Georg Weidinger

Georg Weidinger Ich bin TCM-Arzt mit der Mission, die Chinesische Medizin für alle verfügbar zu machen. Daneben sc

Georg Weidinger, Chinesen-Arzt, Klavierspieler, Schreiberling, Yogi, Bücher: "Die Heilung der Mitte", "Die tägliche Heilung", "Die chinesische Hausapotheke", "Der Goldene Weg der Mitte", "Kochbuch zur Heilung der Mitte", "Der Klang der Mitte", "Chinesische Medizin gegen Krebs", "Welt-Yoga", www.georgweidinger.com

GUTEN RUTSCH ins NEUE JAHR!!!2026 wird ein gutes Jahr für uns alle, ich glaube fest daran!Der Glaube versetzt Berge!Am E...
31/12/2025

GUTEN RUTSCH ins NEUE JAHR!!!

2026 wird ein gutes Jahr für uns alle,
ich glaube fest daran!

Der Glaube versetzt Berge!

Am Ende des Jahres können wir ja die letzte Ziffer ausbessern ...
und bleiben positiv ...!

Ganz liebe Grüße aus Forchtenstein, Burgenland,

Georg Weidinger
mit seinen zehn Hunden

Moku 16/25: WeihnachtswunderEs war schon ein irres Jahr, oder?! Was ich von so vielen Seiten hör, hat es ganz viele durc...
23/12/2025

Moku 16/25: Weihnachtswunder

Es war schon ein irres Jahr, oder?! Was ich von so vielen Seiten hör, hat es ganz viele durchgerüttelt …!

Dazu passt auch mein heutiger Tag …

Erst vor einer Woche haben zwei meiner Malamute-Damen miteinander gekämpft. Ich spanne sie gemeinsam ein, mit zwei Reihen dazwischen, und eigentlich geht es immer sehr gut. Bis auf letzte Woche, wo Alva ein Steckenbleiben in einer großen Lacke dazu benutzt hat, Chile ihr rechtes Ohr anzuknabbern und die Haut dahinter aufzureißen. Nichts, was ein paar Klammern und Superkleber ein Notarzt nicht wieder richten kann. Ein Schock war es trotzdem.

Alles ist schön verheilt. Täglich habe ich „Deeskalationstraining“ mit den zwei Damen gemacht in der Hoffnung, dass so was nie wieder passiert.

Heute spann ich also mein Rennteam, das sind im Moment fünf wirklich starke, schnelle Hunde, vor den Trainingswagen, Chile in der ersten, Alva in der vierten Reihe. Wir starten los und schon nach etwa 2 Kilometern hat sich Chile mit Blue in den Leinen vollkommen verheddert, was sonst nie passiert. Also stoppe ich den Wagen, Krallenbremse hinunter, gehe vor und entwirre die zwei Hunde der ersten Reihe, als plötzlich die anderen wie wahnsinnig zu rennen anfangen. Die Krallenbremse löst sich und der Trainingswagen schießt an mir vorbei. Ich werfe mich noch auf ihn, reiße mir das linke Schienbein auf, schürfe mir beide Hände ab und trotzdem erwische ich ihn nicht mehr. Der Wagen mit den fünf Hunden davor in vollem Tempo von mir weg. Ich renne wie ein Irrer nach, wissend, dass ich keine Chance habe, sie einzuholen, drehe, vollkommen außer Atem, nach etwa einem Kilometer um, laufe die knapp drei Kilometer in voller Panik zurück zum Auto, stelle mir bereits vor, wie Alva auf Chile losgeht und ich kilometerweit weg, um sie zu stoppen, sehe vor meinem geistigen Auge, wie die anderen in den Kampf miteinsteigen und ich nur noch einen Haufen blutender Hunde vorfinden werde. Endlich beim Auto rase ich mit meinem Pickup viel zu schnell, der Anhänger für das Hundewagerl hinten dran, den vermuteten Weg der Hunde nach, muss einmal umdrehen, weil sie offensichtlich doch einen anderen Weg genommen haben. In Angst und Panik laufen mir die ersten Tränen die Wangen hinunter, und dann sehe ich sie endlich: der Wagen steckt im Gebüsch, alle fünf sitzen nebeneinander vollkommen entspannt davor, Alva und Chile direkt nebeneinander, als wären sie die besten Freundinnen. Entgeistert sehen sie mich an, als ich notbremsend neben ihnen stehen bleibe und zu ihnen hin stürme. Noch immer außer Atem und hustend, da ich mich einfach überfordert hatte, lasse ich mich zwischen meine Hunde auf den Boden fallen und beginne aus den Untiefen meiner Seele zu weinen. Da mischt sich Erleichterung um die Hunde hinein, ebenso wie der Wahnsinn, heute Morgen im Supermarkt noch einen Braten für Mama besorgen zu müssen und unfassbar viele Menschen bereits beim Aufsperren des Geschäfts da waren und ich eine halbe Stunde an der Kassa verbracht habe, ebenso wie der Stromausfall gestern abends und mein Haus noch immer zur Hälfte ohne Strom, ohne ersichtlichen Grund, ebendso wie der Totalzusammenbruch meines Computers vor zwei Tagen, ebenso wie die unverarbeitete Trauer dreier Menschen, die im Herbst verstorben sind und ich bisher keine Minute gefunden hatte, sie zu verabschieden, da mischt sich das Verlassen werden und die Einsamkeit, die Angst und die Wut der letzten Monate und Jahre hinein, die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit so vieler Momente der letzten Monate, das Starksein müssen für andere, das als Arzt drüber stehen müssen und immer und überall funktionsbereit und emotionslos zu sein.

Noch vor einer Woche war ich so wütend gewesen, dass die zehn Hunde, mit denen ich nun lebe, verhindern, dass ich wegfahren kann, dass ich einfach einmal Distanz zu all dem, was passiert ist, bekomme.

