Renate Neuhold - Anti-Stress Coach

Renate Neuhold - Anti-Stress Coach Stressmanagement, Mentaltraining, IMX Consultant (Potential/Persönlichkeitsanalyse), Entspannungs-&Achtsamkeitstraining, Vorträge, Seminare, Coaching

Ich muss nicht alles verstehen, um Frieden zu finden.Wie oft habe ich mir den Kopf (viel zu lange btw.!) zerbrochen, um ...
02/09/2026

Ich muss nicht alles verstehen, um Frieden zu finden.
Wie oft habe ich mir den Kopf (viel zu lange btw.!) zerbrochen, um zu verstehen, warum Menschen tun (und sagen), was sie tun bzw. warum nicht, warum sich Dinge entwickeln, wie sie sich entwickeln. Warum jemand bleibt oder geht, warum etwas nicht funktioniert oder warum ich mich in bestimmten Situationen so fühle, wie ich mich fühle.
Als könnte ich erst dann loslassen, wenn ich die richtige Erklärung für mich gefunden habe. Mittlerweile ist mir klar geworden, dass sich manches im Leben vielleicht nie vollständig erklären lässt. Dass es einfach genau SO SEIN SOLL. Es gibt Entscheidungen anderer Menschen, auf die ich keinen Einfluss habe, Situationen, deren Sinn sich mir erst viel später erschließt, und Erfahrungen, bei denen ich wahrscheinlich nie alle Antworten bekommen werde.
Und trotzdem darf ich Frieden damit finden.
Ich muss nicht mehr jede Geschichte bis ins kleinste Detail verstehen, um sie abschließen zu können. Ich muss nicht wissen, warum etwas geschehen ist, um anzuerkennen, dass es geschehen ist. Und ich muss nicht die Beweggründe eines anderen Menschen kennen, um meine eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen.
Vielleicht entsteht Frieden nicht immer durch eine Antwort, sondern genau dort, wo wir aufhören, auf sie zu warten.
Das bedeutet nicht, dass mir alles egal ist. Im Gegenteil. Ich darf traurig sein, wütend sein, Fragen haben und mich mit meiner Geschichte auseinandersetzen. Aber irgendwann darf auch der Moment kommen, in dem ich sage: Ich werde vielleicht nie alles verstehen. Und trotzdem darf und werde ich weitergehen.Und Loslassen, abschließen.
Das heisst nicht, dass wir eine Geschichte vergessen oder so tun, als wäre sie nie passiert. Es bedeutet für mich, dass ich aufhöre, mein heutiges Leben von einer Antwort abhängig zu machen, die vielleicht niemals kommt.
Das ist dann jener innere Frieden, nach dem wir gesucht haben.

Manche Worte sind wie Samen, die zur rechten Zeit Früchte tragen. Es gibt Sätze, die wir zum ersten Mal hören oder lesen...
28/08/2026

Manche Worte sind wie Samen, die zur rechten Zeit Früchte tragen.
Es gibt Sätze, die wir zum ersten Mal hören oder lesen, aber noch nicht verstehen. Wir finden sie interessant, schön oder völlig bescheuert. Dann verschwinden sie zwischen all den anderen Dingen, die unser Leben beschäftigen. Monate oder Jahre später tauchen sie wieder auf und machen plötzlich Sinn, weil wir bereit sind, die Wahrheit und Tiefe zu erfassen. In manchen Büchern habe ich Gedanken gefunden, die mich fasziniert haben, aber damals noch abstrakt blieben. Wenn mir diese Sätze heute begegnen, fühle ich, dass ich sie verstehe, WEIL ich mich verändert habe. Gedanken brauchen Zeit, Erfahrungen, Gespräche und manchmal auch Schmerz. Einfach das Leben. Erst dann beginnen sie zu wachsen. Seit ich das erkannt habe, höre ich anders zu, lese anders und spreche auch anders mit Menschen. Nicht mit dem Anspruch, sofort zu verstehen, sondern mit der Hoffnung, einen Samen zu erhalten, der genau dann wieder auftaucht, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Ich war kürzlich mit einer Freundin an einem Badeteich. Wir hatten keinen Plan. Kein Ziel. Keine To-do-Liste. Wir saßen ...
21/08/2026

