Systemische Therapie Claudia Vieth-Wolfsteiner

Systemische Therapie               Claudia Vieth-Wolfsteiner Systemische Therapeutin | Empathisch. Lösungsorientiert. Auf Augenhöhe.

„Red mal mit ihm, auf dich hört er bestimmt."Das höre ich oft von verzweifelten Klienten. Dabei ist es manchmal das Kind...
24/06/2026

„Red mal mit ihm, auf dich hört er bestimmt."
Das höre ich oft von verzweifelten Klienten. Dabei ist es manchmal das Kind, der Mann, die Mutter.

So was mache ich aber nicht.

Über jemanden, der nicht dabei ist, urteile ich nicht. Wer nicht vor mir sitzt, kann sich nicht erklären, und ich kenne ohnehin nur die eine Hälfte der Geschichte. Deine. Davon abgesehen würde es Dir am Ende nichts bringen. Stell ich mich auf Deine Seite, bin ich nur eine Stimme mehr in einem Streit, den Ihr beide auswendig kennt. Zwei gegen einen, da hast Du kurz Ruhe. Geändert hat sich nichts.

Ich schaue stattdessen zusammen mit Dir auf Dich und auf den kleinen Teil, den Du selbst in der Hand hast. Mit Schuld hat das nichts zu tun. Du bist einfach der Mensch, der bei mir im Raum sitzt, und damit der Einzige, bei dem sich überhaupt was bewegen lässt.

Du kommst mit der Frage rein, wie Du den anderen endlich zur Vernunft bringst. Und irgendwann sitzt Du da und fragst Dich etwas völlig anderes. Nämlich, was zwischen Euch eigentlich läuft.

Vielleicht hast Du beim Lesen gespürt, dass Du Dir genau das von mir gewünscht hast. Dass ich Dir recht gebe und mich neben Dich stelle. Das ist in Ordnung. Bei den allermeisten fängt es genau da an.
Du kennst diesen Satz, über wen auch immer? Dann ruf an oder buch Dir ein erstes Telefonat über kurswechsel.info. Kostet nichts, dauert keine halbe Stunde. Danach weißt Du, ob es zwischen uns passt.



𝗖𝗹𝗮𝘂𝗱𝗶𝗮 𝗩𝗶𝗲𝘁𝗵-𝗪𝗼𝗹𝗳𝘀𝘁𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 – Systemische Therapie & Beratung
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Irgendwer muss ja schließlich schuld sein, oder?In vielen Familien fällt diese Aufgabe früh an jemanden — an das Kind, d...
21/06/2026

Irgendwer muss ja schließlich schuld sein, oder?

In vielen Familien fällt diese Aufgabe früh an jemanden — an das Kind, das anders ist. Ein wenig widerspenstiger, wilder, unkontrollierbarer. Das nicht bedingungslos den Anweisungen folgt. Zu viele Fragen stellt. Nicht akzeptiert.

Auf dieses Kind zeigt man, wenn etwas nicht stimmt.

Der Sündenbock lenkt ab.

Solange alle auf ihn schauen, muss niemand hinschauen, was wirklich nicht stimmt.

Die Eltern, die sich seit Jahren nur noch anschweigen. Der Vater, der jeden Abend kifft und morgens so tut als wäre nichts. Die Mutter, die funktioniert und funktioniert und innerlich längst weg ist. Die Spannung beim Abendessen, die keiner benennt. Das Thema, über das nie geredet wird. Die Trauer, die niemand zeigen darf.

All das muss irgendwo hin.
Und dann ist da dieses Kind. Das aufmuckt. Das fragt. Das aus der Reihe tanzt. Das unbequem ist. Das stört.

Plötzlich ist das das Thema. Nicht die Ehe. Nicht das Kiffen. Nicht die Erschöpfung. Das Kind.
Alle sind sich einig. Endlich mal.

