Mein PET Vital - wie bleibt mein Haustier gesund?

Mein PET Vital - wie bleibt mein Haustier gesund? Es gibt einen Weg zu einem gesunden Hund und einer gesunden Katze.

12/06/2026

Warnsignale, mit denen dein Hund dir sagt: "Hilfe, mein Magen brennt wie Feuer!"

1. Gras fressen
Wenn dein Hund regelmäßig und zielstrebig zur nächsten Grasfläche läuft, besonders morgens oder nach dem Fressen. Es ist ein Hilfeschrei des Magens. Gras regt den Würgreflex an und aufsteigagensäure loszuwerden. Es ist ein Schutzmechanismus des Körpers.

2. Schleimiges Erbrechen
Der gelblich-weiße Schleim, den dein Hund hochwürgt, ist aufgestiegene Magensäure gemischt mit Gallenflüssigkeit.
Der Magen ist leer, aber die Säureproduktion läuft weiter. Das passiert, weil der Schließmuskel am Mageneingang geschwächt ist und die Säure nicht mehr zuverlässig zurückhält.

3. Pfotenlecken (wird am häufigsten übersehen)
Chronischer Säurereflux belastet nicht nur den Magen-Darm-Trakt. Er kann über Stoffwechselprozesse auch die Haut übersäuern und zu anhaltendem Juckreiz führen, besonders an den Pfoten. Es ist kein Tick und kein Stress, dein Hund versucht die Reizung zu lindern.

4. Möbel und Boden ablecken
Dein Hund versucht er reflexartig, sauren Aufstoßer im Maul zu neutralisieren. Ähnlich wie ein Mensch, der nach saurem Aufstoßen automatisch schluckt.

5. Leerschlucken und Schmatzen
Häufiges Schlucken ohne Futter im Maul, übermäßiges Speicheln oder lautes Schmatzen. Der Hund versucht, aufgestiegene Säure zurückzuschlucken und die gereizten Schleimhäute in Maul und Rachen zu benetzen.
Der Körper produziert dabei vermehrt Speichel, weil Speichel leicht basisch ist und die Säure im Rachen neutralisieren soll. Besonders nachts oder in den frühen Morgenstunden, wenn der Magen leer ist, ist dieses Verhalten ein klares Zeichen.

6. Kotfressen
Eines der meistmissverstandenen Verhaltensweisen überhaupt. Ein dauerhaft übersäuerter und entzündeter Magen verarbeitet Nahrung deutlich schlechter: Verdauungsenzyme werden unzureichend produziert, wichtige Nährstoffe werden nicht vollständig aufgenommen. Der Körper erkennt diesen Mangel und sucht instinktiv nach einer Quelle, in der noch unverdaute Nährstoffe und Enzyme enthalten sein könnten.

7. Juckreiz ohne Allergie-Befund
Wenn Säure dauerhaft durch den Körper zirkuliert und die Darmschleimhaut chronisch gereizt ist, kann das die Barrierefunktion der Haut beeinträchtigen. Entzündungsreaktionen entstehen, die sich äußerlich wie eine Allergie anfühlen. Rötungen, Kratzen, Schütteln, übermäßiges Belecken bestimmter Körperstellen. Weil die Ursache nicht sichtbar ist, werden viele dieser Hunde jahrelang mit Antihistaminika oder Ausschlussdiäten behandelt, ohne dass sich dauerhaft etwas verbessert. Erst wenn das Sodbrennen unterbunden und die Magenschleimhaut regeneriert wird, klingen auch die Hautsymptome ab.

Die eigentliche Ursache: Gastritis und entzündete Magenschleimhaut. Diese Schleimhaut ist normalerweise das Schutzschild des Magens. Sie verhindert, dass die Säure das Magengewebe selbst angreift. Wird sie dünn, rissig und entzündet, spricht man von Gastritis.
Hinter all diesen Signale steckt dasselbe Grundproblem. Wenn der Magen dauerhaft übersäuert ist, greift die Magensäure die schützende Schleimhaut an. Die Folgen sind weitreichend: Der Schließmuskel am Mageneingang verliert seinen Tonus, Säure steigt in Speiseröhre und Rachen auf. Die Verdauung wird ineffizienter, Nährstoffaufnahme leidet.
Der Körper gerät in einen Teufelskreis aus Übersäuerung, Schleimhautschäden und weiterer Reizung. Und die Symptome werden nicht besser, sondern chronisch, bis das Grundproblem behandelt wird.

Warum die meisten Lösungen nicht funktionieren
Hausmittel wie Heilerde, Joghurt oder Karotten binden kurzfristig Säure und können akute Beschwerden lindern. Aber die gerissene, entzündete Schleimhaut bleibt vollständig unberührt. Sobald die Wirkung nachlässt, greift die Säure wieder an. Das Problem kehrt zurück, oft schlimmer als zuvor.

Säureblocker wie Omeprazol unterdrücken die Säureproduktion chemisch. Das verschafft kurzfristig Erleichterung, hat aber einen entscheidenden Haken: Magensäure ist für die Verdauung lebensnotwendig. Ohne ausreichend Säure kann der Hund Proteine, Mineralstoffe und Vitamine nicht mehr richtig aufnehmen. Zudem produziert der Körper nach Absetzen meist noch mehr Magensäure als zuvor.

