Muri & muri coaching

Muri & muri coaching Karrierecoaching für Menschen im Umbruch. Ein Berufsleben das sich nach dir anfühlt. Stärken X Identität = echte Wirkung. Klarheit. Strategie. Selbstvertrauen.

06/06/2026

Erfolg ist die einsamste Fassade, die es gibt.

Wir Millennials haben unsere Karriere nach einem stillen Versprechen aufgebaut: Lerne viel, arbeite hart, beweise deinen Wert. Dann kommt das Glück.

Also haben wir studiert, uns weitergebildet, Überstunden gemacht, die nächste Beförderung angepeilt, die nächste und die übernächste. Vielleicht kamen auch noch Kinder dazu. Aber wir haben trotzdem weiter gearbeitet, denn eigentlich macht uns unser Job Spass.

Wir haben Ja gesagt, wenn wir Nein gemeint haben. Wir haben Grenzen verschoben, weil das Projekt wichtig war. Wir haben Freundinnen zum dritten Mal abgesagt und uns gesagt: nächsten Monat wird es besser.

Was wir dabei komplett vergessen haben? Uns selbst zu fragen, wer wir eigentlich sind, wenn der Kalender mal leer wäre.

Und jetzt stehen viele von uns mittendrin: Beförderung, top Team, gutes Gehalt.

Von aussen sieht es aus wie Erfolg. Innerlich fühlt es sich aber nicht gut an.

Dein Partner und die Kinder schlafen schon. Die Freundinnen haben aufgehört zu fragen. Und du sitzt auf der Couch und weisst nicht, warum da keine Freude ist. Weil du so lange für andere funktioniert hast, dass du gar nicht mehr weisst, was DU eigentlich wirklich willst.

Ein Muster, das wir aus vielen Erstgesprächen kennen. Und eine Frage, die zentral ist: Wo bleibe ich zwischen all meinen To Do's?

Die Einsamkeit ambitionierter Frauen sieht von aussen nicht aus wie Einsamkeit. Sie sieht aus wie Erfolg.

Wenn du dich gerade wiedererkennst: Was du fühlst, hat einen Namen. Und es gibt einen Weg raus, der nicht bedeutet, alles hinzuschmeissen.

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05/06/2026

Sie sass mir gegenüber und zählte auf: Das Projekt, das gerade schiefläuft, die Präsentation, die noch nicht fertig ist, die Kollegin, die sich krank gemeldet hat und deren Aufgaben jetzt auch noch von ihr erledigt werden müssen. Und auch ihr Chef, der bis Freitag Antworten braucht.

Sie sprach schnell und sachlich und fügte fast kleinlaut hinzu: «Meine To-Do Liste hört nie auf.»

Ich liess sie ausreden. Dann fragte ich sie: «Und wo stehst du auf deiner To-Do Liste?»

Sie schaute mich an und musste lachen. Und dann sagte sie: «Ich glaube, ich war noch nie wirklich drauf.»

Sie ist kein Einzelfall. Es ist das Muster, das ich bei fast jeder Frau sehe, die zu mir kommt. Eine Frau, die für andere denkt, plant und funktioniert, aber sich selbst systematisch aus dem eigenen Leben herausgehalten hat. Weil sie gelernt hat, dass ihre Bedürfnisse warten können. Dass es egoistisch wäre, sich selbst an erste Stelle zu setzen.

Was dabei passiert, ist schleichend. Zuerst verschiebt sie den Arzttermin, weil ein Meeting dazwischenkommt. Dann sagt sie der Freundin ab, weil das Projekt brennt. Und irgendwann sitzt sie mir gegenüber, erschöpft bis in die Knochen, und weiss nicht mehr, was sie braucht oder will, weil sie sich selbst so lange nicht gefragt hat.

Als Coach nenne ich das den stillen Selbstverlust. Er passiert nicht durch einen grossen Einschnitt, sondern durch tausend kleine Entscheidungen, bei denen sich eine Frau jedes Mal selbst zurückgestellt hat. Es ist kein Charakterfehler. Und es ist umkehrbar.

Sechs Monate später schrieb sie mir, dass sie sich Freitagvormittage nur für sich geblockt habe. Ganz ohne Meeting und alleine im Homeoffice, damit sie in ihre eigenen Aufgaben eintauchen konnte. Sie hatte aufgehört, Pausen zu rechtfertigen. Und sie schrieb: «Ich habe gemerkt, dass ich meinem Team viel mehr geben kann, seit ich mir selbst wieder etwas gebe.»

