20/07/2026
Vielleicht kennst Du das.
Du sitzt zuhause und es geht Dir einfach nicht gut. Diese Leere im Bauch, diese Sinnlosigkeit, die sich einschleicht.
Wut, Trauer, Hoffnungslosigkeit, irgendwie alles gleichzeitig.
Und trotzdem stehst Du auf und machst Dich fertig fuer die Arbeit. Los, los.
Du weisst genau, was gleich passiert.
Sobald die Haustuer zufaellt, wechselst Du die Rolle. Niemand darf sehen, wie schlecht es Dir gerade wirklich geht.
Alle kennen nur die nette Kollegin. Die, die alles uebernimmt. Die immer Zeit hat, zuhoert, funktioniert.
Was Du selbst brauchst, weisst Du nicht mal in Worten zu sagen. Fragt Dich ja auch keiner. Wie geht es Dir wirklich, was wuenschst Du Dir vom Leben, das fragt niemand.
Also vergeht ein Tag nach dem anderen.
Und ehrlich, selbst wenn Dich einer fragen wuerde:
Ich glaub, Du wuesstest grad gar keine Antwort. Nicht weil Du zu kaputt bist zum Nachdenken.
Sondern weil Du es einfach verlernt hast, bei Dir selbst nachzuschauen. Du warst so lange im Aussen unterwegs, dass Dir gar nicht mehr klar ist, was Dir eigentlich guttun wuerde.
Du merkst nur: Irgendwas muss sich aendern.
Was genau, keine Ahnung.
Ist auch okay so. Das ist schon der ehrliche Anfang. Nicht die fertige Antwort, sondern dass Du die Frage ueberhaupt zulaesst.
Vielleicht heisst Veraenderung erstmal, dass Du einen Moment aushaeltst, in dem Du fuer niemanden was tust. Eine kleine Grenze setzt.
Ein Thema anguckst, das Du sonst wegschiebst. Nicht loesen. Nur mal hinschauen.
Geht Dir das manchmal auch so, dass Du nicht mal weisst, was Du Dir wuenschst?
Schreib’s mir gern
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