Medizin transparent

Medizin transparent medizin-transparent.at • geprüft • kritisch • unabhängig Wie aber steht es mit den Fakten hinter diesen Inhalten? Können wir wirklich glauben, was wir lesen?

Beinahe täglich berichten Medien, Internet und Werbung von neuen, angeblich effektvollen Behandlungsmethoden oder diagnostischen Tests. Die Redaktion von medizin-transparent.at hat es sich zur Aufgabe gemacht, verfügbare Studien zu Medizin- und Gesundheitsbehauptungen eingehend zu prüfen - um dann sachlich zu beurteilen, wie aussagekräftig die wissenschaftliche Datenlage zu einem Thema ist. Wir st

ellen uns dabei folgende Fragen:

• Wie gut wurden die berücksichtigten Studien durchgeführt?
• Ist die Zahl der Studienteilnehmer:innen groß genug?
• Gibt es eine Kontrollgruppe und wurde ein Zufallsmechanismus verwendet, um die Versuchspersonen zu den verschiedenen Gruppen zuzuordnen? In der Recherche stützen wir uns vor allem auf sogenannte Metastudien, also Systematische Übersichtsarbeiten, die mehrere Studien zu einem Thema analysieren und zusammenfassen. Gibt es keine solchen Metastudien, suchen wir nach verfügbaren aussagekräftigen Einzelstudien. Unsere leicht verständlichen Faktenchecks werden sowohl in der Recherche als auch vor der Veröffentlichung von einer Mediziner:in und einer Medizinjournalist:in aus dem medizin-transparent.at-Team geprüft. Wir aktualisieren unsere Artikel regelmäßig, indem wir die aktuelle Studienlage immer wieder neu überprüfen. Sie haben ein bestimmtes Thema im Kopf, über das wir auf medizin-transparent.at berichten sollen? Schicken Sie uns gerne Ihren Vorschlag: https://medizin-transparent.at/fragen-sie-nach/

Mehr als 200 Gesundheitswerte in wenigen Minuten messen – ohne Blutabnahme, ohne Labor, ohne Schmerzen?Angebote wie Bior...
09/06/2026

Mehr als 200 Gesundheitswerte in wenigen Minuten messen – ohne Blutabnahme, ohne Labor, ohne Schmerzen?

Angebote wie Bioresonanz, Vitalfeld-Messungen oder Skalarwellen-Diagnostik versprechen genau das. Doch was ist wissenschaftlich belegt – und was nicht?

📅 10.06.2026 | 18:00 Uhr

Im kostenlosen Webinar des Verbraucherschutzverein zeigt Bernd Kerschner von Medizin transparent was hinter diesen Diagnoseverfahren steckt und warum sie kritisch zu betrachten sind.

Sie erfahren:

✔️ Wie Bioresonanz-, Vitalfeld- und Skalarwellen-Geräte angeblich funktionieren
✔️ Warum für diese Verfahren keine belastbare wissenschaftliche Evidenz vorliegt
✔️ Woran man unseriöse Diagnoseangebote erkennen kann

Den Link zur Anmeldung haben wir in die Kommentare gepostet.

08/06/2026

Der Boom von Vitaminpräparaten mag nicht abreißen. Und das, obwohl Studien keinen Nutzen für die Gesundheit oder ein längeres Leben zeigen.

Jana von Medizin transparent war zu diesem Thema bei PULS 4 in der Sendung „Treffpunkt Österreich zu Mittag“ (27.05.2026) zu Gast.

Den Link zum vollständigen Beitrag haben wir in die Kommentare gepostet.

Kreatin gilt als Wundermittel für mehr Leistung im Sport. Auf Social Media kursiert außerdem die Behauptung, Kreatin sei...
03/06/2026

Kreatin gilt als Wundermittel für mehr Leistung im Sport. Auf Social Media kursiert außerdem die Behauptung, Kreatin sei gut fürs Gehirn.