Wenn du das letzte Mal, als jemand dich gefragt hat was du brauchst, keine Antwort hattest, dann ist der Link für ein erstes Gespräch mit uns in der Bio. 🤍

04/06/2026

Sie wollte den Termin absagen. Hatte schon fast geschrieben: «Heute habe ich kein Thema.» Und dann kam sie doch.

An diesem Tag arbeiten wir mit dem Unbewussten. Das bedeutet: Wir gehen dorthin, wo der Verstand nicht hinkommt. Wo die Antworten sitzen, die du dir selbst noch nicht laut gesagt hast.

Unser Unbewusstes spricht mit uns über Körperempfindungen, Gefühle und innere Bilder. Diese Bilder stehen meistens eher symbolisch für etwas, als dass sie direkt Sinn ergeben.

Und an diesem Tag kommt etwas raus, womit sie wirklich nicht gerechnet hat. Nachdem wir mehrere Male über neue Möglichkeiten, neue Jobs und neue Arbeitgeber gesprochen haben, kam über die Arbeit mit dem Unbewussten, die "unvernünftige" innere Stimme: Sie will eigentlich nicht weg. Sie will bleiben.

Es ist nicht Bequemlichkeit oder weil ihr der Mut fehlt etwas neues zu starten, sondern weil es ihr dort wo sie aktuell ist, eigentlich wirklich passt. Weil sie ihre Kunden kennt, ihre Arbeit liebt, weiss, was sie kann.

Alle aus ihrem Umfeld hatten ihr schon seit Monaten gesagt: «Das hat keinen Wert mehr. Such dir einen neuen Job. Geh.»

Und irgendwann hat auch sie gedacht, dass sie einfach gehen muss. Sie fing an nach Jobs zu suchen. Ihre Kündigung bereits auf dem Computer abgespeichert.
Aber dann sitzt sie vor mir, und zum ersten Mal sagt sie es laut: «Eigentlich möchte ich bleiben.»

Das Problem ist nicht ihr Job. Das Problem ist ihr neuer Vorgesetzter. Und das Chaos, das er hinterlässt. Ihr Team von damals, fast vollständig gegangen. Sie die Dienstälteste, die noch da ist.

Aber jetzt weiss sie, warum sie doch noch das Gespräch mit dem Chef ihres Vorgesetzen suchen will. Für sich und weil es ihr wirklich wichtig ist. Diesmal ist das mutigste, was sie tun kann, nicht zu gehen, sondern zu sagen: «Ich bleibe, und ich kämpfe dafür.»

Hattest du schon mal den Moment, in dem du gemerkt hast, was du eigentlich wirklich willst, und es war nicht das, was alle anderen dir gesagt haben?

Schreib es mir in die Kommentare. 🤍

03/06/2026

Sie sitzt mir gegenüber, gut gekleidet, ruhige Stimme, und beschreibt seit zwei Jahren denselben Montag. Den Wecker, der klingelt. Das Gefühl, das sofort kommt. Die stille Frage auf dem Weg ins Büro, die sie sich nicht laut zu stellen traut.

Irgendwann im Gespräch sagt sie: «Ich weiss eigentlich, dass ich gehen will. Aber was, wenn es danach nicht besser wird? Was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe?»

Ich höre diesen Satz sehr oft. Und ich verstehe ihn, wirklich, denn wer viel nachdenkt und Verantwortung gewohnt ist, der rechnet Risiken durch. Und neigt dazu, die Risiken des Handelns viel stärker zu gewichten als die Kosten des Bleibens.

Die Psychologie nennt das Verlustaversion. Wir fürchten einen möglichen Verlust fast doppelt so stark, wie wir uns über einen gleichwertigen Gewinn freuen würden.

Das bedeutet: Der Gedanke, einen neuen Job nach drei Monaten zu bereuen, fühlt sich bedrohlicher an als zwei weitere Jahre in einem Job zu verbringen, der dir täglich ein Stück von dir nimmt.