In dem Moment drücken sich die fünf an mich, schlecken mich ab, sind meine Engel und sagen mir: Georg, alles gut! Wir sind da! Du bist nicht allein!

Wenn in Schweden genug Schnee wäre, wäre ich jetzt dort. In dem Moment war ich froh, dass ich zu Hause war, wissend um meine Familie in der Nähe und nicht um die Einsamkeit der Einöde unseres schwedischen Hauses, so traumhaft die Natur auch ist.

ALSO wische ich mir die Tränen ab, humple zum Hundewagerl, Blut rinnt seitlich aus der Hose- das würde ich dann zu Hause versorgen- stell mich auf den Wagen und schenke uns sechs noch eine wunderbare Runde durch die Natur des nördlichen Burgenlands.

Also ich danach zu Hause ankomme, muss ich nicht Chile und vielleicht andere Hunde zusammenflicken und deren Wunden versorgen, sondern meine eigenen und ganz im Hunde-Stil eines Humanmediziners desinfiziere ich, klammere ich und deck das Ganze mit Sprays ab so als ob mein Bein das eines Pferdes wäre …
Ich lächle. Heute hat mein jüngerer Bruder Geburtstag! Gestern habe ich mit ihm und seinen Freunden feiern dürfen. Und allein diese und letzte Woche habe ich fast täglich wunderbare Menschen, meine Freundinnen und Freunde, getroffen, mit denen ich seit so vielen Jahren verbunden bin, und auch Neue, die mein Leben erfüllen, meinen Blick weiten und mein Glück in der Zukunft prägen werden.

Wenn es mein Bein zulässt, werde ich dann später mit Lena, meiner Tochter, reiten gehen. Spätestens dann weiß ich wieder, wie unendlich glücklich ich bin, beschenkt und behütet, Teil eines großen Ganzen, zu denen auch meine Hunde gehören.
Das ist mein Weihnachtswunder! Nichts Spektakuläres, nur eine Erkenntnis als Resultat von ganz vielen Erfahrungen mit Menschen, mit Ereignissen, guten und schlechten Sachen, unterm Strich einfach MEIN Leben, und dafür bin ich sooo unendlich dankbar …!

Ich wünsche Euch allen FROHE WEIHNACHTEN!
Wir sehen, lesen, hören voneinander im Neuen Jahr, oder?
Es geht immer weiter und es wird immer besser und besser …!!!

Euer
Georg Weidinger

Moku 15/25: Liebe, Gott und BeziehungenGestern hatte ich meinen Geburtstag und eine kleine Familienfeier bei uns zu Haus...
15/12/2025

Moku 15/25: Liebe, Gott und Beziehungen

Gestern hatte ich meinen Geburtstag und eine kleine Familienfeier bei uns zu Hause. So war auch meine Ex-Frau Gabriele mit den Kindern Daniel und Lena da. Und schließlich hat sich eine Diskussion mit meiner 83jährigen Mutter erhoben, welche Lebensform die „gscheiteste“ ist: allein leben oder in einer Partnerschaft. Da erklärt Gabriele, dass es eine Studie gibt, die besagt, dass Frauen, wenn sie allein leben, glücklicher und gesünder sind und länger leben als in einer Partnerschaft, mit einem Mann zusammen. Beim Mann sei es umgekehrt: Da leben die Männer länger und zufriedener, wenn sie mit einer Frau zusammenleben. Als Beispiele gleich von unserer Familie, was lebhaft diskutiert wurde: meine Mutter lebt seit 25 Jahren allein und ist sehr glücklich und sehr gesund. Gabriele, seit Sommer von ihrem Freund getrennt und alleinlebend, ist so glücklich und zufrieden wie nie zuvor. Lena, mit ihren 18 Jahren und in einer Beziehung, schließt sich den beiden anderen Frauen des Alleinlebens an.

Da komm ich Romantiker mit meinen Argumenten:

„Ja aber die Liebe ist doch das Salz in der Suppe des Lebens?!“

„Ja, aber offensichtlich für Frauen ungesund …!“

„Und man möchte im Leben doch alles teilen, weil es zu zweit viel schöner ist …!“

„Ja, das sagst Du als Mann, aber Frauen tut das wohl nicht gut …!“

Spannende Diskussion! Ich glaube ja, dass da in unserer westlichen Gesellschaft ein großes Umdenken am Werk ist. Frauen lassen sich von Männern einfach nichts mehr gefallen, wie es noch normal bei meiner Mutter und ihrer Generation war. Ich glaube, das was gesund ist, ist die SELBSTBESTIMMUNG. Wenn man selbst entscheidet, was und wie man es will, dann ist es gesund. Wenn man gezwungen ist, ein Leben zu leben, das man nicht will, dann ist es ungesund und offensichtlich zeigen Studien genau das.

Spannend aber irgendwie ernüchternd, wenn man Beziehungen als Gesundheits- und Lebensverlängerungsmaßnahmen sieht …!

„Aber die Liebe?“ … bringe ich noch verzweifelt in die Diskussion ein.

„Ungesund!“ die einhellige weibliche Meinung in der Familie, natürlich mit einem Lachen!

„Du weißt doch, wie man im Buddhismus zu Gefühlen steht? Viel zu anstrengend! Und Du verlierst Deine Mitte!“

„Das stimmt schon, aber … die Liebe …!“ … werde ich immer leiser und nachdenklicher.

Tatsächlich ist das Sich-Verlieben unendlich anstrengend und wenn man gesund bleiben möchte, erspart man sich das besser. Ökonomisch ist es daher, sich nur einmal zu verlieben, dann nach geraumer Zeit in den Liebe-Modus zu wechseln und das einmal im Leben. Dann ist wohl der negative gesundheitliche Aspekt zu vernachlässigen …! Im Englischen heißt das Sich-Verlieben auch „to fall in love“- man fällt also in die Liebe wie in eine Grube und muss dann auf der Erstversorgung im Spital wieder zusammengeflickt werden …!