Und das Kind? Das lernt, dass es das Problem ist. Trägt das ein Leben lang. Sucht in jeder neuen Beziehung nach dem Beweis, dass es stimmt.
Erstgespräch kostenlos. 20 Minuten am Telefon, ohne Akte, ohne Verpflichtung.
kurswechsel.info

Danke und Grüße an Verena vom Schlossbauer Juval für das Motiv des Sündenbocks 🐐

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19/06/2026

„Du bist ein Sensibelchen."

„Reiß dich zusammen."

„So wird nie was aus dir."

Diese Sätze klingen vertraut. Weil sie das sind.

Sie gehören Dir nicht. Sie wurden Dir gegeben — von Menschen, die sie selbst bekommen haben. Von ihren Eltern. Von ihren Lehrern. Von den Stimmen in ihrem eigenen Kopf.

Es war nicht die Wahrheit. Es war höchstens ihre Wahrheit. Und jetzt läuft sie in Dir weiter — automatisch, ungefragt, als wäre sie Deine eigene.

Prüf mal: Würdest Du einem Menschen heute vertrauen, der so mit Dir spricht?
Den Kreislauf zu durchbrechen beginnt nicht damit, die Stimmen zum Schweigen zu bringen. Es beginnt damit, ihnen einfach mal nicht zuzuhören.

Hör nur auf Stimmen von Menschen, bei denen Du Dir auch wirklich Rat holen würdest.

Wenn Du spürst, dass diese Stimmen Dein Leben noch immer mitbestimmen — buch Dir ein kostenloses Erstgespräch unter kurswechsel.info.

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„Sei nicht so empfindlich." „Was sollen die Leute denken." „Jetzt hab dich nicht so."Solche Sätze sieht man später niema...
09/06/2026

„Sei nicht so empfindlich." „Was sollen die Leute denken." „Jetzt hab dich nicht so."

Solche Sätze sieht man später niemandem an. Was bleibt, ist eine Stimme im Kopf, die weiterredet – auch wenn längst niemand mehr danebensteht.

Klaus Grawe, einer der einflussreichsten Psychotherapieforscher im deutschsprachigen Raum, zählt den Selbstwert zu unseren vier psychischen Grundbedürfnissen – so grundlegend wie das Bedürfnis nach Bindung. Wird er früh und oft verletzt, sitzt das tief. Und es zeigt sich später genau in den Sätzen, die Du Dir selbst sagst.

Schuld ist ein Begriff aus dem Gerichtssaal. Im Beratungsraum hält er nur fest. Mich interessiert etwas anderes: woher diese Stimme kommt – und was passiert, wenn Du anfängst, ihr zu widersprechen.
Wenn Du Dich selbst fertigmachst für Dinge, die ein Außenstehender kaum bemerken würde: Buch Dir ein kostenloses Erstgespräch unter kurswechsel.info.

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04/06/2026

Du bist die, die schon den Termin gemacht hat, bevor der andere gemerkt hat, dass er einen braucht. Die mitdenkt, wenn alle vergessen. Die einspringt, bevor jemand fragt.
Und Du nennst das Fürsorge.
Schau mal genauer hin. Jedes Mal, wenn Du für jemanden übernimmst, was er selbst könnte, sagst Du ihm leise: Du schaffst das nicht allein. Du meinst es liebevoll. Beim anderen kommt an: Ohne sie bin ich aufgeschmissen.
Je mehr Du rettest, desto hilfloser bleibt er. Und desto unverzichtbarer wirst Du. Das fühlt sich nach Liebe an und hält beide fest – ihn in der Hilflosigkeit, Dich in der Erschöpfung.
Das Unbequeme: Oft hat Dein Einspringen weniger mit ihm zu tun als mit Dir. Solange Du machst, musst Du nicht fühlen, wie es Dir selbst geht.
Speicher Dir das für das nächste Mal, wenn Du wieder einspringst, bevor jemand überhaupt gefragt hat.
Und wenn Du merkst, dass Du da allein nicht rauskommst: Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir, was Dein Einspringen eigentlich hält. kurswechsel.info

