Medizin transparent

Medizin transparent medizin-transparent.at • geprüft • kritisch • unabhängig Wie aber steht es mit den Fakten hinter diesen Inhalten? Können wir wirklich glauben, was wir lesen?

Beinahe täglich berichten Medien, Internet und Werbung von neuen, angeblich effektvollen Behandlungsmethoden oder diagnostischen Tests. Die Redaktion von medizin-transparent.at hat es sich zur Aufgabe gemacht, verfügbare Studien zu Medizin- und Gesundheitsbehauptungen eingehend zu prüfen - um dann sachlich zu beurteilen, wie aussagekräftig die wissenschaftliche Datenlage zu einem Thema ist. Wir st

ellen uns dabei folgende Fragen:

• Wie gut wurden die berücksichtigten Studien durchgeführt?
• Ist die Zahl der Studienteilnehmer:innen groß genug?
• Gibt es eine Kontrollgruppe und wurde ein Zufallsmechanismus verwendet, um die Versuchspersonen zu den verschiedenen Gruppen zuzuordnen? In der Recherche stützen wir uns vor allem auf sogenannte Metastudien, also Systematische Übersichtsarbeiten, die mehrere Studien zu einem Thema analysieren und zusammenfassen. Gibt es keine solchen Metastudien, suchen wir nach verfügbaren aussagekräftigen Einzelstudien. Unsere leicht verständlichen Faktenchecks werden sowohl in der Recherche als auch vor der Veröffentlichung von einer Mediziner:in und einer Medizinjournalist:in aus dem medizin-transparent.at-Team geprüft. Wir aktualisieren unsere Artikel regelmäßig, indem wir die aktuelle Studienlage immer wieder neu überprüfen. Sie haben ein bestimmtes Thema im Kopf, über das wir auf medizin-transparent.at berichten sollen? Schicken Sie uns gerne Ihren Vorschlag: https://medizin-transparent.at/fragen-sie-nach/

Ganzkörper-MRT als praktische Vorsorgeuntersuchung?Klingt vielleicht erstmal nach einer sinnvollen Maßnahme, ist für ges...
08/09/2026

Ganzkörper-MRT als praktische Vorsorgeuntersuchung?

Klingt vielleicht erstmal nach einer sinnvollen Maßnahme, ist für gesunde Menschen ohne Beschwerden derzeit aber nicht gut belegt.

Studien zeigen: Bei rund 40 von 100 untersuchten Personen werden Auffälligkeiten entdeckt, die sich später als harmlos herausstellen. Solche auffälligen Befunde können weitere – eigentlich unnötige – Untersuchungen wie eine Entnahme von Gewebe (Biopsie) nach sich ziehen und für Verunsicherung sorgen.

Und: Ein unauffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass alles in Ordnung ist. Ein Ganzkörper-MRT ist immer nur eine Momentaufnahme und Erkrankungen können übersehen werden.

Für die Früherkennung häufiger Krebsarten gibt es stattdessen viel treffsichere und besser erforschte Vorsorgeuntersuchungen, z. B. für Brustkrebs, Darmkrebs oder Gebärmutterhalskrebs.

Den vollständigen Faktencheck haben wir in den Kommentaren verlinkt.

Außerdem gibt es einen aktuellen Artikel zum Thema auch auf science.orf.at: https://science.orf.at/stories/3237160/

Magnesium gilt als Klassiker gegen Muskelkrämpfe.Wir haben wissenschaftliche Datenbanken nach Studien durchforstet, um d...
26/08/2026

Magnesium gilt als Klassiker gegen Muskelkrämpfe.

Wir haben wissenschaftliche Datenbanken nach Studien durchforstet, um das zu überprüfen.

Eine Übersichtsarbeit mit 11 randomisiert-kontrollierten Studien zeigt: Bei Krämpfen ohne erkennbare Ursache reduziert Magnesium wahrscheinlich weder die Häufigkeit noch die Intensität oder Dauer der Krämpfe.

