28/09/2026
Moku 13/2026: Wissen vermitteln
Mein Lehrer François hat gesagt: „Wenn du etwas verstanden hast, musst Du es weitergeben!“
Er hat recht, das Wissen gehört nicht uns allein. Es muss weitergegeben werden. Es muss sich weiter entwickeln dürfen. Es muss sich bewähren und es darf sich verändern.
Am Freitag durfte ich beim TAO-Kongress in Graz einen Workshop über mein neues Buch halten:
„Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente nach den 5 Elementen“.
Ich weiß, ein unerträglich langer Titel, aber trotz langem Nachdenkens darüber wurde er nicht kürzer UND hat sogar noch einen Untertitel bekommen, der aber kürzer:
„Der Schnittpunkt zwischen westlicher Medizin und TCM“,
naja, auch nicht viel kürzer. Und so wie die Titel, ist das Buch: lang.
Lang hat’s gedauert bis es fertig war, Monate lang hab ich daran herumgeschraubt, recherchiert und geschrieben und wie ich im August dann in Schweden war, war es nach einer Woche fertig. Mitte Oktober kommt es heraus, wenn alles gut geht, und ist in den Buchhandlungen erhältlich, und beim Tao-Kongress hab ich bemerkt, wie aktuell das Thema ist:
Stellt Euch vor, Ihr müsst ein Medikament nehmen. Dann erklärt das Buch (für die häufigsten Substanzgruppen) dessen Wirkung und wie man das nach den fünf Elementen ausgleichen kann, und das Ausgleichen gelingt mit Lebensführung UND Nahrungsergänzungsmitteln.
Und stellt Euch vor, Ihr ernährt Euch einfach SUPER SUPER, alles, um „lieb zu sein zur Mitte“ (wie es schon in meinem Buch „Die Heilung der Mitte“ steht ...) und trotzdem seid Ihr müde und erschöpft und deprimiert. Weil vielleicht gewisse Mikronährstoffe selbst im gesündesten Essen einfach nicht mehr drinnen sind ...! Und da muss man heute, ob man will oder nicht, um den Teufelskreis der Zunahme so vieler Erkrankungen zu durchbrechen, gewisse Dinge supplementieren, ersetzen und zuführen.
Ganz viel haben wir in der Corona-Zeit gelernt und ganz viel lernen wir ÄrztInnen jetzt danach bei den Spätfolgen wie dem Fatigue-Syndrom.
„Medizin ist ausprobieren und schauen was passiert!“
Hat schon mein Vater, der Internist, gesagt. Und obwohl wir manches medikamentös nicht wollen oder wollten oder auch nichts supplementieren wollen oder wollten, das Ergebnis gibt dem Versuch recht und wir alle dürfen weiterlernen, uns weiterentwickeln und eben dieses Wissen dann weitergeben.
Weil wir es verstanden haben.
Also eh noch nicht alles, noch lange nicht alles, aber einen Teil, den einen Teil, bei dem wir etwas ändern können.
Dieses Buch ist ein Baustein und im Vortrag blieb ich oft im Satz stecken, weil ich merkte, dass die Fertigformulierung viel zu viel gewesen wäre, in dem Moment, während dieses Vortrags.
Daher meine schließenden Worte beim TAO-Kongress: Es tut mir leid, dass ich dieses riiiiiesige Thema nur anreißen konnte, aber nun ist es da, angerissen, für auch ausgepackt und zur weiteren Verarbeitung präsentiert ...
Und wir lernen und lernen und noch ganz im Kopf ob des unbefriedigenden Ausgangs meines Workshop-Vortrages fuhr ich im Auto gedankenverloren, an einem an der Tankstelle gekauften Käse-Aufstrich PLUS-Weckerl herumkauend und mit Pepsi light- war an der Tankstelle in Aktion- herunterspülend, zügig zurück Richtung Burgenland, zu meinen Hunden, in meine Heimat, in die Stille, zurück.
Und der Spruch der Woche, zur Vertiefung jetzt nochmals wiederholt:
Wenn Du etwas verstanden hast,
MUSST
Du es weitergeben!
Ich wünsche Euch eine wunderbare Herbstwoche!
Euer
Georg Weidinger