20/08/2026
„Ich mag die neue Seite an mir.“
Dieser Satz ist mir hängen geblieben.
Mit einem stolzen Gesichtsausdruck und sprühender Energie kam vor ein paar Tagen eine Teilnehmerin der Resilienztrainerausbildung zu mir. Sie erzählte mir von einem Vorfall in der Arbeit – und vor allem davon, wie sie damit umgegangen war.
Sie hatte ihre Grenze gespürt und klar ausgesprochen.
Und sie hatte sich dabei nicht klein gemacht, nicht gerechtfertigt und nicht gefragt, ob sie das „darf“.
Sie hat es einfach getan.
„Es war so ein gutes Gefühl.“
Und genau das war es, was man ihr angesehen hat.
Nicht nur Stolz.
Da war Energie. Selbstvertrauen. Aufrichtung.
Ich finde, genau solche Momente zeigen, was energetische Resilienz wirklich bedeutet.
Resilienz bedeutet nicht, dass uns schwierige Situationen nichts mehr ausmachen. Es bedeutet auch nicht, immer stark, gelassen und souverän zu sein.
Resilienz bedeutet vielmehr, wieder Zugang zu sich selbst zu bekommen.
Zu den eigenen Bedürfnissen.
Zu den eigenen Grenzen.
Zur eigenen Klarheit.
Und besonders zur eigenen Energie.
Denn manchmal wissen wir ganz genau, was wir sagen möchten – aber wir trauen uns nicht, es auszusprechen - weil wir da so eine Blockade spüren im Inneren.
Wir spüren eine Grenze – und gehen trotzdem darüber.
Wir merken, dass uns etwas Kraft kostet – und machen weiter.
Nicht unbedingt, weil wir es nicht besser wissen.
Sondern weil uns die Energie fehlt, danach zu handeln.
Und dann passiert etwas Entscheidendes:
Wir verändern nicht nur unsere Energie und dadurch unser Verhalten.
Wir verändern unser Erleben von uns selbst.
„Ich kann das.“
„Ich darf das.“
„Ich kann für mich einstehen.“
„Ich vertraue mir.“
Das sind keine kleinen Veränderungen.
Das ist Energie und innere Stärke, die nach außen sichtbar wird.
Und vielleicht ist genau das eine der schönsten Seiten von Resilienz:
Dass irgendwann jemand vor dir steht, dich mit leuchtenden Augen ansieht und sagt:
„Ich mag die neue Seite an mir.“
Ich übrigens auch. 💝