Ruf der Natur

Ruf der Natur Ein Ruf der Natur damit der Mensch ihr wieder näher kommt. Pflanzenwanderungen, Workshops, Naturnahe Lebensgestaltung
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Wissen für den Alltag und Infos zu meinen Pflanzenwanderungen und mehr.

Der Zwergholunder / Attich 🫐Habt ihr schon einmal einen Zwergholunder (Sambucus ebulus) in echt gesehen?Gerade wenn ihr ...
04/09/2026

Der Zwergholunder / Attich 🫐

Habt ihr schon einmal einen Zwergholunder (Sambucus ebulus) in echt gesehen?

Gerade wenn ihr im Moment Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) sammelt, solltet ihr den giftigen Zwergholunder schon einmal gesehen haben oder die folgende Regel kennen. Die beiden Arten lassen sich gut unterscheiden, wenn man sich die Höhenregel merkt.

Der Zwergholunder verholzt nämlich nicht – seine Stängel bleiben grün – und stirbt im Winter bis zum Boden ab. Dadurch wird er normalerweise nicht grösser als etwa 1–2 m. Beim Schwarzen Holunder handelt es sich dagegen um einen verholzenden Strauch.

Wenn man beim Sammeln nur Pflanzen berücksichtigt, die deutlich über 1,5 m hoch sind, lässt sich der Zwergholunder zwar meist vermeiden. Ganz zuverlässig ist diese Regel jedoch nicht, da sich die Wuchshöhen überschneiden können. Deshalb lohnt es sich, den Zwergholunder einmal bewusst gesehen zu haben – schliesslich ist er eine durchaus schöne Pflanze.

Alle Pflanzenteile gelten als giftig. Zu den wichtigen Giftstoffen gehören Sambunigrin, Ebulin und weitere reizende Stoffe. Besonders problematisch sind die Beeren, insbesondere die Samen der schwarzen Früchte. Rohe Beeren sollten deshalb nicht verzehrt werden.

Hinweis: Die Aussage zur «ungefährlichen» Toxizität der Wurzel würde ich weglassen. Sie könnte missverständlich oder fachlich nicht ausreichend belegt sein; beim Zwergholunder sollten grundsätzlich alle Pflanzenteile als giftig behandelt werden.

Der Gemüse-Portulak 🌿Letzte Woche haben wir im Abendkurs in Baden auf dem alten Stadtfriedhof den Gemüse-Portulak (Portu...
01/09/2026

Der Gemüse-Portulak 🌿

Letzte Woche haben wir im Abendkurs in Baden auf dem alten Stadtfriedhof den Gemüse-Portulak (Portulaca oleracea) vorgefunden. Er wuchs mitten auf der Wiese, wo sonst Wegerich, Löwenzahn und Gräser wachsen. Ihm scheint das heisse und trockene Wetter nicht besonders viel auszumachen, denn der Gemüse-Portulak wuchs ziemlich üppig. Für den Abendkurs war er zum Zeigen einfach super. Im Wald bekommen wir ihn nämlich kaum zu sehen, denn der Gemüse-Portulak ist als essbare Wildpflanze durchaus sehr interessant.

Wie viele Pflanzen, die mit Wärme und Trockenheit klarkommen, ist auch der Gemüse-Portulak sehr fleischig, also mit eher dicken Stielen und Blättern. Das sorgt für ein angenehm knackiges Mundgefühl, macht ihn aber auch saftig und geschmackvoll. Er besitzt einen leicht säuerlichen Geschmack, der vor allem auf seinen relativ hohen Gehalt an Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren zurückzuführen ist. Das macht ihn spannend für die Verwendung überall dort, wo man etwas knackig Frisches mag: in Salaten, Suppen, sauer eingelegt oder gedämpft als Beigabe in der Pfanne.

Der Gemüse-Portulak stammt angeblich ursprünglich aus Südeuropa, hat sich aber auf der ganzen Welt verbreitet und zählt zu einer den zehn unbeliebtesten Unkräutern überhaupt. Seine kleinen Samen sind bis zu 14 Jahre keimfähig und können sogar schwimmen.