Wir haben uns die Studienlage zur Wirkung von Kreatin auf die Fitness und auf die Gedächtnisleistung genau angesehen und festgestellt:

• Kreatin kann möglicherweise die Leistung bei kurzen, sehr intensiven Belastungen steigern, z. B. bei Squats oder beim Bankdrücken.

• Die Studien haben aber große Mängel, weshalb das Ergebnis nicht gut abgesichert ist. Weitere Studien könnten das Ergebnis bestätigen, abschwächen aber auch widerlegen.

• Bei Ausdauersport und anderen Kraftübungen gibt es keinen nachgewiesenen Effekt.

• Für die Behauptung, Kreatin erhöhe die Gedächtnisleistung und die Konzentration, fehlen wissenschaftliche Belege, da die Studienergebnisse widersprüchlich sind.

• Kreatin gilt als unbedenkliches Nahrungsergänzungsmittel, Nierenschäden wurden bei gesunden Erwachsenen nicht beobachtet. Bis zu 3 Gramm täglich gelten als sicher.

Unsere beiden Faktenchecks zu Kreatin mit allen Quellenangaben gibt es auf medizin-transparent.at

Auf science.orf.at gibt es außerdem einen Übersichtsartikel zum Thema auf Basis unserer Faktenchecks (Link in den Kommentaren).

Eher kein Vitamin-D-Mangel durch SonnencremeZwar braucht der Körper UV-B-Strahlen der Sonne, um Vitamin D zu bilden, doc...
26/05/2026

Eher kein Vitamin-D-Mangel durch Sonnencreme

Zwar braucht der Körper UV-B-Strahlen der Sonne, um Vitamin D zu bilden, doch Studien zeigen: Ein Mangel durch Sonnencreme ist eher unwahrscheinlich.

Denn: Sonnenschutz blockiert UV-Strahlung nicht vollständig. Meist gelangt genug von ihr auf die Haut, um weiterhin Vitamin D zu produzieren. Studien zeigen, dass Menschen mit regelmäßiger Sonnencreme-Nutzung oft ähnliche Vitamin-D-Spiegel haben wie jene ohne.

Unseren ganzen Faktencheck gibt es auf medizin-transparent.at.

Und gut zu wissen: Gesunde, die ihren Vitamin-D-Spiegel im Blut messen lassen wollen, müssen die Labor-Kosten dafür seit kurzem selbst tragen. Nur bei bestimmten Voraussetzungen, wie bestehender Osteoporose oder chronischer Nierenschwäche, zahlt die Österreichische Gesundheitskasse.

Der Nutzen dieses Routine-Tests für die Gesundheit von Menschen ohne Vorerkrankung ist unklar.

Eine Werbebroschüre zum Vitamin-Saftkonzentrat LaVita suggeriert zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte des Nahrungserg...
28/04/2026

Eine Werbebroschüre zum Vitamin-Saftkonzentrat LaVita suggeriert zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte des Nahrungsergänzungsmittels – von „senkt das biologische Alter“ über „weniger Erschöpfung“ bis hin zu „für das Immunsystem“.

Der Hersteller verweist dabei auf Studien – doch die können solche Wirkungen nicht belegen. So werden lediglich Laborwerte untersucht, ohne dass daraus tatsächliche gesundheitliche Wirkungen im Alltag ableitbar sind.

Ob die suggerierten Effekte wirklich eintreten, bleibt damit offen.

Den vollständigen Faktencheck und die Studien im Detail gibt es auf medizin-transparent.at.

Mehr Protein = mehr Abnehmerfolg? Was oft so suggeriert wird, hält sich wissenschaftlich kaum.Viele Empfehlungen aus der...
20/04/2026

Mehr Protein = mehr Abnehmerfolg? Was oft so suggeriert wird, hält sich wissenschaftlich kaum.