Auch eine weitere neuere Studie mit 173 Teilnehmenden fand nach einem Monat keinen Unterschied zu Placebo. Nach zwei Monaten traten zwar weniger Krämpfe auf, dieses Ergebnis ist jedoch mit Vorsicht zu interpretieren: Die Studie hat methodische Schwächen und wurde zudem vom Hersteller des untersuchten Magnesium-Präparats finanziert.

Und bei Muskelkrämpfen durch Sport? Hier fehlen bislang aussagekräftige Studien ganz.

Übrigens: Ein Krampf ist nicht automatisch ein Zeichen für Magnesiummangel. Bei einem akuten Krampf kann kräftiges Dehnen helfen. Ein nachgewiesener Magnesiummangel sollte hingegen gezielt behandelt werden.

Den ganzen Faktencheck mit allen Quellen gibt es auf medizin-transparent.at

Lithium gegen Demenz? Der deutsche Mediziner Michael Nehls ist überzeugt, dass niedrige Dosen Lithium Demenz verhindern ...
24/08/2026

Lithium gegen Demenz? Der deutsche Mediziner Michael Nehls ist überzeugt, dass niedrige Dosen Lithium Demenz verhindern könnten. In seinem Buch „Das Lithium-Komplott“ spricht er sogar von einer Verschwörung, die Menschen den Zugang zu Lithium als Nahrungsergänzungsmittel verwehren soll.

Aber steht hinter diesen Behauptungen tatsächlich wissenschaftliche Evidenz? Unsere Recherche zeigt: nicht wirklich.

Zwar gibt es einzelne Studien, die auf einen möglichen Schutz vor Demenz hindeuten. Viele andere finden allerdings keinen Zusammenhang. Insgesamt ist die Studienlage widersprüchlich.

Ähnlich sieht es beim Lithium im Trinkwasser aus: Auf den ersten Blick scheint ein höherer Lithiumgehalt mit weniger Demenzfällen einherzugehen. Doch der Zusammenhang wird deutlich schwächer, wenn andere Faktoren wie Bildungsstand oder Gesundheitsversorgung berücksichtigt werden – in den meisten Studien verschwindet er dann ganz.

Übrigens: Lithium ist nicht harmlos. Als Medikament wird es bei schweren psychischen Erkrankungen eingesetzt. Weil die wirksame Dosis nahe an der giftigen Dosis liegt, sind regelmäßige Kontrollen notwendig. Eine Überdosierung kann unter anderem Nieren und Schilddrüse schädigen.

Den vollständigen Faktencheck mit noch mehr Infos zur Studienlage gibt es auf medizin-transparent.at.

17/08/2026

Immer wieder wird behauptet, dass eine bessere Lithiumversorgung Demenz verhindern könnte und der Bevölkerung diese Möglichkeit vorenthalten werde. Doch was sagt die Studienlage?

Unser Faktencheck gemeinsam mit Medizin transparent zeigt: Zwar wird Lithium als möglicher Ansatz in der Demenzforschung untersucht, belastbare Belege für eine schützende Wirkung fehlen derzeit. Die vorhandenen Studien liefern widersprüchliche Ergebnisse, sind schwer vergleichbar und weisen teilweise methodische Schwächen auf.

Fazit: Interessante Forschungsansätze gibt es – eine „Wunderpille“ gegen Demenz ist Lithium aber nicht.

Den gesamten Check findest du hier 👉 konsument.at/lithium-demenz

Supplements mit Omega-3-Fettsäuren: kein Schutz fürs HerzKapseln mit Fischöl werden immer wieder als Mittel zur Vorbeugu...
27/07/2026

Supplements mit Omega-3-Fettsäuren: kein Schutz fürs Herz

Kapseln mit Fischöl werden immer wieder als Mittel zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall beworben. Doch die Studienlage ist eindeutig: Omega-3-Supplements bieten keinen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder vorzeitigem Tod.

• Keine nachweisbare Schutzwirkung bei über 100.000 Teilnehmenden weltweit

• In hohen Dosen leicht erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern möglich

• Der Mythos vom herzgesunden Fischöl geht auf falsche Statistiken aus den 1970ern zurück – und hält sich bis heute hartnäckig.