ALSO ich bleib dabei: Die Liebe und das Sich-Verlieben ist doch das Salz in der Suppe des Lebens, die Krone, welche die Schöpfung dem Menschen aufsetzt, um sich von anderen Lebewesen abzuheben, das Göttliche, das in uns sichtbar wird.
Ich bin ein alter Romantiker! Ich glaube an die Liebe, so oft ich vielleicht noch auf die Nase fallen werde …!

Als vorweihnachtlicher Beweis für die Liebe schenke ich Euch ein Video unserer Liebe, von Gabriele und mir, aus unserer Vergangenheit, aus der unsere beiden Kinder hervorgegangen sind. Das Video war nun 10 Jahre offline und ist jetzt wieder da … Wie sich alle gefreut haben …! Und wie alt wir geworden sind …!

https://www.youtube.com/watch?v=T5AWBbr04b0&list=RDT5AWBbr04b0&start_radio=1

Ich glaube an die Liebe und wünsche Euch für diese Adventzeit, dass auch sie für Euch das bedeutet, was damit ursprünglich gemeint war: Die Ankunft (Subst. für advenio) der Liebe in der Welt, im christlichen Glauben in der Person Jesus Christus. Ich wünsche Euch, dass nun auch in Eurem Leben die Liebe ankommt …!

Euer
Georg Weidinger

klaviermusik.at presents: georg weidinger (piano solo) "kitsch" - from the CD "Vienna Concert 2000 (Extraplatte ex 476-2)"; this heart warming video is a com...

Moku 14/25: Mein Körper, mein TempelIch möchte Euch meine Erlebnisse von meinem Neurovirus-bedingten Brechdurchfall von ...
05/12/2025

Moku 14/25: Mein Körper, mein Tempel

Ich möchte Euch meine Erlebnisse von meinem Neurovirus-bedingten Brechdurchfall von vorm letzten Wochenende nicht vorenthalten ...:
Nach der 18er Feier von Lena hat es uns in der Familie alle erwischt: Zuerst Lena, dann Gabriele, meine Ex-Frau, dann Daniel und schließlich mich. Vier Uhr nachts aufgewacht, die Kloschüssel umarmt und die nächsten Stunden nicht mehr losgelassen, mein Schlaflager der Vorleger davor.
UNFASSBAR, wie erschöpft man ist, wenn die Mitte komplett versagt! Ich konnte stundenlang nicht mehr aufstehen und habe keine Ahnung, wie ich die Hunde versorgt habe, da ich allein zu Hause war – der Tag ist vollkommen aus meinem Gedächtnis gelöscht ...
Dann die VISIONEN, was ich probieren könnte zu essen: Mit einer unfassbaren Intensität wusste ich genau, was ich essen sollte. Top of the top: Gedünstete, ungewürzte Kohlblätter in unserem neuen Dampfgarer. Unfassbarer Geschmack.
So habe ich mich 2 Tage ernährt, um die Essens-Summe des Tages vorm Schlafengehen dann doch wieder in der Klomuschel zu parken.
Dann weitere VISIONEN, wie sehr ich mich mit Alkohol, Zucker, Tierischem und noch so manchem Leckerli täglicher Genussnahrung vergifte, etwas, was meine Ernährung wohl nachhaltig verändern wird.
Jetzt funktioniert wieder alles- diese Woche haben wir Doppelschichten in der Praxis gefahren, um den Totalausfall der vorherigen Woche auszugleichen, und die Hunde habe ich auch ausgiebig bewegt ...
Ich spüre jetzt noch, wie wertvoll mein Körper ist, kann ihn jetzt viel besser annehmen mit seinen Unzulänglichkeiten, er ist wahrlich mein Tempel und den möchte ich fortan täglich gekehrt zu Bette ruhen ...
Dazu bleibt mir nur der Spruch meines Lebens:

HEILE DEINE MITTE!

Ich wünsche Euch eine schöne Vorweihnachtszeit!
Euer
Georg Weidinger

Moku 13/25: ... nasser Herbst im Wind!Heute haben wir, die Hunde und ich, uns todesverachtend ins nasse, windige, gefühl...
17/11/2025

Moku 13/25: ... nasser Herbst im Wind!

Heute haben wir, die Hunde und ich, uns todesverachtend ins nasse, windige, gefühlt eiskalte Wetter gestürzt! Die Rennsaison der „Trockenlandrennen“ (Dryland ...) hat begonnen, als Vorbereitung auf die Schneerennen. Die Hunde lieben es, vor allem, wenn viele Hasen und Rehe unseren Weg kreuzen- da wird es dann so richtig schnell!
Erholung gibt’s dann auf der Wohnzimmerbank und für mich in der Dusche!
Das Glück
sind die
kleinen Dinge
des Lebens,
oder ...?!

Eine gute Woche!
Euer
Georg Weidinger

Moku 12/25: ... darf leicht sein!Das Leben darf leicht sein, oder?!Kennt Ihr das: Ihr steht am Samstag früh auf, richtet...
22/09/2025

Moku 12/25: ... darf leicht sein!
Das Leben darf leicht sein, oder?!

Kennt Ihr das: Ihr steht am Samstag früh auf, richtet das Frühstück, richtet alles auf der Terrasse her, es ist ein milder Herbsttag, Decken zum Einwickeln inklusive, ruft Euren Partner, Eure Partnerin: „Frühstück ist fertig!“ ... Verschlafen torkelt Sandra heraus auf die Terrasse, setzt sich links von mir zum Tisch, grinst über beide Ohren: „Mein Lieblingsfrühstück!“ Dann besprechen wir, was wir alles zu tun haben, an diesem Samstag, an diesem Wochenende. Für alle Angestellten: Wir Selbständige machen in unserer Freizeit alles, wofür so mancher Angestellte in der Arbeit bezahlt wird: Buchhaltung, Homepage neu aufsetzen oder aktualisieren, Termine fixieren, Korrespondenz mit Gott, der Welt und dem Rest. Sandra und ich sehen uns an, wissen, was an diesem Samstag noch alles zu tun ist, selbst und ständig, haha, wir frühstücken in Ruhe fertig. „Eigentlich ist es recht frisch heute! Ich glaube, ich heize einmal den Kachelofen ein!“ Sandra grinst- sie liebt es, auf dem warmen Kachelofen zu liegen und meist auch einzuschlafen! Ich setze mich also zum Kachelofen, schlichte die Hölzer in die Brennkammer, es liegen noch genug da, beginne eine Seite Zeitung zu zerknüllen, um sie als Unterzünder verwenden zu können, da fällt mein Blick auf einen interessanten Artikel ... Und so lese ich für mindestens eine Stunde, Sandra noch auf der Terrasse, liest in ihrem Yoga-Heft. „Ist der Ofen schon warm ...?“, ruft sie herein. Ich grinse. „Fast!“, zerknülle jetzt endlich die Zeitung und gebe der Flamme Stoff für die Holzscheite. Ich wanke wieder auf die Terrasse, setze mich zu meiner Frau: „Bist Du auch wieder so müde ...?!“, grinse ich sie an. Sie grinst zurück. ... Und so landen wir wieder im Bett und verschlafen den halben Vormittag. Fürs Mittagessen geht sich dann kein Einkauf mehr aus, aber wir finden genug Resteln im Kühlschrank für ein kreatives Essen. Die Kinder? Sind nicht da. Die Hunde? Schlafen alle. Nach dem Essen ein langer Waldspaziergang mit den bedürftigsten Hunden, danach bleibt uns nur noch der warme Ofen, ein heißer Kakao und Tschaikowsky aus den Boxen, schön leise, um uns nicht unnötig aufzuwühlen.
„Heute haben wir gar nichts weitergebracht!“, kommt es von Sandra, ihr Kopf in meinem Schoß, ich auf dem Kachelofen. „Gut so!“ grinse ich! „Und morgen?“, grinst sie zurück. „Wu Wei! Die Kunst des Nichtstuns!“ „So wie heute?“ „Ja, genau so!“ Ich küsse sie. Bevor sie einschläft, nehme ich ihren Kakaobecher aus ihrer Hand ...
Das Leben darf leicht sein! Oder ...?!

Euer
Georg Weidinger

P.S. Ein bisschen habe ich doch am Sonntag gearbeitet- habe meine Homepage neu aufgestzt- das war überfällig! Viel Spaß beim Schmökern: www.georgweidinger.com

P.S. 2: NOCH WAS: Wer Lust hat, mich zu treffen, mich bei einem Vortrag zu erleben: Ich bin am kommenden Samstag in Graz beim TAO-Kongress- Publikumskongress am Samstag von 9h bis 10 Uhr.
https://www.tcmkongress.at/de/Inhalte/Index/1

Freu mich den einen oder die andere zu sehen!
Bis dann!
Georg

Moku 11/25: Ich liebe es ...Ich liebe es ....., wenn es regnet auf der Terrasse zu sitzen und dem Regen zuzuhören..., we...
15/09/2025

Moku 11/25: Ich liebe es ...

Ich liebe es ...
.., wenn es regnet auf der Terrasse zu sitzen und dem Regen zuzuhören..., wenn bei einer Familienfeier, zu der man eigentlich gar nicht gehen wollte, sich dann doch zu freuen, alle wiederzusehen und zu erleben, wie alle glücklich sind... mit Lena auszureiten und die tiefe Verbindung untereinander zu spüren... morgens zu früh aufzuwachen, meine Frau schläft noch, und ich sie einfach im Schlaf zu beobachten... umgekehrt, wenn meine Frau vor mir aufwacht und wenn ich dann wach bin zu sehen, wie sie mich mit einem Lächeln begrüßt..., wenn wir gemeinsam am Wochenende spät frühstücken und einfach zu faul sind, aufzustehen und „weiterzumachen“... gemeinsam zu kochen und dann gemeinsam zu essen, uns gegenseitig zu loben, wie großartig es schmeckt... abends im Herbst, wenn es kalt draußen ist, den Kachelofen einzuheizen, meine Frau auf ihm sitzend und häkelnd, es läuft irgendein Soundtrack als Musik, ich starre nur ins Feuer und lächle... abends noch gemeinsam Scrabble zu spielen... mit den Hunden im Schnee unterwegs zu sein, durch die Weiten Schwedens, und das Gefühl von Zeit und Raum völlig zu verlieren... lange Waldspaziergänge mit meiner Frau und ein paar Hunden zu machen..., wenn wir im Herbst im Wald Schwammerl suchen gehen und ich sehe, wie sehr meine Frau sich über jeden noch so kleinen Fund freut... einen gemeinsamen langen Arbeitstag gemeinsam geschafft zu haben, glücklich nach Hause zu fahren und unseren ganz normalen Alltag zu leben... am Sofa sitzend ein gutes Buch zu lesen... einen geliebten Menschen fest im Arm zu halten, die Verbindung zu spüren, das Glück... Freunde zu Besuch zu haben und den ganzen Abend viele viele Geschichten zu erzählen und zu hören... abends mit meiner Frau eine Serie im Fernsehen anzusehen, wir beide am Sofa sitzend, uns im Arm zu halten, als wäre es das Normalste der Welt, und ein Hund versucht sich immer wieder, zwischen uns zu drängen... in die Sauna zu gehen und wenn mir dann so richtig heiß ist, nach einem Aufguss, in der Regentonne abzutauchen und abzukühlen.

So viele „ganz normale“ Dinge, so viele Sachen, wo der eine vielleicht denkt: ganz normaler Alltag eben! So viel ist Gewohnheit, fällt uns täglich gar nicht auf, aber genau deshalb wurde es ja Gewohnheit, weil es uns guttut und weil wir es regelmäßig brauchen.

Vielleicht müssen wir uns alle öfter vor Augen halten, wie großartig es uns geht und wie erfüllt unser Leben ist. Alltag bedeutet nicht nur Pflicht und Muss und Aufstehen müssen, Alltag bedeutet, eine Heimat zu haben, ein Leben, dass NUR DEIN Leben ist, von niemandem sonst, und es Dein Leben zu etwas ganz Besonderem macht.

Was liebt Ihr?

Was macht Euer Leben so besonders, was den Alltag?
Müsst Ihr dem Alltag entfliehen oder könnt Ihr ihn auch genießen?

Ich wünsche Euch viele gute Erlebnisse in Eurem täglichen Leben, wisst es zu schätzen und seid dankbar für jeden einzelnen kostbaren Moment ...!

Euer
Georg Weidinger

Moku 10/25: Karma und NarzissmusDas alte chinesische Zeichen für Mensch sind zwei Menschen. Das möchte sagen, dass der M...
08/09/2025

Moku 10/25: Karma und Narzissmus

Das alte chinesische Zeichen für Mensch sind zwei Menschen. Das möchte sagen, dass der Mensch erst durch einen anderen Menschen zum Menschen wird, dass der Mensch sich erst durch einen anderen Menschen selbst erkennen kann, etwas, was die Paar- und Coachingmethode „Imago“ berücksichtigt, indem man das Gegenüber nutzt, um zu verstehen, was man sagt und tut, um sich gehört zu fühlen und so sich selbst zu erkennen.
Das Sanskrit-Wort „Karma“ bedeutet im ursprünglichen sind „Handlung“. Karma bedeutet, dass jede Handlung, die ich setze, eine Wirkung in der Welt hat. Wenn ich zum Beispiel ein Buch schreibe, einen Artikel schreibe, und jemand liest dieses Buch, diesen Artikel und es bringt ihn dazu, sei nLeben zu ändern, Dinge zu hinterfragen und dadurch selbst neue Handlungen zu setzen, hat mein Karma des Buch-, des Artikel-Schreibens etwas Positives bewirkt, die Welt positiv verändert. So hat mir kürzlich ein Staatsanwalt aus Salzburg ein E-Mail geschrieben, dass er in einem schweren Burnout war und durch persönliche Umstände und Beziehungen auf mein Buch „Die Heilung der Mitte“ gestoßen ist. Das Lesen dieses Buch hat für ihn alles verändert. Er konnte die Abwärtsspirale seines Lebens durchbrechen, neue Kraft tanken, sich selbst heilen und dadurch wieder für andere da sein, wieder seinen Job gut ausführen und wieder ein wichtiger Teil der Gesellschaft werden. Das ist Karma. Karma ist auch, dass dieser Staatsanwalt mir ein E-Mail geschrieben und sich von Herzen bedankt hat, dass ich dieses Buch verfasst hatte. Karma ist auch, dass dieses E-Mail mich zum richtigen Zeitpunkt des Zweifels erreicht und mir viel neue Kraft eingehaucht hat, um mit meiner „Mission“, die chinesische Medizin unter die Leute zu bringen, mit Shen und Begeisterung weiterzumachen, wofür ich diesem Staatsanwalt ewig dankbar sein werde.
Das ist die gute Seite des Karmas.
Auf der anderen Seite bewirkt eine Handlung, die jemandem schadet, weil man zum Beispiel seine eigenen Ziele ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzt, ein Karma, das viele negative Effekte in der Welt nach sich zieht. Dabei ist es völlig ohne Belang, aus welcher Motivation man diese Verletzung verursacht: Der Effekt der Handlung schadet und zerstört. Und hier kommt der Sanskrit-Begriff „Samsara“ ins Spiel. Ursprünglich bedeutet „Samsara“ der Zyklus aus Geburt, Tod und Wiedergeburt. Im übertragenen Sinn beschreibt er die Effekte des Karma. Immer und immer wieder setzt man eine Handlung, ohne diese zu verändern, und immer und immer wieder verursacht man dadurch Geburt, Tod und Wiedergeburt, eine Endlosspirale, die sich aber bereits in diesem Leben abspielt. Da muss man nicht an Wiedergeburt glauben. Samsara möchte aufzeigen, was negatives Karma zu Folge hat: Also, unser Beispiel: Jemand verletzt einen anderen Menschen schwer, bricht diesen Menschen und dieser gebrochenen Mensch lebt jetzt mit der Wunde, wird zum Beispiel verlassen und fängt an zu trinken oder wie wahnsinnig zu essen, wird Alkoholiker oder fettsüchtig und das hat wieder Wirkung auf andere Menschen, die der gebrochene Mensch in sein Leid mithineinzieht oder durch den gesundheitlichen Schaden sich zerstört und andere beschäftigt.

