29/05/2026
Wenn die Trauer eine Bühne bekommt
Gestern Abend ging im hier in Freiberg die letzte Vorstellung von „Marianengraben“ zu Ende. Ich bin heute noch ganz erfüllt und unendlich dankbar, dass dieses sensible und oft so verdrängte Thema auf diese Art und Weise Raum bekommen hat.
Auf der Bühne begegnen sich zwei Menschen im tiefsten Schmerz: Paula, die ihren kleinen Bruder verloren hat, und Helmut, der um seine Frau trauert. Gefangen in ihrer Trauer brechen die beiden zu einem ungeplanten, fast absurd-berührenden Roadtrip auf. Eine Reise, die zeigt, dass man selbst im größten Verlust wieder Licht, Leben und Verbindung finden kann.
Es erfordert Mut und viel Fingerspitzengefühl zu zeigen, dass Trauer eben kein starres Verharren sein muss, sondern ein unvorhersehbarer, chaotischer und manchmal eben auch zutiefst lebendiger Weg ist.
Genau dieses facettenreiche Bild von Trauer ist es, was mir auch in meiner täglichen Arbeit so sehr am Herzen liegt: Trauer darf alle Farben haben. Sie darf leise sein, aber sie darf auch laut sein, wütend, suchend und voller Leben.
Ein großes Danke an das gesamte Ensemble für diese kraftvollen Bilder, die noch lange in mir nachwirken werden. Solche Kulturarbeit ist unendlich wertvoll für uns alle hier.
Wenn auch du gerade auf deinem ganz eigenen, chaotischen Trauerweg bist und dir jemanden wünschst, der diesen Raum mit dir hält, in deiner Zeit: Ich bin da. Auf meiner Website www.begleitung-sinnlicht.de findest du alle Infos zu meiner Arbeit. Du musst diesen Weg nicht allein gehen.