01/09/2026
Wir bleiben erstaunlich lange in Situationen, die eigentlich ganz okay sind.
Im Job. In Projekten. In Beziehungen. In Entscheidungen, die irgendwann einmal richtig waren. Wir nippen weiter daran. Gewöhnen uns an den Geschmack. Und reden uns ein, so schlimm ist es doch gar nicht.
Bis irgendwann die viel wichtigere Frage auftaucht: Will ich das überhaupt noch?
Für mich bedeutet Freiheit heute nicht, immer die perfekte Entscheidung zu treffen. Freiheit bedeutet, mir bewusst zu machen, dass ich meistens eine Wahl habe.
Ich kann bleiben oder gehen. Ich kann schweigen oder etwas ansprechen.Ich kann weitermachen wie bisher oder etwas verändern. Und manchmal kann ich sogar sagen: Nein danke. Dieses Glas ist einfach nicht mehr meins.
Das Provokante daran? Auch keine Entscheidung zu treffen, ist eine Entscheidung. Sie fühlt sich nur bequemer an, weil wir dafür keine Verantwortung übernehmen müssen.
Wenn du gerade vor einer Entscheidung stehst, helfen vielleicht drei Fragen:
Würde ich mich heute noch einmal bewusst dafür entscheiden?
Bleibe ich, weil es richtig ist, oder weil es vertraut ist?
Was würde ich wählen, wenn ich niemandem etwas beweisen müsste?
Vielleicht ist das Glas halb voll. Vielleicht halb leer. Aber manchmal liegt die eigentliche Veränderung darin, den Mut zu haben, ein anderes zu bestellen.
Cheers eure Elvira 🍹
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