt. Wir lernen gemeinsam Pferde zu lesen und zu verstehen, beobachten das Herdenverhalten und analysieren. Dadurch werden unsere Sinne geschärft, die Reaktionsfähigkeit verbessert und wir werden eindeutiger in unserem Tun und Handeln. Wir lernen Überwindung und erfahren Erfolg. Jeder Mensch wird ressourcenorientiert behandelt und im schrittweisen Aufbau gefördert. Manchmal ist es erforderlich Familienmitglieder nicht mit in die Reittherapie einzubeziehen. Bitte haben Sie dafür Verständnis. Oft kann jedoch die Einbeziehung Angehöriger oder Bezugspersonen förderlich wirken. Im Vordergrund stehen immer Bewegung an der frischen Luft, körperliches und geistiges Wohlbefinden, viel Freude am Erfolg und Spaß für Alt und Jung. Danksagung:
Vor vielen Jahren ereilte mich ein schwerer Schicksalsschlag. Viele „Pferde- und nicht Pferdemenschen“ standen mir mit Rat, Tat und finanzieller Unterstützung hilfreich zur Seite. Unter anderem ermöglichten sie mir, mein damaliges Pferd noch eine geraume Zeit behalten zu können, was für mich ganz wichtig war, um diese schwere Zeit durchstehen zu können. Ich bin überzeugt, dass dieser Lebensabschnitt ein ganz wichtiger Punkt war, mich für die Ausbildung zur Reittherapeutin zu entscheiden. Nun möchte ich mit der Unterstützung meines Therapiepferdes anderen Menschen helfen. Vielen Dank auch all jenen, die mich beim Aufbau der pferdegestützten Therapie unterstützt und begleitet haben. Habe ich nun Ihr Interesse geweckt? Dann kontaktieren Sie mich einfach über facebook und probieren eine Schnupperstunde bei mir aus! Champ und ich würden uns sehr freuen, Sie kennen zu lernen. Ihre Ulrike Tremba
Noch eine Anmerkung: Filme und Fotos wurden mit Freunden und Bekannten nachgestellt, um die Immunität meiner Klienten zu schützen.