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Drei Rollen, die in fast jedem Konflikt verteilt sind. Du hast eine davon. Auch wenn du es gerade nicht siehst.Das Opfer...
29/05/2026

Drei Rollen, die in fast jedem Konflikt verteilt sind. Du hast eine davon. Auch wenn du es gerade nicht siehst.
Das Opfer leidet. Der Täter ist schuld. Der Retter hilft. So weit, so klar.
Was die allermeisten nicht sehen: keine dieser Rollen ist neutral. Jede hält das System aufrecht. Auch der Retter. Auch das Opfer.
Und es kommt noch eins dazu: die Rollen wechseln. Aus dem Retter, der ständig gibt, wird irgendwann das erschöpfte Opfer – "Ich tue alles, und niemand sieht es." Aus dem Opfer wird oft selbst der Täter – "Schau, was du angerichtet hast." Aus dem Täter wird der Retter, sobald sich jemand mit ihm verbündet.
Das Dreieck dreht sich. Und solange es sich dreht, spielt jeder mit.
Im nächsten Reel gehe ich genauer darauf ein, warum gerade das Opfer in dieser Konstellation oft die mächtigste Rolle hält.
Wenn du dich in einer dieser Rollen wiedererkennst – schreib mir. Erstgespräch kostenfrei → kurswechsel.info

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Es klingt einfach: Auf Strafen verzichten, damit das Kind die Wahrheit sagt. Die allermeisten Eltern würden das sofort u...
23/05/2026

Es klingt einfach: Auf Strafen verzichten, damit das Kind die Wahrheit sagt. Die allermeisten Eltern würden das sofort unterschreiben.
Bis zur zweiten Frage.
Wahrheit hören und Wahrheit aushalten sind zwei verschiedene Sachen. Genau dort steigen die allermeisten aus — beim Kiff-Geständnis, bei der heimlichen Beziehung, bei der Note, bei der Lüge vom Wochenende. Die Reaktion kommt schneller als der Atemzug. Und das Kind weiß ab da: Wahrheit lohnt sich nicht.
Was dann passiert: Das Kind behält die Sache für sich. Geht allein damit um. Auch wenn's gefährlich wird, kommt es damit nicht mehr zu dir. Und rutscht im Zweifel tiefer rein, als es eigentlich wollte.
Aushalten und Gutheißen sind zwei verschiedene Dinge. Aushalten heißt zuhören, ohne sofort zu reagieren. Du bleibst der Mensch, dem dein Kind etwas sagen kann.
Welche Antwort hast du auf die zweite Frage? Schreib's gern in die Kommentare. Und wenn du gerade merkst, dass dein Teenager nicht mehr mit dir redet — kostenfreies Erstgespräch unter kurswechsel.info.

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21/05/2026

Meine Tochter. Hat sich heute aus dem Pizzablech die Mitte rausgepickt. Den Rand lässt sie liegen.
Sie weiß ziemlich genau, was sie nicht will.
Bei den allermeisten von uns hat das irgendwer überschrieben. Mit Sätzen wie stell dich nicht so an, sei nicht so empfindlich, das ist doch nicht schlimm. Und vor allem: das macht man doch nicht.
Und irgendwann hat man vergessen, wie sich das eigene Nein anfühlt.
Ich habe lange Dinge automatisch gemacht. Bis ich irgendwann eine Abneigung gespürt habe. Aha-Moment. Manches kann ich nicht wegmachen. Ich darf es mir aber so schön wie möglich machen. Ich muss da nicht durch.
Genau diese Klarheit suchen Erwachsene wieder, wenn sie zu mir in die Praxis kommen.
Was ist deine Mitte, die du gerade nicht wählst?
Um wessen Erlaubnis geht es hier eigentlich?
Frag dich mal, wie schön die Welt wäre, wenn du dir erlauben würdest, die Mitte zu wählen.
Wenn du gerade an diesem Punkt stehst — nächste Woche habe ich noch zwei Slots. Erstes Gespräch kostet nichts.

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