Ein Futterwechsel allein ist richtig und wichtig, aber nicht nur immer ausreichend. Er reduziert den Auslöser, adressiert aber nicht den bereits entstandenen Schaden. Eine entzündete, durchlässige Schleimhaut braucht aktiven Wiederaufbau. Nicht nur weniger Angriff.

06/06/2026

Wie es der Zufall manchmal so will, kam ich kürzlich in einem Gespräch auf das Thema Analdrüsen beim Hund zu sprechen.

Für viele Hunde ist dies eine unangenehme und oftmals wiederkehrende Problematik. Typische Anzeichen sind ein intensiver, unangenehm fischiger Geruch, Schwellungen im Bereich des Afters sowie Schmerzen beim Kotabsatz. Viele Hunde zeigen zudem das sogenannte „Schlittenfahren“, lecken vermehrt am Hinterteil oder wirken insgesamt unruhig.

Besonders belastend ist, dass die Beschwerden häufig trotz regelmäßigen Ausdrückens der Analdrüsen immer wieder auftreten. Für den Hund bedeutet das nicht nur wiederkehrende Schmerzen und Unwohlsein, sondern langfristig auch ein erhöhtes Risiko für Entzündungen, Abszesse oder andere Komplikationen.

Das Ausdrücken der Analdrüsen behandelt oft lediglich die Symptome. Deshalb lohnt es sich, nach den möglichen Ursachen zu suchen und den Hund ganzheitlich zu betrachten. Häufig spielen Faktoren wie die Ernährung, die Kotbeschaffenheit, die Darmgesundheit oder auch chronische Entzündungsprozesse eine wichtige Rolle.

Denn nur wenn die Ursache erkannt und gezielt angegangen wird, lässt sich der Kreislauf aus wiederkehrenden Beschwerden langfristig durchbrechen.

Wie so oft spielt auch bei Analdrüsenproblemen die Ernährung eine entscheidende Rolle. Eine ausgewogene Ernährung sollte reich an hochwertigen Proteinen, wertvollen Omega-3-Fettsäuren und ausreichend Ballaststoffen sein. Ebenso wichtig ist eine gute Flüssigkeitsversorgung, da diese die Verdauung und die Kotbeschaffenheit positiv beeinflusst.

Besonders bei Hunden mit wiederkehrenden Analdrüsenproblemen kann eine ballaststoffreiche Ernährung hilfreich sein. Ballaststoffe fördern eine feste, gut geformte Kotkonsistenz. Beim Kotabsatz entsteht dadurch ein natürlicher Druck auf die Analdrüsen, was deren regelmäßige Entleerung unterstützen kann.

Ein Rohfaseranteil von etwa 3 % bis 6 % im Futter wird häufig als sinnvoll angesehen, um die Darmfunktion zu unterstützen und die Kotqualität zu verbessern. Eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit sollte nicht unterschätzt werden. Nassfutter oder eine generell feuchtigkeitsreiche Ernährung können dazu beitragen, die Verdauung optimal zu unterstützen. Entscheidend ist jedoch immer die individuelle Verträglichkeit und die Gesamtausgewogenheit der Fütterung.

Bei wiederkehrenden Analdrüsenproblemen lohnt es sich daher, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern auch die Ernährung und die Darmgesundheit genauer unter die Lupe zu nehmen. Häufig lassen sich hier wichtige Ansatzpunkte finden, um die Beschwerden langfristig zu verbessern.

Tipp: Wenn die Analdrüsen deines Hundes regelmäßig Probleme bereiten, kann eine individuelle Überprüfung der Fütterung oft wertvolle Hinweise liefern. Denn eine gesunde Verdauung beginnt im Napf. 🐾

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Warum verstehen so manche Tierbesitzer nicht, dass zu einer erfolgreichen Leaky Gut Therapie vor allem das gesunde Mikrobiom gehört.
Ich biete Euch nicht nur die Ursache für Beschwerden Eures Tieres zu finden, erarbeite aber auch Therapie Pläne, begleite Euch bei Durchsetzung (aber nur, wenn man meinen Anweisungen folgt) und Weise ausdrücklich auf richtige Fütterung drauf. Gesunde Ernährung ist die Basis, es liefert dem Körper die Bakterienstämme, die dauerhaft benötigt werden. Eine einmalige Zugabe von Probiotikum, bei falscher Ernährung, macht einfach kein Sinn. Die gesunden Bakterien vermehren sich nicht von alleine und werden oft durch falsche Fütterung einfach verdrängt. So kommen die Symptome, die wir eigentlich behandelt haben nach nicht all zu langer Zeit wieder.
Kein Erfolg!
Bei Immunsystem geht es nicht um Behandlung der Symptome (wie beim Tierarzt) sondern um langfristigen Erfolg einen gut funktionierenden Immunsystem (das Immunsystem liegt im Darm).

Also:
Futterumstellung auf gesunde Ernährung
Therapie

Bei gut funktionierenden Immunsystem und gesundem Mikrobiom entstehen viele Beschwerden erst gar nicht (wiederkehrende Ohren Entzündungen, Allergie, Juckreiz, Durchfall...)

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