Ich war kürzlich mit einer Freundin an einem Badeteich. Wir hatten keinen Plan. Kein Ziel. Keine To-do-Liste. Wir saßen einfach da, haben geredet, geschwiegen, gelesen, gelacht, gegessen, sind ins Wasser gegangen und irgendwann abends wieder nach Hause gefahren.
Auf der Heimfahrt habe ich gedacht, wie wunderschön sich solche Tage inzwischen anfühlen, weil sie nichts von uns wollen und trotzdem „spektakulär“ sind. Sie müssen zu nichts führen, in irgendeiner Art produktiv sein oder „gut genutzt“. Und trotzdem schenken sie oft genau das, wonach wir uns sehnen.
Ruhe. Verbindung. Leichtigkeit.
Ich erlebe die Welt momentan so, dass Erlebnisse oft höher bewertet werden als Begegnungen. Wir sammeln Eindrücke, Fotos und Programmpunkte, während das Wertvollste häufig ganz leise entsteht. In einem Gespräch, in dem wir uns nicht erklären müssen. In einem gemeinsamen Schweigen, das nicht unangenehm ist. In einem Lachen, das aus tiefstem Herzen kommt. Oder einfach in dem Gefühl, bei einem Menschen vollkommen wir selbst sein zu dürfen. WunderVOLLE Begegnungen, die nicht aufregend, sondern ECHT sind.
Ich glaube, manche Tage wollen gar nichts von uns. Sie möchten einfach gelebt werden. Nicht mehr ständig nach dem Außergewöhnlichen suchen. Nicht mehr überall dazugehören müssen. Menschen finden, bei denen ich nichts darstellen muss. Menschen, bei denen ich einfach ICH sein darf.

Ich habe gerade etwas gemacht, das sich irgendwie "mutig" für mich anfühlt: Ich habe die Instagram-App von meinem Handy ...
16/08/2026

Ich habe gerade etwas gemacht, das sich irgendwie "mutig" für mich anfühlt: Ich habe die Instagram-App von meinem Handy gelöscht. :)

Nicht meinen Account. Nur den schnellen, jederzeit verfügbaren Zugang.

Und ich merke gerade, wie stark die Gewohnheit ist. Noch bevor ich die App gelöscht habe, war da dieses Gefühl von FOMO: Was verpasse ich? Was passiert inzwischen? Und jetzt ertappe mich dabei, wie meine Hand ganz automatisch dorthin will, wo das Icon früher war.

Ein bisschen fühlt es sich tatsächlich nach Entzug an.

Dabei weiß ich längst, dass ich viel zu viele Stunden damit verbringe, mich berieseln zu lassen, statt mein eigenes Leben zu erleben.

Deshalb ist das jetzt ein Experiment.

Was passiert, wenn ich diese Zeit nicht mehr mit Scrollen fülle?

Vielleicht mit einem Podcast. Mit einem Buch. Mit Musik. Mit Kreativität. Mit einem Spaziergang. Mit Nichtstun. Oder einfach mit dem Leben, das gerade tatsächlich vor mir stattfindet.

Ich weiß noch nicht, was daraus wird.

Aber ich bin neugierig.

Das ist vermutlich der spannendste Teil dieses Experiments: herauszufinden, was in dem Raum entsteht, den das Scrollen bisher eingenommen hat. I keep u posted...

"Es ist ein Privileg, Zeit mit mir zu verbringen."Ich hätte diesen Satz früher nie ausgesprochen, weil ich ihn irgendwie...
12/08/2026

"Es ist ein Privileg, Zeit mit mir zu verbringen."

Ich hätte diesen Satz früher nie ausgesprochen, weil ich ihn irgendwie für arrogant hielt und weil mir das auch so nicht bewusst war. Ich dachte nicht darüber nach, wie wertvoll meine Gesellschaft ist.
Heute sehe ich das anders.
Nicht weil ich „besser“ geworden bin, sondern weil ich erkannt habe, was ich in eine Beziehung, Freundschaft oder Begegnung mitbringe.

