06/06/2026
Erfolg ist die einsamste Fassade, die es gibt.
Wir Millennials haben unsere Karriere nach einem stillen Versprechen aufgebaut: Lerne viel, arbeite hart, beweise deinen Wert. Dann kommt das Glück.
Also haben wir studiert, uns weitergebildet, Überstunden gemacht, die nächste Beförderung angepeilt, die nächste und die übernächste. Vielleicht kamen auch noch Kinder dazu. Aber wir haben trotzdem weiter gearbeitet, denn eigentlich macht uns unser Job Spass.
Wir haben Ja gesagt, wenn wir Nein gemeint haben. Wir haben Grenzen verschoben, weil das Projekt wichtig war. Wir haben Freundinnen zum dritten Mal abgesagt und uns gesagt: nächsten Monat wird es besser.
Was wir dabei komplett vergessen haben? Uns selbst zu fragen, wer wir eigentlich sind, wenn der Kalender mal leer wäre.
Und jetzt stehen viele von uns mittendrin: Beförderung, top Team, gutes Gehalt.
Von aussen sieht es aus wie Erfolg. Innerlich fühlt es sich aber nicht gut an.
Dein Partner und die Kinder schlafen schon. Die Freundinnen haben aufgehört zu fragen. Und du sitzt auf der Couch und weisst nicht, warum da keine Freude ist. Weil du so lange für andere funktioniert hast, dass du gar nicht mehr weisst, was DU eigentlich wirklich willst.
Ein Muster, das wir aus vielen Erstgesprächen kennen. Und eine Frage, die zentral ist: Wo bleibe ich zwischen all meinen To Do's?
Die Einsamkeit ambitionierter Frauen sieht von aussen nicht aus wie Einsamkeit. Sie sieht aus wie Erfolg.
Wenn du dich gerade wiedererkennst: Was du fühlst, hat einen Namen. Und es gibt einen Weg raus, der nicht bedeutet, alles hinzuschmeissen.
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