Viele Empfehlungen aus der Fitness-Bubble setzen darauf, dass eine proteinreiche Ernährung essentiell für eine Gewichtsabnahme ist. Aktuelle Zusammenfassungen von Studien zeigen aber: Ob mehr oder weniger Protein auf dem Teller landet, macht beim Gewichtsverlust wahrscheinlich keinen entscheidenden Unterschied.

Für die Gesundheit zählt vor allem, bei Übergewicht überhaupt Gewicht zu verlieren – idealerweise in Kombination aus Bewegung und langfristig umsetzbarer Ernährungsumstellung. Einzelne Nährstoffgruppen sind dabei nicht der entscheidende Hebel.

Den ganzen Faktencheck mit allen Quellen und mehr Infos zum täglichen Proteinbedarf – und wie man diesen auch ohne Proteinpulver und Co. einfach decken kann –, gibt auf medizin-transparent.at.

Intervallfasten gegen Übergewicht: funktioniert genauso gut wie andere Diät-MethodenBeim Intervallfasten wird nur an fes...
09/04/2026

Intervallfasten gegen Übergewicht: funktioniert genauso gut wie andere Diät-Methoden

Beim Intervallfasten wird nur an festgelegten Tagen oder zu bestimmten Zeiten gegessen. Dazwischen wird streng gefastet. In zahlreichen Studien probierten übergewichtige Menschen entweder das Intervallfasten aus, oder eine andere Diät, bei der sie einfach weniger Kalorien zu sich nahmen. Nach bis zu einem Jahr zeigte sich: Alle Teilnehmenden hatten Gewicht verloren und zwar ungefähr im selben Ausmaß. Durchschnittlich waren es 1 bis 11 Prozent des Körpergewichts – bei manchen hat das Fasten also viel gebracht, bei anderen weniger. Ein 100 Kilogramm schwerer Mann nahm in den Studien also 1 bis 10 Kilogramm ab.

Das zeigt: Abnehmen ist nicht einfach und braucht Disziplin und Zeit. Die erfolgreichste Diät ist die, die gut ins eigene Leben passt und sich längerfristig durchhalten lässt. Ob das nun Intervallfasten ist oder eine andere Diät-Form, spielt da eher keine Rolle. Wichtig ist: weniger Kalorien zu sich zu nehmen, als man verbraucht.

Angenehmer als andere Diäten scheint Intervallfasten übrigens nicht zu sein. Die Studienteilnehmenden klagten besonders häufig über Kopfschmerzen, Müdigkeit, Kreislaufprobleme, Übelkeit und starken Hunger.

Den ganzen Faktencheck gibt es auf medizin-transparent.at

25/03/2026

Gängige Abnehm-Empfehlungen auf dem Prüfstand: Was taugen Intervallfasten, High-Protein oder Probiotika?

Die Flut an vermeintlichen Schlankmachen ist groß. Wir haben die Studienlage zu den verschiedenen Trends geprüft und für euch zusammengefasst – eine Übersicht gibt euch auch unser Artikel auf science.orf.at.

„Fettblocker“ mit Chitosan: Nahrungsergänzungsmittel mit Chitosan (z.B. Formoline) konnten in bisherigen Studien nichts zum Abnehmerfolg beitragen.

Probiotika: Auch Probiotika dürften sich nicht dazu eignen, um einen für die Gesundheit relevanten Gewichtsverlust zu erzielen.

Apfelessig: Die Behauptung, ein paar Esslöffel Apfelessig pro Tag würden die Kilos purzeln lassen, ist ohne wissenschaftliche Grundlage.

High-Protein: Im Vergleich zu anderen Diätformen macht es wahrscheinlich keinen Unterschied auf der Waage, wenn man mehr Protein zu sich nimmt.

Low-Carb: Mit Low Carb lässt sich abnehmen. Aber im Vergleich zu anderen Diäten schneidet ein geringerer Kohlenhydrat-Anteil in der Ernährung in Studien ebenfalls nicht wesentlich besser ab.