Pflanzenrundgang am Festival Schwing und Stampf 🎋Es hat mir grossen Spass gemacht, an einem Festival einen Pflanzenrundg...
31/08/2026

Pflanzenrundgang am Festival Schwing und Stampf 🎋

Es hat mir grossen Spass gemacht, an einem Festival einen Pflanzenrundgang ausserhalb des Festivalgeländes in der wunderschönen Landschaft von Wolfenschiessen anbieten zu dürfen. Die Atmosphäre war ein wenig anders als bei einem klassischen Pflanzenkurs. Es war schön, neben dem Feiern und Tanzen auch einmal kurz dem Trubel zu entfliehen und einen Ausgleich zu finden.
Leider konnte aus organisatorischen Gründen nur die Pflanzenwanderung am Samstag stattfinden – dafür war das Wetter dann optimal.
Ein schönes vielseitiges und abwechslungsreiches Festival!

Vielleicht klappt es nächstes Jahr wieder!

Auf dem Bild: Der Rotklee (Trifolium pratense)

Ruf der Natur am Festival Schwing und Stampf! 🌿Am Samstag gibt es von mir am Festival Schwing und Stampf einen kleinen W...
29/08/2026

Ruf der Natur am Festival Schwing und Stampf! 🌿

Am Samstag gibt es von mir am Festival Schwing und Stampf einen kleinen Wildpflanzenrundgang. Für alle, die während der Tanzpause etwas über essbare Wildpflanzen aus der Umgebung in Wolfenschiessen lernen möchten.

Der Treffpunkt ist um 16:00! Uhr bei Dom (Percisphere). Wir sind zweieinhalb Stunden gemütlich unterwegs.

Ich freue mich auf alle, die vorbeischauen!
Bis bald und viel Spass am Festival!

Ruf der Natur am Festival Schwing und Stampf! 🌿Am Freitag und Samstag gibt es von mir am Festival Schwing und Stampf ein...
26/08/2026

Ruf der Natur am Festival Schwing und Stampf! 🌿

Am Freitag und Samstag gibt es von mir am Festival Schwing und Stampf einen kleinen Wildpflanzenrundgang. Für alle, die während der Tanzpause etwas über essbare Wildpflanzen aus der Umgebung in Wolfenschiessen lernen möchten.

Der Treffpunkt ist um 15.00 Uhr bei Dom (Percisphere). Wir sind zweieinhalb Stunden gemütlich unterwegs.

Ich freue mich auf alle, die vorbeischauen!
Bis bald und viel Spass am Festival!

Wildpflanzenworkshop - Essbaren Wildpflanzen begegnen 🌿Am 27.08. um 17:30 - 19:30 Uhr bin ich wieder in Baden beim Alter...
24/08/2026

Wildpflanzenworkshop - Essbaren Wildpflanzen begegnen 🌿

Am 27.08. um 17:30 - 19:30 Uhr bin ich wieder in Baden beim Alter Stadtfriedhof für alle die gerne vorbei kommen möchten um spannende Dinge über essbare Wildpflanzen zu lernen.
Ich bin da für euch und eure Fragen!
Mehr Infos findet ihr unter: www.rufdernatur.ch/Essbaren-Wildpflanzen-begegnen/

Kartoffelernte 2026 Dieses Jahr haben wir bisschen mehr Kartoffeln angebaut, etwa 4 verschiedene Sorten. Im Ganzen gab e...
23/08/2026

Kartoffelernte 2026

Dieses Jahr haben wir bisschen mehr Kartoffeln angebaut, etwa 4 verschiedene Sorten. Im Ganzen gab es ganze 27kg essbare Kartoffeln. Durch die Trockenheit merke man schon dass sie bisschen früher verwelkt sind. Gegen das ende haben wir kaum noch gegossen, Wasser sparen und so. Die violetten ich weiss leider die Sorte gerade nicht mehr. Werde ich das nächste Jahr noch länger stehen lassen sie hätte mit bisschen mehr Wasser gut noch 2-3 Wochen weiter wachsen können. Was dann auch wiederum praktischer ist für den verbrauchen bzw. die Lagerung. Dazu natürlich noch Rossmarin, Basilikum und wie oft so in dieser Zeit – Tomaten.

Selbstgemachtes Rosen-Glace 🍧Vom Moment an, als ich auf Kreta die allererste Kugel Rosen-Glace meines Lebens probieren d...
19/08/2026

Selbstgemachtes Rosen-Glace 🍧

Vom Moment an, als ich auf Kreta die allererste Kugel Rosen-Glace meines Lebens probieren durfte, sind bis zum ersten selbstgemachten Rosen-Glace doch einige Jahre vergangen. Da es Rosen-Glace in der Schweiz so nicht zu kaufen gibt, musste ich es wohl selbst machen.
Es begann damit, verschiedene Damaszenerrosen (Rosa damascena) im Garten zu pflanzen. Diese stammen vermutlich aus einer Kreuzung der Rosa gallica und der Rosa phoenicea (einer Wildrose). Daraus machte ich Rosenzucker – siehe meinen Post – und verarbeitete diesen dann weiter zu meinem lang ersehnten Rosen-Glace.
Manche Menschen empfinden den Rosengeschmack als zu künstlich oder parfümartig, mich hingegen versetzt er jedes Mal zurück in die Ferien: Sonne, Strand und Meer.
Tipp: Aromastoffe aus Blüten werden geschmacklich erst richtig rund, wenn ihnen Zucker beigemischt wird. So verwandelt sich ihr oft fast penetranter Duft in etwas Blumiges – fast so, als würde man seine Nase direkt in die Blüte halten.

Rosen-Glace-Rezept:
1 Liter Vollmilch
500–600 ml Rahm
280–300 g Rosenzucker
6 Eigelb
1 Prise Salz
Optional: 50 g Honig

Gartenernte 30. Juli 2026Nach langer Zeit gibt es wieder etwas mehr von der Waldbergminze (Clinopodium menthifolium) zu ...
14/08/2026

Gartenernte 30. Juli 2026

Nach langer Zeit gibt es wieder etwas mehr von der Waldbergminze (Clinopodium menthifolium) zu ernten, die ich sehr oft als Tee trinke. Sie ist sozusagen mein Haustee. Zitronengras sowie Pfefferminze – die erste Ernte von diesem Jahr. Basilikum, wie praktisch immer. Tomaten, Paprika und Ringelblumenblüten.

Der Blasentang (Fucus vesiculosus) 🪸Auf der Suche nach Algen bei Travemünde nahe Lübeck (DE) bin ich auf den Blasentang ...
10/08/2026

Der Blasentang (Fucus vesiculosus) 🪸

Auf der Suche nach Algen bei Travemünde nahe Lübeck (DE) bin ich auf den Blasentang gestossen. Ich wollte verschiedene besonders essbare Algen finden, um sie anschliessend zu bestimmen und zu fotografieren. Leider gehen viele Bestände zurück, weshalb es in der Region inzwischen weniger verschiedene Arten gibt.

Der Blasentang ist eine Braunalge und kommt in der Gegend noch vergleichsweise häufig vor. Er lässt sich unter anderem an den charakteristischen Blasen erkennen. Als Speisealge eignet er sich jedoch nur bedingt, da er sehr zäh ist.

Früher nutzte man die Asche verbrannten Blasentangs als Jodquelle. Aufgrund seines hohen Jodgehalts wurde Blasentang seit dem 17. Jahrhundert zudem zur Kropfbehandlung angewendet. Darüber hinaus enthält er viele Mineralstoffe und Spurenelemente, insbesondere Kalium (K) (sehr häufig; als Oxid, Carbonat und Salze), Natrium (Na), Calcium (Ca) und Magnesium (Mg). Ebenfalls enthalten sind Phosphor (P) (meist in mineralischer, phosphathaltiger Form) sowie Schwefel (S), Eisen (Fe) und Mangan (Mn). Je nach Alge und Umgebung reichert Blasentang weitere Spurenelemente an, zum Beispiel Zink (Zn), Kupfer (Cu), Kobalt (Co) und Nickel (Ni). Wie bei vielen Algenarten kann er auch Arsen (As) anreichern.

Welche Stoffe in der Asche im Einzelnen enthalten sind, hängt stark von Meer/Standort sowie vom Zeitpunkt der Ernte und der Verarbeitung ab. Die Asche wurde auch zur Seifenherstellung verwendet. Heute gibt es zudem Blasentang-Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt. Da Algen je nach Herkunft auch Stoffe aus der Umwelt anreichern können, sollte man sie in nur moderaten Mengen einnehmen.

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Fislisbach

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