Aber was ich in der Arbeit mit meinen Klientinnen immer wieder sehe: Die eigentliche Frage ist selten «Was, wenn der neue Job falsch ist?» Die eigentliche Frage ist: «Wie gehe ich los, ohne den Ausgang bereits zu kennen?»

Du wirst es vorher nicht wissen. Du siehst es erst, wenn du den Weg gegangen bist. Und selbst wenn du an einem Punkt landest, der sich wieder falsch anfühlt, stehst du nicht mehr dort, wo du heute stehst. Du hast etwas gelernt. Bist einen Schritt weiter. Der übernächste Schritt ist ohne diesen nicht möglich.

Bleiben ist keine neutrale Entscheidung. Es ist auch eine Wahl, nur eine, die sich nicht so anfühlt. Und ja, der neue Job könnte sich nach drei Monaten falsch anfühlen. Aber weisst du, was sich garantiert falsch anfühlt? In zwei Jahren noch denselben Montag zu beschreiben.

Wachstum passiert nicht, wenn du immer das tust, was du schon immer getan hast. Es passiert im Gehen, nicht im Warten.

Wenn du gerade in genau diesem Kreisen feststeckst, ist der Link für ein erstes Gespräch mit uns in der Bio. 🤍

01/06/2026

Du hast jahrelang darauf hingearbeitet. Die langen Abende, die Projekte, die du übernommen hast, obwohl dein Kalender schon voll war, die Energie, die du investiert hast, als andere längst nach Hause gegangen waren.

Und dann ist die neue Rolle da. Du trägst einen neuen Titel, dein Gehalt hat sich massiv verbessert.
Alle gratulieren. Du lächelst und sagst «Danke, ich freue mich sehr.»

Und dann, irgendwann nach den ersten Wochen, meistens abends, wenn es still wird, kommt dieses Gefühl: Eine grosse Leere.

Du verstehst es selbst nicht und fragst dich, ob etwas mit dir nicht stimmt.

Was wir nach Jahren in der Arbeit mit unseren Klientinnen immer wieder erleben: Eine Beförderung ist ein äusserer Meilenstein, aber sie verändert nichts an dem Gefühl, das schon vorher da war und jetzt, wo es still wird, zum ersten Mal laut wird.

Die Positive Psychologie nennt das den «Arrival Fallacy»: Die Überzeugung, dass ein bestimmtes Ziel, sobald es erreicht ist, dauerhaft Erfüllung bringt. Das Problem ist, unser Gehirn gewöhnt sich schnell an neue Umstände. Was sich heute nach Erfolg anfühlt, ist morgen der neue Normalzustand. Und die Fragen, die vorher im Hintergrund liefen, wer bin ich in dieser Rolle, was will ich wirklich, wie möchte ich führen, die werden durch einen neuen Titel nicht leiser. Sie werden lauter.

Der Moment nach der Beförderung ist deshalb oft der erste ehrliche Moment seit langer Zeit. Die äussere Bestätigung ist da, und genau deshalb spürt man zum ersten Mal, dass man sich selbst noch nicht gefunden hat.

Die gute Nachricht: Genau hier beginnt der Weg zurück zu dir, und zu einem Leben, das sich wieder richtig anfühlt.

Wenn du gerade in genau diesem Moment bist, erfolgreich nach aussen und gleichzeitig fragend nach innen, dann ist der Link für ein erstes Gespräch mit uns in der Bio. 🤍

30/05/2026

Sie sass mir gegenüber und blickte ruhig in die Kamera. Man merkte, wie viel Energie es sie kostete, ruhig zu klingen.

Ihre Chefin war ihre Mentorin. Eine Frau, die sich in Räumen voller Männer selbstverständlich bewegte, mitsprach und anderen einen Stuhl am Tisch ermöglichte. So jemanden, wie es sich viele wünschen würden.

Aber sie wollte nach 8 Jahren gehen. Sie sagte: «Wenn ich den Absprung jetzt nicht schaffe, bleibe ich bis zur Pension. Und das will ich nicht. Ich will andere Unternehmen sehen, neue Erfahrungen sammeln.»

Und nach kurzem Zögern: «Aber es fühlt sich wie persönlicher Verrat an meiner Chefin an.»

Ich nickte. Weil sind wir ehrlich: Loyalitätskonflikte lösen wir nicht auf, indem wir sie ignorieren.