Den ganzen Faktencheck zum Nachlesen gibt es auf medizin-transparent.at und verlinkt in den Kommentaren.

Zeit im Bild hat unseren Faktencheck zum Thema Koffein-Shampoo gegen Haarausfall aufgegriffen. Den ganzen Artikel mit al...
22/07/2026

Zeit im Bild hat unseren Faktencheck zum Thema Koffein-Shampoo gegen Haarausfall aufgegriffen. Den ganzen Artikel mit allen Quellen könnt ihr auf unserer Website nachlesen.

Immer wieder wird behauptet, Apfelessig würde beim Abnehmen helfen. Doch wissenschaftlich bestätigt ist das nicht.Die ve...
24/06/2026

Immer wieder wird behauptet, Apfelessig würde beim Abnehmen helfen. Doch wissenschaftlich bestätigt ist das nicht.

Die verfügbaren Studien sind mangelhaft und liefern widersprüchliche Ergebnisse. Zudem liefen sie zu kurz, um eine nachhaltige Wirkung untersuchen zu können.

Mögliche Nachteile: In großen Mengen kann Apfelessig die Speiseröhre, den Magen und den Zahnschmelz reizen.

Fazit: Apfelessig schmeckt gut, ist aber kein Wundermittel zum Abnehmen.

Den Faktencheck in voller Länge gibt es wie gewohnt auf medizin-transparent.at, Link in den Kommentaren.

Rote-Rüben-Saft wird häufig als natürlicher Booster für Ausdauersport beworben. Verantwortlich dafür soll das enthaltene...
22/06/2026

Rote-Rüben-Saft wird häufig als natürlicher Booster für Ausdauersport beworben. Verantwortlich dafür soll das enthaltene Nitrat sein, das die Durchblutung verbessern kann. Die Studienlage zeigt jedoch: Wer Rote-Rüben-Saft trinkt, ist beim Laufen oder Radfahren weder schneller noch weniger erschöpft als mit einem Placebo.

Insgesamt gibt es keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage für eine leistungssteigernde Wirkung. Deshalb sind entsprechende Werbeversprechen für Rote Rübe oder Nitrat nicht zulässig.

Link zum ganzen Faktencheck in den Kommentaren 👇

Mehr als 200 Gesundheitswerte in wenigen Minuten messen – ohne Blutabnahme, ohne Labor, ohne Schmerzen?Angebote wie Bior...
09/06/2026

Mehr als 200 Gesundheitswerte in wenigen Minuten messen – ohne Blutabnahme, ohne Labor, ohne Schmerzen?

Angebote wie Bioresonanz, Vitalfeld-Messungen oder Skalarwellen-Diagnostik versprechen genau das. Doch was ist wissenschaftlich belegt – und was nicht?

📅 10.06.2026 | 18:00 Uhr

Im kostenlosen Webinar des Verbraucherschutzverein zeigt Bernd Kerschner von Medizin transparent was hinter diesen Diagnoseverfahren steckt und warum sie kritisch zu betrachten sind.

Sie erfahren:

✔️ Wie Bioresonanz-, Vitalfeld- und Skalarwellen-Geräte angeblich funktionieren
✔️ Warum für diese Verfahren keine belastbare wissenschaftliche Evidenz vorliegt
✔️ Woran man unseriöse Diagnoseangebote erkennen kann

Den Link zur Anmeldung haben wir in die Kommentare gepostet.

08/06/2026

Der Boom von Vitaminpräparaten mag nicht abreißen. Und das, obwohl Studien keinen Nutzen für die Gesundheit oder ein längeres Leben zeigen.

Jana von Medizin transparent war zu diesem Thema bei PULS 4 in der Sendung „Treffpunkt Österreich zu Mittag“ (27.05.2026) zu Gast.

Den Link zum vollständigen Beitrag haben wir in die Kommentare gepostet.

Adresse

Universität Für Weiterbildung
Krems An Der Donau

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Medizin transparent erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen