27/08/2026
Vor einiger Zeit durfte bereits Eir bei mir einziehen. Sie hat inzwischen ihren festen Platz in meiner Gesundheitspraxis gefunden.
Eir begegnet uns in der nordischen Überlieferung als eine Gestalt, die eng mit Heilkunde verbunden ist. In der Prosa-Edda wird sie als besonders hervorragende Heilerin beschrieben.
Für mich passt sie deshalb wunderbar an diesen Ort. Nicht als Versprechen von Heilung, sondern als Sinnbild für Fürsorge, Wissen, Begleitung und die Unterstützung des Menschen auf seinem eigenen Weg.
Und heute hat Eir Gesellschaft bekommen.
Vier weitere Figuren von Tordensson sind bei mir angekommen:
Austri, Vestri, Norðri und Suðri.
Vier Zwerge der nordischen Mythologie, deren Aufgabe gewaltig ist.
Nachdem aus dem Körper des Urriesen Ymir die Welt geschaffen wurde, entstand aus seinem Schädel der Himmel. An seinen vier Seiten wurden vier Zwerge eingesetzt, um ihn zu tragen:
Austri im Osten
Vestri im Westen
Norðri im Norden
Suðri im Süden
Historisch gesehen tragen sie also den Himmel.
Für mich persönlich steckt darin aber noch ein anderes, sehr schönes Bild:
Sie halten den Raum.
Jeder an seinem Platz.
Jeder in seiner Richtung.
Keiner wichtiger als der andere.
Gemeinsam geben sie dem Raum Struktur und Halt.
Und genau so sollen die vier auch ihren Platz finden. Austri im Osten, Vestri im Westen, Norðri im Norden und Suðri im Süden.
Eir begleitet bereits meine Arbeit in der Gesundheitspraxis.
Wo die vier ihren Platz finden werden, weiss ich noch nicht. Vielleicht in der Praxis, vielleicht an einem anderen Ort. Ich denke, das werden sie mir selbst noch zeigen.
Vielen Dank an Tordensønn Göttermacher für diese besonderen Arbeiten und dafür, diesen alten Gestalten mit seinen Händen ein Gesicht zu geben.