19/11/2025
Hier hatte ich meine erste Massage seit sieben Jahren. Seit sieben Jahren, seit ich schwanger war, hatte ich keinen einzigen Moment, in dem jemand mal meine Schultern gehalten hat. Ich bin Mama von zwei Kindern. Ich lebe so, dass es keinerlei Unterstützung von Familie oder Freunden gibt. Und ich habe mich bewusst entschieden, meine Kinder schul und kindergartenfrei zu begleiten. Ich weiß genau, wie es ist, wenn man sich als Mama einfach vergisst. Wenn man nach x schlaflosen Nächten gar keine Option hat, irgendwann eine Pause zu machen, weil die Kinder da sind, weil sie etwas brauchen, weil sie krank sind. Da gibt es nicht die Option aufzugeben oder zu sagen, ich nehme mir jetzt Ruhe. Du machst einfach weiter. Und ich weiß, wie das ist. Ich weiß, welche Herausforderungen man hat. Und ganz oft ist es einfach utopisch, wenn jemand sagt, kümmere dich um dich selber.
Jetzt, nach sieben Jahren, habe ich mir zum ersten Mal wieder eine Massage gegönnt. Und ich merke, es ist absolut an der Zeit, dass ich mich wieder mehr um mich kümmere. Ich habe früher so vielen Müttern und Eltern gesagt, wie wichtig es ist, sich Inseln zu schaffen. Und das stimmt auch absolut. Nur manchmal sieht die Realität anders aus. Wenn du alleinerziehend bist. Oder wenn dein Partner einfach nicht da ist. Oder wenn dein Partner aus bestimmten Gründen wirklich nicht unterstützen kann. Wenn er nicht will, ist das ein anderes Thema. Aber wenn er nicht kann, dann weißt du, wie es ist, diese Dinge zwar wahr zu wissen und gleichzeitig zu spüren, wie herausfordernd sie umzusetzen sind.
Vor allem, wenn du keinerlei Unterstützung hast. Wenn du seit Wochen oder Monaten oder Jahren unter Schlafentzug stehst. Wenn du, so wie ich, lange stillst und deine Hormone dadurch komplett anders ticken. Dann sind manche Dinge, von denen man weiß, dass sie gut und richtig sind, einfach unfassbar schwer umzusetzen.
Ich habe in diesen sieben Jahren immer wieder kleine Inseln geschaffen. Vor allem meine Arbeit hat mir unglaublich viel Kraft gegeben, weil ich dann komplett in der Anbindung bin und voll mit göttlicher Energie aufgefüllt werde. Das Meer hat mir Kraft gegeben. Die Natur hat mich gehalten. Dort kamen die Kinder zur Ruhe und ich auch. Und jetzt ist der Moment, an dem ich merke, dass es Zeit ist, mich wirklich um mich zu kümmern. Je mehr ich dieser Herzensentscheidung des Auswanderns folge, desto mehr Möglichkeiten zeigen sich, mir selbst etwas Gutes zu tun. Und dadurch natürlich auch meinen Kindern und meiner Familie. Denn wenn ich innerlich leer bin, wie soll ich dann geben. Und gleichzeitig schaffen wir Mütter es trotzdem immer wieder. Vielleicht nicht so, wie wir es gern hätten, aber wir schaffen es. Weil wir irgendwo eine innere göttliche Kraft anzapfen, die uns trägt. Ich glaube, dass wir Mütter automatisch eine Anbindung haben, die uns Kraft gibt, unseren Weg zu gehen.
Wir könnten jetzt lange darüber sprechen, dass es früher nie so gedacht war, dass eine Mutter allein ihre Kinder großzieht. Oder dass eine Mutter und ein Vater alleine alles tragen. Es gab immer ein Umfeld, das mitschaute. Was heute als selbstverständlich verkauft wird, ist ein sehr neues Konzept. Und dann wundern wir uns, warum es für so viele nicht funktioniert. Oder warum wir uns selbst verurteilen, weil andere es scheinbar geschafft haben. Und so viele von uns tragen enorme Lasten, enorme Herausforderungen und enorme Schmerzen mit sich, ohne dass es jemand sieht.
Die Dame, die mich massiert hat, war so berührt, als ich ihr gesagt habe, es ist meine erste Massage seit sieben Jahren. Sie hat sich so gefreut, hat mir Bilder ihrer Kinder gezeigt. Und ich muss wirklich sagen, die Menschen hier in Thailand haben ein tiefes Bewusstsein für Freundlichkeit und Verbundenheit. Das spürt man überall.
Ich habe oft das Gefühl, ich habe all die Dinge, die ich erleben musste, erlebt, um andere Menschen besser verstehen zu können. Um mich einfühlen zu können. Ich kenne viele Spielarten von Leere, Verzweiflung, Getrenntsein und dem Wunsch, endlich nach Hause zu kommen. Und gleichzeitig kenne ich auch alle Wege hinaus. Und ja, ich bin gefragt worden, wie ich diese klare Anbindung haben kann und gleichzeitig menschliche Themen, Ängste und Zweifel. Und die Antwort ist: Weil ich Mensch bin. Mit menschlichen Aufgaben und mit menschlichen Erfahrungen, die dazugehören.
Und soll ich dir etwas sagen. Ich habe mein ganzes Leben lang sehr viel Mist erlebt. Und ich bin sicher, dass viele dieser Erfahrungen dazu da waren, mich noch tiefer fühlen zu lassen, damit ich Menschen besser begleiten kann. Und gleichzeitig habe ich immer Shortcuts gewählt. Weißt du, was ein Shortcut ist. Ein Shortcut ist, wenn du dir Hilfe holst. Ich mache das bis heute. Denn ja, man kann Jahre damit verbringen, ein Thema alleine zu lösen. Und es geht so viel schneller, wenn man sich begleiten lässt. Hilfe holen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Stärke. Es zeigt, dass du bereit bist, mit offenen Augen durch die Themen zu gehen, auch wenn es schmerzhaft wird. Und diese Stärke habe ich zum Glück. Und ich weiß, viele von euch haben sie auch.
Erlaube dir, diese Shortcuts zu wählen. Erlaube dir, dir Hilfe zu holen. Erlaube dir, dein Leben so viel schneller zu verändern, als du es allein könntest. Du hast nur dieses eine Leben.
Wenn du einen Weg raus willst aus Leere, Verzweiflung und dem Gefühl, dich selbst verloren zu haben, dann melde dich bei mir. Ich zeige dir deinen Weg zurück in Verbindung, Freude, innere Stärke und dein Strahlen.
Herzensgrüße
✨
Verena
Wenn du Begleitung möchtest, findest du alle Infos hier in meinen Angeboten. Ich freue mich auf dich. ✨