Ich höre zu. Ich interessiere mich ehrlich für Menschen. Ich denke über Gespräche nach, auch noch Tage später. Ich bin loyal, humorvoll, tiefgründig und bereit, mich weiterzuentwickeln. Ich kann Verantwortung für meine Fehler übernehmen, mich entschuldigen und schwierige Themen nicht einfach unter den Teppich kehren.

Das alles ist nicht selbstverständlich. Und genau deshalb ist meine Zeit kostbar. Früher hatte ich Angst, nicht gewählt zu werden. Heute stelle ich mir eine andere Frage:

Wen möchte ICH eigentlich in meinem Leben haben?

Denn Nähe oder Aufmerksamkeit ist kein Anspruch. Sie ist ein Geschenk, das auf Gegenseitigkeit beruht. Ich möchte heute niemanden mehr davon überzeugen, dass ich liebenswert oder wertvoll bin. Und ich werde auch niemanden mehr festhalten, der meine Zeit, meine Energie oder mein Herz nicht achtsam behandelt.
Das bedeutet nicht, dass ich Menschen schnell aufgebe. Es bedeutet, dass ich gelernt habe, sorgsam mit mir selbst umzugehen. Vielleicht ist genau das eine der schönsten Seiten von Selbstwert. Nicht zu glauben, besser zu sein als andere. Sondern den eigenen Wert so gut zu kennen, dass man ihn nicht mehr ständig im Außen bestätigen lassen muss.
Und ja...
Es ist ein Privileg, Zeit mit mir zu verbringen.
So wie es auch ein Privileg ist, Zeit mit Menschen zu verbringen, die uns mit Respekt, Interesse und Offenheit begegnen. Vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, jemanden zu finden, der uns auswählt. Sondern Menschen, die erkennen, wie wertvoll es ist, einander wirklich zu begegnen.

Mein Leben ist wie eine Bibliothek – jede Erfahrung, jede Begegnung und jede Lebensphase ist ein Kapitel, manchmal auch ...
08/08/2026

Mein Leben ist wie eine Bibliothek – jede Erfahrung, jede Begegnung und jede Lebensphase ist ein Kapitel, manchmal auch ein eigenes Buch. Manche Bücher nehme ich immer wieder aus dem Regal, oder lese bestimmte Kapitel erneut – und kenne sie inzwischen beinahe auswendig, andere bleiben jahrelang unbeachtet.
Dieses Bild einer (Lebens-)Bibliothek entstand kürzlich in mir als ich mit einer Freundin über meine Kindheit gesprochen habe. Über das Mädchen, dessen Vater die Familie verlassen hat. Viele Jahre war genau dieses „Buch“ unbewusst das erste, welches ich öffnete, wenn es um mich oder meinen Wert ging. Es war Basis von dem, was ich über mich selbst glaubte und Muster für mein Verhalten und die Art und Weise wie ich Beziehungen führte.
Während des Gesprächs entstand in mir ein weiteres Bild. Ich muss dieses Buch, dieses Kapitel nicht mehr lesen! Ich kenne den Inhalt, habe ihn analysiert und mittlerweile auch verstanden. Und deshalb darf dieses Buch jetzt seinen finalen Platz in meiner Lebens-Bibliothek bekommen. Es gehört zu mir und meinem Leben, aber es soll mich nicht länger beeinflussen und limitieren.
Das Schönste an unserem Gespräch war jedoch ein anderer Gedanke: Meine Freundin (shoutout to ) sagte, dass wir uns im Leben eigentlich nicht ständig neu erfinden müssen. Wir dürfen uns erinnern. Dieser Satz hat etwas in mir berührt. Denn genau so fühlt es sich für mich an. Manchmal lese ich einen Satz, führe ein Gespräch oder mache eine Erfahrung und plötzlich ist da dieses stille: "Jetzt verstehe ich."
Nicht weil die Wahrheit gerade erst entstanden wäre. Sondern weil ich endlich bereit bin, sie zu erkennen und ins Herz zu nehmen. Ich glaube, dass persönliche Entwicklung genau das ist. Nicht immer mehr oder anders (besser?) werden zu müssen.
Sondern immer näher zu jenem Menschen zurückzufinden, der wir in unserem tiefsten Inneren schon immer waren. Heilung besteht vielleicht manchmal einfach darin, ein Buch liebevoll zu schließen, es zurück ins Regal zu stellen und mit einem neuen Kapitel oder Buch zu beginnen.

Wer entscheidet eigentlich über meinen Wert?Diese Frage beschäftigt mich seit einigen Tagen. In einem Gespräch mit einer...
29/07/2026

Wer entscheidet eigentlich über meinen Wert?

Diese Frage beschäftigt mich seit einigen Tagen. In einem Gespräch mit einer Freundin wurde mir bewusst, dass nach meiner Trennung immer wieder derselbe Gedanke in mir auftauchte: Was, wenn ich keine Beziehung mehr haben werde?
Mit diesem Gedanken kam nicht die Angst vor dem Alleinsein, sondern die Angst, dass mich niemand mehr auswählt. Dass ich nicht mehr schön genug, wertvoll, begehrenswert oder liebenswert genug bin. Ich habe also meinen Wert unbewusst davon abhängig gemacht, ob sich ein Mann für mich entscheidet. Als würde seine Entscheidung etwas über meinen Wert als Mensch, als Frau aussagen.
Der Wunsch nach einer liebevollen Partnerschaft ist etwas zutiefst Menschliches. Die eigentliche Frage lautet für mich aber: Brauche ich eine Beziehung, um mich wertvoll zu fühlen?
Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr verändert sich mein Blick darauf. Es geht nicht darum, darauf zu warten, ausgewählt zu werden. Es geht darum, mich selbst zu wählen und mir den Wert zu geben, den ich immer wieder im Außen gesucht habe. In dem Zusammenhang frage ich mich auch, ob dieses Muster vielleicht auch an anderen Stellen meines Lebens wirkt. Vielleicht habe ich nicht nur in Beziehungen darauf gewartet, dass jemand meinen Wert erkennt. Vielleicht habe ich das unbewusst auch in meinem Beruf getan und gehofft, dass andere mir zeigen, dass ich gut genug bin.
Die schmerzhafteste und zugleich stärkste Erkenntnis in diesem Prozess war aber folgende: Wenn ich meinen Wert davon abhängig mache, dass andere ihn mir bestätigen, können diese Personen mir meinen Wert auch wieder nehmen.

Also habe ich in meiner Gedankenwelt und in meinem Herzen folgende Wünsche verankert:
1) Eine Beziehung, weil ich lieben und mein Leben teilen möchte – nicht, weil ich eine Partnerschaft brauche, um mich vollständig und wertvoll zu fühlen.
2) Ein Business, das etwas bewirkt und aus meinen Erfahrungen, Erkenntnissen und meiner Begeisterung wächst - und nicht aus der Hoffnung auf Anerkennung.

Vielleicht geht es im Leben viel weniger darum, gewählt zu werden. Vielleicht geht es vielmehr darum, uns jeden Tag selbst zu wählen.

„Ich schäme mich.“ „Das ist mir peinlich.“ „Du bist echt schamlos.“ Sätze, die viele von uns schon gehört, gedacht oder ...
22/07/2026

„Ich schäme mich.“ „Das ist mir peinlich.“ „Du bist echt schamlos.“
Sätze, die viele von uns schon gehört, gedacht oder selbst gesagt haben. Wir schämen uns für unsere Tränen, es ist peinlich, unsere Bedürfnisse auszusprechen, entschuldigen uns für unsere Sensibilität, unsere Freude oder dafür, Raum einzunehmen. Und wir nennen Menschen schamlos, wenn sie genau das tun.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wünsche ich mir, diesem Wort eine neue Bedeutung zu geben:
Scham-LOS. Ein Leben ohne Scham. Nicht ohne Mitgefühl oder Verantwortung. Sondern ohne die ständige Angst, für das eigene Wesen abgelehnt zu werden.

Vieles, wofür wir uns heute schämen, haben wir nicht von Geburt an mitgebracht. Wir haben gelernt, dass manches zu viel ist. Und dann beginnen wir, uns selbst kleiner zu machen. Wir zeigen nicht mehr alles von uns. Wir sprechen Wünsche nicht aus. Wir halten Bedürfnisse zurück und verschweigen unsere tiefsten Sehnsüchte – manchmal nur deshalb, weil wir befürchten, andere könnten sie belächeln oder nicht verstehen.
Aber was, wenn unsere Sehnsüchte gar nicht lächerlich sind? Was, wenn sie vielmehr ein leiser Kompass sind, der uns zeigt, wonach sich unsere Seele wirklich sehnt?

Wer entscheidet eigentlich, wofür wir uns schämen sollten? Wer legt fest, welche Gefühle angemessen sind, welche Bedürfnisse zu viel sind oder welche Träume realistisch genug erscheinen?

Freiheit beginnt genau dort, wo wir aufhören, diese Maßstäbe ungeprüft zu übernehmen. SCHAM-LOS zu leben heißt nicht, dass wir rücksichtslos werden. Wir können aufhören, uns für die eigene Persönlichkeit, Gefühle, Bedürfnisse oder die eigene Geschichte entschuldigen zu müssen. Könnten wir einander dann viel ehrlicher begegnen, wenn wir weniger Scham und dafür mehr Mitgefühl hätten? Vor allem mit uns selbst.
Selbstliebe beginnt nicht nicht dort, wo wir perfekt sind, sondern dort, wo wir aufhören, uns für unser Menschsein zu schämen.

Ich war kürzlich vier Tage mit meiner Tochter in einem Wellnesshotel in Gamlitz und hatte mich sehr auf die gemeinsame Z...
19/07/2026

Ich war kürzlich vier Tage mit meiner Tochter in einem Wellnesshotel in Gamlitz und hatte mich sehr auf die gemeinsame Zeit gefreut. Auf Entspannung, chillen am Pool, gutes Essen. Was ich nicht erwartet hatte: wir waren irgendwann nicht mehr Mutter und Tochter. Wir waren einfach zwei Frauen, die sich tief auf Seelenebene verbunden haben. Ich sprach von meinem letzten Jahr. Von den Veränderungen, die mein Leben mit sich gebracht hat. Von den Unsicherheiten, die mich begleitet haben, von alten Programmen, die ich erst heute (an)erkenne und von den vielen kleinen Erkenntnissen, die so leise entstanden sind, dass man sie fast übersehen könnte.
Mir wurde bewusst, dass ich vor ein paar Monaten ganz anders geredet hätte. Heute ist es für mich viel essentieller zu erkennen, was diese Zeit in mir verändert hat und welche Muster ich erkennen und transformieren durfte.

Ich weiß, dass wir unsere Vergangenheit nicht neu schreiben können. Aber wir können entscheiden, welche Bedeutung wir ihr für unser weiteres Leben geben.

Das Schönste an diesen vier Tagen war deshalb gar nicht das Wellnesshotel. Es war der Moment, in dem ich bemerkt habe, wie sehr ich mich verändert habe, ohne es selbst bewusst wahrgenommen zu haben. Manchmal brauchen wir einen Menschen, der uns einfach nur zuhört, weil wir im Erzählen plötzlich erkennen, wie weit wir schon gegangen sind.

Als wir nach Hause fuhren, hatte ich ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit. Nicht, weil mein Weg zu Ende ist. Aber weil ich heute weiß, dass ich ihn mit mehr Vertrauen, mehr Mitgefühl und mehr Echtheit gehe als noch vor einem Jahr. Manchmal erkennen wir unsere eigene Veränderung gar nicht im Spiegel. Sie zeigt sich in jenem Moment, in dem wir unsere Geschichte erzählen und plötzlich merken, dass sie sich nicht mehr nach Schmerz anhört, sondern nach wunderVOLLem Wachstum.

Und vielleicht ist genau das der schönste Teil von Veränderung: Nicht, dass wir jemand anders werden. Sondern immer mehr wir selbst.

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