Und da kommt der Begriff des „Narzissmus“ ins Spiel. Der römische Dichter Ovid hat in den „Metamorphosen“ die Geschichte von dem Jüngling Narziss erzählt, welcher sich unsterblich in sein eigenes Spiegelbild verliebt und weil diese Liebe keine Erfüllung findet, daran zugrunde geht. Narzissmus heute meint eine Geisteshaltung, eine Störung der Wahrnehmung, bei der man nur sich selbst sieht und alles, was man tut, aus dem eigenen Standpunkt tut, keine andere Wahrnehmung zulässt, jede andere Sichtweise entwertet und die Rechtfertigung für jede noch so schlimme Handlung in der Erfüllung der eigenen Ziele und Sichtweise findet. Dabei benutzen Narzissten Begriffe und Formulierungen, die keine weitere Diskussion, keine weitere Argumentation, zulassen: „Ich bin so. Ich werde mich nicht ändern. Das ist so. Ich habe das Recht dazu. Bei all dem, was passiert ist, muss ich so handeln. Ich habe mich entschieden. Da fährt die Eisenbahn drüber.“ ... Ein typisches Charakteristikum von Narzissten ist die emotionale Kälte, die emotionale Distanz und die Schärfe der Formulierung und d
er Gedanken. Das heißt nicht, dass diese Menschen keine Emotionen haben. Nein. Sie verwenden sie nur nicht so, wie die Natur es vorgesehen hat, nämlich, um die richtigen Handlungen zu setzen. Zum Beispiel weinen sie gleich bei kitschigen Filmen oder leiden, wenn sie Bilder von misshandelten Tieren sehen, beides per se natürlich kein Alleinstellungsmerkmal eines Narzissten- machen normale Menschen auch. ABER wenn es um persönliche Begegnungen geht, um das reale Leben, ticken sie auf einmal völlig anders. Die emotionale Kälte, hinter der sie sich verstecken, dient dem Selbstschutz, damit man emotionslos Handeln und Zerstören kann. Wir müssen nur die Zeitungen aufschlagen oder die Nachrichten ansehen, da ist alles voll von Narzissten und ihrem Karma, den Kriegen.
Ein (nennen wir es einmal) normaler Mensch hat ein Gewissen, ein Komplex aus Gedanken und Gefühlen, der ihn oder sie dazu bringt, gewisse Dinge NICHT zu tun. Das Gewissen ist bei Narzissten meist argumentativ außer Kraft gesetzt.
Der springende Punkt, warum Narzissten so handeln, wie sie handeln und warum negatives Karma entsteht, ist das Verdrängen und Leugnen der Verantwortung.
Jeder von uns hat die Verantwortung für seine Handlungen!
Wir müssen uns bewusst machen, mit Denken, mit Gefühlen, was wir da tun. Wir müssen uns über die Konsequenzen im Klaren sein und unsere Verantwortung ist es, auch bei schweren Entscheidungen darauf zu achten, dass der Schaden für andere so gering wie möglich ist oder wenn geht jeglichen Schaden vermeiden. Eine Trennung kann eine große Chance für Veränderung für beide sein, wenn der Trennende sich der Verantwortung für sein Handeln bewusst ist und entsprechend handelt. Es gibt auch Situationen, in denen man Krieg führen MUSS. So ist es schon in der Bhagavad Gita beschrieben, jenem weisen Buch, das Mahatma Gandhi bis zu seinem Tod immer bei sich gehabt und daraus regelmäßig gelesen hat. Arjuna muss einen Krieg gegen seine Verwandten führen, um sein Volk, sein Reich, zu schützen. Obwohl er keinen Krieg anzetteln möchte, muss er für diesen einstehen. Auch das ist Karma.
Es geht nicht um Schuld, es geht nicht um Moral, nicht um Ethik. Es geht um Verantwortung als Mensch für andere Menschen, für die Tiere, für unsere Umwelt. Wir müssen hinschauen, nicht wegschauen, was wir da tun, was wir anstellen. Der Narzisst wird in unserem obigen Beispiel, dem Gesetz des Samsara folgend, einmal die Person, die sie verlassen hat, wiedertreffen und sehen, wie dick sie geworden ist und sich sagen: „Wie unmöglich sieht sie jetzt aus! Gut, dass ich sie verlassen habe!“ Der Mensch mit Gewissen oder der Narzisst, der an sich arbeitet, wird sagen: „Um Gottes Willen wie sieht sie jetzt aus? Bin ich etwa (mit)schuld an dieser Veränderung?“ und wird entsprechend handeln: Kontakt aufnehmen, reden, helfen, trösten, Hilfe suchen, was immer, erkennen, was die eigene Handlung bewirkt hat. Es ist nie zu spät, aus Samsara auszusteigen! Ich glaube auch an die Menschen und an das Positive in ihnen! Ich glaube an uns, an Euch!
Das Wichtigste, wie so oft, ist die Erkenntnis, dass man narzisstisch handelt, dass man ein Narzisst ist (was bei vielen leider unmöglich ist, weil ihre Argumentation ja dahingeht, sich selbst als das Maß aller Dinge zu sehen und damit die Selbstreflexion durch andere Menschen oder Handlungen ausgelöst nicht möglich ist ...).
Wenn ihr also jetzt denkt: „Oh Gott, der redet ja von mir!“ und ab sofort ANDERS handelt, ein anderes Karma setzt, Euch Eurer Verantwortung für Euer Handeln und für Eure Mitmenschen bewußt werdet, dann brecht Ihr aus dem Samsara aus und dann könnt Ihr den Narzissten ablegen! Da glaube ich fest daran!
Wenn Ihr jetzt sagt: „Na das bin ich ganz bestimmt nicht!“, funktionieren Eure Verdrängungsmechanismen und Eure emotionale Kälte richtig gut ODER Ihr seid wirklich keine Narzissten!
Wenn Ihr jetzt denkt: „Ja, solche kenne ich und unter solchen leide ich!“ Dann bitte setzt eine Handlung! Distanziert Euch! Schützt Euch! Achtet auf Euch! Setzt Handlungen, damit es Euch gut geht, damit Ihr Liebe erfahrt! Denkt dran: Mit Argumenten kommt man meist keinen Millimeter weiter ...!
Unsere Welt ist kälter geworden. Unsere Welt ist unpersönlicher geworden.
Nicht umsonst ist das moderne chinesische Zeichen für Mensch nur ein Mensch ...!

