25/03/2026
Forscher untersuchen, wie schwere Belastungen und traumatische Erfahrungen biologische Auswirkungen über Generationen hinweg haben können – ein Forschungsgebiet, das als Epigenetics bekannt ist.
Epigenetik beschäftigt sich damit, wie Umweltfaktoren wie Stress, Hunger oder Trauma beeinflussen können, wie Gene aktiviert oder deaktiviert werden, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Diese Veränderungen entstehen häufig durch chemische Markierungen auf der DNA, die die Aktivität bestimmter Gene steuern.
Einige Studien zeigen, dass extreme Ereignisse – etwa Kriege oder Hungersnöte – epigenetische Spuren hinterlassen können, die in der nächsten Generation messbar sind. Forschung zu Nachkommen von Menschen, die Ereignisse wie den Dutch Hunger Winter oder den Holocaust erlebt haben, fand Veränderungen in biologischen Stress- und Stoffwechselmarkern.
Wissenschaftler betonen jedoch, dass dieses Forschungsfeld noch in Entwicklung ist. Es ist weiterhin Gegenstand intensiver Studien, wie häufig solche epigenetischen Veränderungen vererbt werden, wie lange sie bestehen bleiben und welche gesundheitlichen Auswirkungen sie haben können.
Diese Forschung zeigt, wie eng Umwelt, Erfahrungen und biologische Prozesse miteinander verbunden sind.
Bilder wurden mit KI erstellt und dienen nur zur Veranschaulichung.
Quellen:
Yehuda, R., & Lehrner, A. (2018). Intergenerational transmission of trauma effects: Epigenetic mechanisms. World Psychiatry.