04/09/2026
Menschen, die im Berufsleben stehen, brauchen einen souveränen Umgang mit ihrem Diabetes mellitus. Und eine Umgebung, die diesen Begleiter weder aufbauscht noch in Schubladen steckt. Dazu dient die Kampagne von diabetesDE
Wir hoffen, dass diese Kampagne viele Menschen erreicht und zugleich dazu beiträgt, zu erkennen, wie schwerwiegend die Folgeerkrankungen sein können.
Eine chronische Wunde am Fuß zum Beispiel kann im Erwerbsleben enorme Auswirkungen haben. Das zeigen einige Beispiele aus anonymisierten Interviews, die wir mit unseren Patientinnen und Patienten geführt haben. Hier ihre Erfahrungen:
Patient, Ende 40, hatte erst mit dem Fußulkus von seinem Diabetes mellitus erfahren. In der Phase mit Sepsis:
„Ich hatte in diesen Tagen große Sorge, ob die Teilamputation ausreichen würde, die Blutvergiftung aufzuhalten. Ich sorgte mich auch um die Situation im Unternehmen, in dem ich als Mitinhaber in Verantwortung stehe.“
Patient, 64 Jahre alt, im Außendienst; nach der Teilamputation eines Zehs:
„Beruflich bin ich drei Monate ausgefallen. Danach erhielt ich für meinen linken Fuß einen orthopädischen Schuh. Er sorgt für die Druckentlastung und ermöglicht mir, weiterhin Auto zu fahren und links zu kuppeln. Das ist für meine Berufstätigkeit im Außendienst wichtig. Zwar könnte ich privat an meinem Wohnort öffentliche Verkehrsmittel nutzen, für meine Arbeitseinsätze aber nicht.“
Patient, Ende 50, arbeitet in einem handwerklichen Beruf. Die Situation nach zwei Teilamputationen:
„Neben den gesundheitlichen Sorgen sind nun auch die finanziellen groß. Das Krankengeld ist ausgelaufen und die Entscheidungen zu verschiedenen Anträgen liegen noch nicht vor. Derzeit habe ich auf dieser Seite also einen Stillstand, der meine Existenz gefährdet.“
Alle Patientenberichte via Link im Kommentar.