01/09/2026
Der Schmerz kommt oft erst oben an. Der erste Fehler passiert schon beim Runtergehen.
🪣 Du möchtest etwas vom Boden aufheben. Eine Wasserkiste, einen Wäschekorb, eine Tasche oder nur einen kleinen Gegenstand.
Du bist in Eile, beugst dich mit rundem Rücken nach unten und ziehst die Last wieder hoch und erst beim Aufrichten merkst du den Stich im Rücken.
Genau das ist gestern meiner Mama passiert. Sie wird bald 70 und wollte etwas aufheben. Sie ging mit rundem Rücken nach unten und beim Hochkommen kam der Schmerz.
Dann ging sie kurz ins Hohlkreuz, weil das für einen Moment Erleichterung gebracht hat und danach durfte ich ihr wieder den Rücken eincremen.
Und dann sagt sie:
„Wie lange soll das noch so gehen? Kann ich mir irgendwo ein neues Kreuz kaufen? Bald kann ich mich gar nicht mehr bücken.“
Vielleicht kennst du diesen Gedanken.
Du merkst, dass es beim Bücken zieht. Du richtest dich vorsichtiger auf. Du hoffst, dass es wieder besser wird. Beim nächsten Aufheben machst du dieselbe Bewegung trotzdem wieder genauso.
🔄 Dein Körper übt jede Bewegung, die du im Alltag häufig wiederholst.
Wenn du immer wieder mit rundem Rücken hinuntergehst und die Last danach nach oben reißt, speichert dein Körper genau diesen Ablauf.
Du brauchst dabei keine perfekte Bewegung. Du brauchst den kurzen Moment, in dem du innehältst und dich erinnerst:
So gehe ich gerade nicht hinunter.
Zwei oder drei Sekunden mehr geben dir Zeit, deine Position zu korrigieren und die Bewegung bewusster auszuführen. So beginnst du, deinem Körper eine andere Orientierung zu geben.
Am Mittwoch zeige ich dir die kleine Korrektur beim H**en. Du siehst dann, wie du dich beim Aufheben besser positionierst und die Kraft deiner Beine mehr einbeziehst.
Teile es mit einer Freundin, die beim Bücken oder H**en ebenfalls immer wieder Beschwerden im Rücken spürt.
Bei welcher Alltagsbewegung merkst du deinen Rücken am stärksten? Schreib es in die Kommentare.