WICHTIGE INFORMATION:
Ab sofort könnt Ihr Euch für unsere TCM-Kurse für 2026 anmelden! Diesmal werden es WIRKLICH die letzten sein! Danach werde ich unsere Gesellschaft für TCM auflösen, wie genau, das berede ich mit Sandra. Es ist Zeit für Veränderung! Lasst uns also noch einmal 2026 die TCM hochleben und feiern! Lasst mich 2026 noch einmal alles, was ich weiß und kann, an Euch weitergeben, damit IHR die neue Generation seid, damit IHR Euer Karma wirken lassen könnt! Ich glaube ganz fest daran, dass da ganz viel Positives in die Welt hinaus gehen wird ...!
Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht nichts tun werde. Aber wie und was genau, steht noch in den Sternen ...!

https://ogtcm.at/ALLE-KURSE-2026/

Euer
Georg Weidinger

Moku 9/25: Das Leben ist buntDas Leben ist nicht schwarz, nicht weiß. Es gibt kein Gut, es gibt kein Böse. Das Leben spi...
01/09/2025

Moku 9/25: Das Leben ist bunt

Das Leben ist nicht schwarz, nicht weiß. Es gibt kein Gut, es gibt kein Böse.
Das Leben spielt sich in den Bereichen dazwischen ab. Dann wird es grau.
Doch wenn man genau hinsieht, so wirklich ganz ganz aus der Nähe, dann blinzeln die Farben hervor ...

In letzter Zeit häufen sich die Fälle von Trennungen und Scheidungen in unserer Umgebung, einerseits beruflich, da hör ich wirklich viel, andererseits privat. Und da ist es dann oft schwer, nicht Partei zu ergreifen, nicht den einen als böse, den anderen als gut zu bezeichnen, nicht schwarz, nicht weiß. Irgendwie möchte man ja weiter Kontakt haben können, doch meist zieht es einen eher zu dem einen/der einen und dann ergreift man doch Partei, schimpft gegen den anderen (oder die ...) und solidarisiert sich.

Es ist wohl eines der schwierigsten Aufgaben im Leben, eine gute Paarbeziehung zu führen. Ständig „muss“ man dran arbeiten, ständig verändert sich einer, wenn man Glück hat beide in die gleiche Richtung, ständig wird die Partnerschaft auf die Probe gestellt. Idealerweise steht am Anfang einer Beziehung die Liebe, meist nach einem mehr oder weniger stürmischen Verliebtsein.
In Bezug auf Paarbeziehungen glaube ich hat sich in den letzten Jahrzehnten viel verändert. Einerseits lassen sich vor allem Frauen nicht mehr alles gefallen und gehen, wenn es ihnen reicht, was früher undenkbar gewesen wäre, vor allem aus ökonomischen, aber auch religiösen Gründen. Andererseits hat man nicht alle Erwartungen, die man vom Leben und sich hatte, in die Paarbeziehung, in den Partner gesteckt. Ich glaube schon, dass wir heute unrealistisch viel von einer Partnerschaft erwarten. Der Partner, die Partnerin muss alles erfüllen, und das immer, um uns das Gefühl zu geben, alles zu haben, alles zu erreichen und auf nichts zu verzichten. Und wenn diese Parameter nicht mehr erfüllt sind, wird gewechselt, meist der Partner. Storno. Punkt. Früher hat man nicht so viel erwartet, war auch viel mehr damit beschäftigt, die gemeinsame Existenz aufzubauen, die Kinder großzuziehen, die Schulden zurückzuzahlen. Die Paarbeziehung war mehr eine Lebensgemeinschaft, um gemeinsam etwas im Leben aufzubauen und zu erreichen. Und wenn die Liebe dann noch immer wieder hervorlugte, war alles gut.

Ihr kennt sicher auch alte Menschen, über 80, vielleicht 90, die Händchen haltend sich noch immer verliebt anblicken. Nein, es wäre nicht immer leicht gewesen, aber man hätte zusammengehalten, hätte alles gemeinsam durchgestanden, 60, 70 Jahre lang. Wäre sehr stolz auf die Kinder, die Enkel, die Großenkel, auf das Erreichte, und noch immer zusammen.
Und auch an die Liebe stellen wir oft unrealistisch hohe Ansprüche. Die Liebe ist für mich wie Schokolade, wunderbar und köstlich. Und was tun wir heute damit? Wir baden uns darin, tauchen unter und saugen uns voll damit. Dann steigen wir aus der Wanne, sehen, wie verdreckt wir sind, wie schlecht uns ist, duschen uns ab und verdrängen für lange Zeit Schokolade, bis irgendwann wieder der Exzess kommt. So tun wir es doch mit allem, oder? JETZT und GANZ VIEL DAVON und dann sind wir übersättigt, überfressen und stoßen es weg, werfen es in den Mist.

Für mich ist Liebe wie ein Stück Schokolade, auf das man sich die ganze Woche freut und dann am Wochenende genießt. Dabei lässt man das kleine Stück ganz still im Mund liegen, damit es sich nicht gleich auflöst, damit man ein bisschen länger etwas davon hat. Und dann isst man lange nichts nach, stundenlang, damit man den Geschmack nicht verliert, die wunderbare Erinnerung an den Geschmack nicht verdrängt.
Wir wollen auch immer etwas Neues, am besten gleich das Alte auf den Sperrmüll. So machen wir es mit Möbel, Elektrogeräten, Paarbeziehungen, und Jobs. Auch wir haben uns irgendwann entschieden, neue Wohnzimmermöbel zu nehmen. Meine Frau fand die alten Vollholzmöbel, Erbstücke meiner Familie, zu schwer und belastend. Jetzt stehen dort Ikea-Möbel, wunderschön, zeitlos, ohne Vergangenheit, und jetzt, nach nur wenigen Jahren, sind manche Ecken schon abgeschlagen und die Pressholzplatte wölbt sich dahinter hervor ...

Ist es nicht wunderbar, wenn man seinen Partner, seine Partnerin ansieht, die man schon ewig kennt, und SIE sieht, IHN sieht, unabhängig von all der äußerlichen Veränderung, die natürlich bei uns allen stattfindet? Wenn ein Mann, der seit 60 Jahren mit seiner Frau zusammen ist und sagt, dass wenn er sie ansieht noch immer das 16 jährige Mädchen in ihr erkennt? Wenn ich meine Frau ansehen und ALLES sehe, was in all den Jahren passiert ist, was JETZT alles da ist und eben nicht nur das Gesicht des Moments? Bei den neuen Ikea-Möbeln sieht man das nicht, schön, praktisch, aber man sieht nur das Gesicht des Moments, abgetrennt von allem anderen.

