13/01/2026
in der 155. Episode unseres Podcasts "Aromatherapie für die Ohren": Wechsel in Sicht - Bitte anschnallen!
Unser Gast: Nancy Bolmberg
"Da müssen Sie halt durch!" Das ist leider immer noch ein Standardspruch von Gynäkolog:innen, wenn Frauen mit heftigen Wechseljahres-Beschwerden Lösungen erbitten, ggfs auch hormoneller Art. Seit einigen Tagen (Nov. 2025) ändert sich (hoffentlich) diese Arroganz, denn die Women's Health Initiative (WHI) unterstützt in Zusammenarbeit mit wichtigen Aufsichtsbehörden wie der US-amerikanischen FDA die Aufhebung der Warnhinweise für Hormonersatztherapieprodukte (HRT) zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Studien und Expertenkonsens.
Diese Änderung erfolgt nach mehr als zwei Jahrzehnten der Vorsicht im Anschluss an die ursprüngliche WHI-Studie aus dem Jahr 2002, die Bedenken hinsichtlich eines erhöhten Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Brustkrebs im Zusammenhang mit synthetischen (patentierbaren) Hormonen bei älteren Frauen aufkommen ließ.
Unser Gast Heilpraktikerin und Sportwissenschaftlerin .bolmerg.hormonexpert kennt durch ihre Hormonberatungen die Leiden von mindestens 1/3 der Frauen vor und nach der Menopause – nur 1/3 der Frauen haben keine nennenswerten Beschwerden.
Nancy macht sich dafür stark, dass nach sorgfältigen Bluttests bioidentische Hormone verschrieben werden dürfen (Scherz am Rande: "derzeit sind harte Drogen leichter als diese erhältlich"). Sie erklärt den erheblichen Unterschied zwischen den "gefährlichen" u. den Molekülen, die unser Körper bestens kennt.
Diese innerhalb von 10 Jahren nach Beginn d. Menopause (vor dem 60. Lebensjahr) anzuwenden kann mit einer Verringerung der Gesamtmortalität, von Knochenbrüchen, des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alzheimer verbunden sein.
Wechseljahre sind Entzündungsjahre – und immerhin oft 1/3 eines Frauenlebens: Wir dürfen diese Zeit mit Sport, achtsamer Ernährung und eben mit passenden Hormonen begleiten! Denn wem ist bewusst, dass sogar trockene Augen, "quietschende" Gelenke, störrische Verdauung durch winzige Mengen an Estriol behandelt werden könnten?