11/05/2026
Muttertag ist eine Illusion.
Das ist mir gestern bewusst geworden.
Ich bin erwartungslos in den Tag gestartet - dachte ich zumindest. Mein Unterbewusstsein hatte dazu eine andere Meinung. Gedanken, die mir durch Werbung, Erwartungshaltungen und vergangen Erfahrungen tief eingepflanzt wurden: Dieser Tag gehört nur mir. An diesem Tag läuft alles perfekt. Die Kinder sind zufrieden, ich bin zufrieden, ich brauch gar nichts machen. Ich kann den ganzen Tag genießen. Ich bin die wichtigste Person für alle. Genau so soll es sein und wenn es nicht so ist, dann ist der Tag schlecht gelaufen.
Nur - Wir sind nicht plötzlich einen Tag lang nicht Mamas. Die Aufgaben, Erwartungen, Gedanken, Haushalt, Bedürfnisse der Kinder - all das hört nicht einfach für diesen einen Tag auf.
Versteht mich nicht falsch, ich hab mich über die Geschenke meiner Kinder gefreut. Ich konnte den Tag auch genießen. Nur ein kleiner bissiger Gedanke im Hinterkopf blieb: War das schon alles?
Und warum sind meine Kinder verantwortlich dafür, mir zu danken, was ich tagtäglich mache? Warum sollen sie sich ruhig verhalten, für einen Tag praktisch bedürfnislos sein, alleine zurecht kommen, nicht streiten, nur damit ich einen schönen, entspannten Tag habe? Sie haben ein Recht darauf, Kind zu sein. Sie benötigen meine Fürsorge fürs Überleben. Dieses Bild, dass die Kinder den Müttern danken müssen, find ich irgendwie falsch. Haben wir nicht selbst erst als Erwachsene verstanden, was unsere Mütter alles für uns getan haben und wie anstrengend das oft für sie war?
Was also habe ich erwartet? Ehrlich gesagt, ich weiß es selber nicht so genau. Denn mir war von Anfang an klar, dass dieser Tag kein Feiertag - im Sinne eines freien Tages - für mich sein würde. Und ich bin gerne Mama. Und ich habe einen Partner, der wertschätzt, was ich tagtäglich für unsere Familie tue. Also gibt's ja eigentlich keinen Grund zum Meckern.
Ich denke, es stört mich, dass die Tage und Wochen vor dem Muttertag voll sind von Werbespots, in denen die Mütter hervorgehoben werden. Überall Zeitungs- und Geschenkartikel. Und nach diesem Tag ist es plötzlich, als wären die Leistungen der Mütter nicht mehr wichtig.
An Muttertag wird hervorgehoben, nach außen gebracht, was wir Mamas 24/7 an 365 Tagen im Jahr leisten. Wir werden wertgeschätzt, wir werden bejubelt, wir dürfen uns für einen Tag wie Heldinnen fühlen. Und genau das hinterlässt bei mir einen bitteren Nachgeschmack. Ein Tag im Jahr reicht nicht aus. Wir dürfen jeden Tag wertgeschätzt und bejubelt werden. Wir dürfen uns jeden Tag wie Heldinnen fühlen. Und vor allem: Wir dürfen uns jeden Tag geliebt, gesund und voller Lebensfreude fühlen.
Dafür brauchen wir nicht zwingend Anerkennung von außen. Um etwas zu ändern, darf sich in uns selbst etwas ändern. Deswegen begleite ich dich dabei, in deine Kraft zu kommen, dein Potential zu erkennen und dich selbst wieder zu spüren. Bist du in deiner Mitte, wirft dich selbst der stärkste Sturm nicht um. Und du erkennst, wie viel Wertschätzung, Vertrauen und Liebe zu dir selbst in dir steckt.
Wenn du das auch willst, dann folge mir und erfahre mehr über mich und meine Arbeit.