Wenn ich von Liebe rede, meine ich die Liebe in einer Zweierbeziehung, egal welchen Geschlechts, nicht die Liebe zu den Eltern oder den Kindern. Diese Liebe hat doch eine ganz eigene Form, eine ganz eigene Ausprägung.

Die Liebe schenkt. Sie fordert nichts zurück.

Das ist für mich eines der wichtigsten Charakteristika. Wenn ich liebe, schenke ich. Bei den Kindern ist das selbstverständlich, in der Paarbeziehung nicht (mehr). Zu sehr denken viele praktisch. Was habe ich davon? Was bleibt mir? Das ist Pragmatismus, ein Geschäft, aber keine Liebe. Vielleicht Selbstschutz, auch wichtig, aber keine Liebe.

Liebe ist, wenn ich in die Augen meines Partners, meiner Partnerin, blicke, und ALLES sehe.

Dort steht es drinnen, dort sieht man die Seele und die Verbindung, WENN man verbunden ist. Wenn nicht, sieht man auch nichts. Das Lächeln an der Oberfläche kann es kaschieren, aber wer liebt, der spürt das.

Beziehung sollte nicht fordern, sondern halten, tragen.

Gerade, wenn man lange zusammen war, trägt die Beziehung viel mehr als es den Anschein hat. Vielleicht sieht man das grad im Alltag nicht, vielleicht sind die Gefühle auch verschüttet von Gram, Ku**er, Trauer und Einsamkeit, Dinge, die passieren können in einer Beziehung, wenn man sie nicht wie eine Pflanze regelmäßig gießt. Trotzdem ist meist etwas da, im Hintergrund, das man spürt, dass man zusammengehört. Dann kann Hilfe von außen die Rettung sein vor dem Sperrmüll ...

Meine Frau möchte nicht, dass ich zu Privates hier kundtue. Aber eines möchte ich Euch doch erzählen, nur so viel, damit ihr versteht ... Gestern haben meine Frau Sandra und ich gestritten, wie es eben so in guten Beziehungen vorkommt, wo man alles aus- und anspricht und das muss ja dem Gegenüber nicht recht sein, was er oder sie gerne lautstark und provokant von sich geben kann, idealerweise nur verbal. Und spannend ist ja, dass man bei einem solchen Streit den Partner WIRKLICH und zutiefst verletzt, verletzten kann, weil er oder sie, in dem Fall Sandra oder ich, ja ALLES über den anderen weiß und GENAU in die Wunden drücken kann, damit es wirklich so richtig weh tut, wohl der genetisch fixierte, biologische Sinn dieses Kampfes, der in unseren Genen steckt, hier in die moderne Zeit als verbale Auseinandersetzung transportiert.
Also, wir hatten die Höhepunkt des Streits bereits überschritten, die Gemüter kühlten sich bereits etwas ab und da sah ich es, in Sandras Augen: diese unendlich tiefe Verbindung zwischen uns, diese unendlich große Liebe, die wir früher als „Seelenverwandschaft“ bezeichnet hatten, und auch wenn Sandra das in dem Moment nicht selbst erkennen konnte, ich sah es und es war mein kleines Stück Schokolade, das ich ganz vorsichtig auf meine Zunge legte, ganz langsam einspeichelte und die Süße ganz langsam auf mich einwirken ließ, so vorsichtig, damit ich gefühlt für die nächsten Jahre davon leben kann. Und ein tiefes Lächeln breitete sich in meiner Seele aus und ein tiefes Vertrauen in und ein tiefer Glaube an unsere gemeinsame Liebe ...

Liebe ist das, was uns lebendig macht, was uns aufweckt und fühlen lässt, was in unserem Körper entsteht und eine unfassbare Meisterleistung desselben für uns und unseren Geist bedeutet. Wer Liebe empfindet und empfinden kann, ist ein glücklicher Mensch. Selbst wenn die Liebe einmal unglücklich ist, gerade nicht erwidert wird, so empfindest Du doch die Liebe, DU in Deinem wunderbaren Körper und Deinem wunderbaren Geist, und das alleine ist ein Geschenk des Himmels und des Lebens an Dich! Also spüre sie, egal, ob glücklich oder unglücklich, spüre, wie Du lebst ...!

Und selbst wenn Du am Sterbebett liegst und Liebe empfindest, selbst die unglückliche oder nicht erwiderte, bist Du ein gesegneter, glücklicher Mensch, weil Du in Liebe von dieser Welt gehen kannst ...

Wir alle müssen einfach lernen, ein wenig von unserem Ego, ein wenig von unserem Leistungsdenken, selbst in der Liebe und in Beziehungen, zurückzutreten. Und wir müssen lernen, dass Dinge, die lange bestehen, eine Geschichte haben, welche verloren geht, wenn man sie ersetzt, sei es bei Möbeln oder bei Menschen.

Das Leben ist bunt,
darf es sein,
soll es sein ...

Euer
Georg Weidinger

Adresse

Eisenstädter Straße 3
Sauerbrunn
7202

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Georg Weidinger erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Georg Weidinger senden:

Teilen

Ich bin ...

Georg Weidinger, Chinesen-Arzt, Klavierspieler, Wort- und Musik-Schreiberling und Yogi und habe ein paar Bücher geschrieben: "Die Heilung der Mitte", "Die tägliche Heilung", “Die chinesische Hausapotheke”, “Der Goldene Weg der Mitte”. Wenn es die Zeit erlaubt, halte ich Lesungen, spiele Konzerte und nehme Klavier-CDs auf, zuletzt: “Quiet Moments (2016)”, “Bach-Hindemith (2017)”, www.georgweidinger.com