27/08/2026
Du hast eine Atemübung auf dem Handy. Irgendwann gespeichert, an einem Abend, an dem es zu viel war. Du hast sie zweimal gehört, vielleicht dreimal, und es war schön. Danach lag sie in einem Ordner mit den anderen Dingen, die auch gutgetan hätten. Der Podcast über Trauer, den dir eine Freundin geschickt hat. Die Yoga-Sequenz für den Rücken, und das Rezept mit dem Magnesium.
Du scrollst daran vorbei und es gibt einen kleinen Stich. Ich bleibe an nichts dran. Dabei bleibst du an ziemlich vielem dran. Du rufst deine Mutter jeden Sonntag an, auch wenn das Gespräch immer gleich läuft. Du bist seit Jahren die, die das Familienfest organisiert. Der Atem ist nur das Erste, was rausfällt, wenn ein Tag eng wird. Er wird flacher, und du merkst es abends an den Schultern, wenn überhaupt.
Nach ein paar Wochen bemerkst du ihn gar nicht mehr. Er ist der Grundton geworden, in dem du durch deine Tage gehst.
Ein einzelnes Audio dreht das nicht. Man hört es, es tut gut, und am nächsten Tag ist der Atem wieder dort, wo er vorher war. Der Körper merkt sich etwas erst, wenn es sich wiederholt.
Ein Kurs wäre das andere Extrem. Wochen, Termine, wieder etwas, das du schaffen musst oder eben nicht schaffst.
Also sieben Tage.
Am 6. September beginnt AUFTAUCHEN. Jeden Morgen kommt ein kurzes Audio mit einer Übung, per Mail oder im Telegram-Kanal. Meist um die sieben Minuten, keines länger als zehn. Du hörst es, wann es in deinen Tag passt, und behalten darfst du es auch.
Du kannst die ganze Woche schweigen und einfach nur atmen. Das reicht völlig. Wer mag, kommt am 13. September in einen Zoom-Kreis dazu. Dabei sein muss niemand.
Am Ende hast du sieben Übungen, die du kannst, ohne nachzuschauen. Im Zug, vor einem Gespräch, das dir bevorsteht, nachts um drei, wenn du wach liegst. Und du merkst schneller, wenn dein Atem flach wird. Vielleicht stellst du dabei fest, dass er tiefer geht, als du dachtest.
Es kostet 37 Franken. Link in der Bio.