Intervallfasten: Ja, mit Intervallfasten ist ein Gewichtsverlust möglich. Aber nicht besser als mit anderen klassischen Diäten, bei denen man kontinuierlich weniger Kalorien aufnimmt.

Alle Faktenchecks mit sämtlichen Quellen findet ihr im Abnehm-Schwerpunkt auf medizin-transparent.at.

Coenzym Q10: wahrscheinlich nicht hilfreich bei Muskelschmerzen durch Cholesterinsenker (Statine)Coenzym Q10 wird häufig...
23/03/2026

Coenzym Q10: wahrscheinlich nicht hilfreich bei Muskelschmerzen durch Cholesterinsenker (Statine)

Coenzym Q10 wird häufig als Mittel gegen Muskelschmerzen unter Statin-Therapie beworben. In 9 gut gemachten Studien mit insgesamt 456 Teilnehmenden wurde Q10 mit einem Schein-Mittel (Placebo) verglichen. Rechnet man alle Ergebnisse zusammen, zeigt sich: Insgesamt lindert Coenzym Q10 Schmerzen nicht mehr als ein Placebo.

Eine Restunsicherheit bleibt, zum Beispiel weil die Teilnehmenden unterschiedlich viel Q10 einnahmen (100-600 mg täglich) und Studien unterschiedlich lang dauerten (1-3 Monate).

In einer der Untersuchungen ließ sich geschlucktes Q10 außerdem im Muskelgewebe gar nicht nachweisen. Und dort müsste es für eine Wirkung immerhin ankommen.

Auch interessant: Wie häufig Statine eigentlich Muskelschmerzen verursachen, ist eher unklar. In Studien berichteten 26 von 100 Personen mit Placebo über Muskelschmerzen – gegenüber 27 von 100 mit Statinen. Betroffene und auch Ärztinnen und Ärzte berichten wiederum viel häufiger von Schmerzen. Woher dieser Widerspruch kommt, ist nicht geklärt.

Den ganzen Faktencheck können Sie auf medizin-transparent.at nachlesen.

20/03/2026

Q10 hilft wahrscheinlich nicht gegen Muskelschmerzen durch Statine

Vom Ergebnis unseres Faktenchecks durften wir vergangenen Montag auch in der Sendung Konkret im ORF berichten.

Coenzym Q10 ist ein wichtiger Baustein in der Energiegewinnung unserer Zellen, vor allem auch in Muskelzellen. Cholesterinsenker (Statine) verringern die Menge an Q10 in den Zellen. Und das wird mit den oft beobachteten Muskelschmerzen unter Statin-Einnahme in Zusammenhang gebracht.
Aber: Als Nahrungsergänzungsmittel kann Coenzym Q10 wahrscheinlich bei diesen Schmerzen nicht helfen. Das zeigen Zusammenfassungen zahlreicher Studien. Auch scheint das geschluckte Q10 im Muskel gar nicht anzukommen.

Wie wurde untersucht, ob Coenzym Q10 Muskelschmerzen lindert? Menschen, die Muskelschmerzen hatten und Statine einnahmen, wurden per Zufall auf zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe nahm Coenzym Q10 als Nahrungsergänzungsmittel, die andere Gruppe ein gleichaussehendes Schein-Mittel, ein Placebo. Weder die Studienteilnehmenden noch die Forschenden wussten, wer das echte und wer das Schein-Mittel bekommt. Am Ende zeigte sich: Die Q10-Gruppe hatte ähnlich starke Schmerzen wie die Placebo-Gruppe. Also wenn Q10 half, dann dürfte der Placebo-Effekt dafür verantwortlich gewesen sein.

Den ganzen Faktencheck mit allen Quellen findest du auf medizin-transparent.at.

Adresse

Universität Für Weiterbildung
Krems An Der Donau

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