Dann fasste ich zusammen: «Es gibt in deinem Kopf nur zwei Varianten: Entweder bist du deiner Chefin gegenüber loyal oder dir selbst gegenüber. Beides scheint in dieser Situation nicht möglich zu sein.»

Der Stress, den diese Zusammenfassung auslöste, war unverkennbar. Tränen stiegen auf, sie brauchte einen Moment, um sich zu fassen.

Loyalität wird zum Pflichtprogramm und es fühlt sich an, als gäbe es keine anderen Optionen mehr.

Aber Loyalität hat eine Grenze, und diese Grenze heisst: du selbst. Deiner Chefin gegenüber loyal zu sein bedeutet nicht, dein eigenes Wachstum für sie zu opfern. Es bedeutet, ehrlich zu gehen, sorgfältig zu übergeben, respektvoll zu kommunizieren.

Und ich kenne keine Führungskraft, die das von ihren Mitarbeitenden wollen würde.
Das Grösste, was du jemandem geben kannst, ist nicht dein Verbleiben um jeden Preis, sondern deine Integrität bis zum letzten Tag.

Sie hat gekündigt. Mit einem Gespräch, das schwer war, und das trotzdem, oder genau deshalb, richtig war.

Wenn du gerade in einem ähnlichen Loyalitätskonflikt steckst, findest du den Link für ein erstes Gespräch mit uns in der Bio. 🤍

29/05/2026

Du schaust eine Stellenausschreibung an, klingt eigentlich gut. Aber irgendwie zündet es nicht sofort.

Und dann kommt der Gedanke: «Wenn es das Richtige wäre, würde ich es spüren. Würde es sich leicht anfühlen.» Also scrollst du weiter.
Woher kommt diese Erwartung überhaupt?

Wir sind eine Generation, die mit einem Versprechen aufgewachsen ist: Finde deine Leidenschaft, dann fühlt sich Arbeit nie nach Arbeit an. Folge deinem Gefühl, der richtige Weg zeigt sich dann.

Das ist eine schöne Idee, aber auch eine sehr begrenzende. Denn sie heisst: Wenn es nicht sofort zündet, kann es nicht passen. Wenn Zweifel da sind, stimmt etwas nicht. Wenn es Anstrengung kostet, fehlt wohl die Leidenschaft.

Was wir dabei eigentlich tun: Wir warten auf ein Gefühl, das meistens erst nach der Entscheidung kommt, nicht davor.

Auch der richtige Job fordert dich, fühlt sich manchmal zäh an und kommt mit Unsicherheiten daher.

Was wirklich zu dir passt, erkennst du nicht daran, dass es immer leicht ist. Du erkennst es daran, dass du bereit bist, dran zu bleiben.

Wir nennen das Grit, dass dich die Herausforderung motiviert, über dich hinauszuwachsen, statt dich auszulaugen.

Das nächste Mal, wenn du scrollst und es zündet nicht sofort, bleib kurz stehen und frage dich:

1️⃣ Spricht diese Rolle Stärken an, die ich wirklich habe?

2️⃣ Fühlt sich die Herausforderung nach Wachstum an, oder erschöpft sie mich schon beim Lesen?

3️⃣ Kann ich mir vorstellen, auch in schwierigen Momenten dran zu bleiben?

Du willst einen inneren Kompass, um schneller zu erkennen, wo sich dein Einsatz lohnt? Dann buche dir unser unverbindliches Erstgespräch — Link in der Bio. 🤍

28/05/2026

Jahre lang hatte sie versucht, iden Gedanken mit Fakten, mit Erfolgen, mit positivem Selbstgespräch wegzuargumentieren. Und doch war er jeden Morgen wieder da.

Ich fragte sie: «Was würde passieren, wenn du dich für gut genug hieltest?»
Sie überlegte lange. Dann, leise: «Dann müsste ich mich wirklich zeigen und Grenzen setzen. Und das macht mir Angst.»

Das ist der Moment, in dem Coaching-Sessions richtig interessant werden.

Glaubenssätze wie «Ich bin nicht gut genug für diese Position» sind selten nur negativer Lärm im Kopf.

Sie haben eine Funktion. Sie schützen vor Sichtbarkeit, vor dem Risiko zu scheitern, vor Erwartungen, die man dann tatsächlich erfüllen müsste. Manchmal auch vor etwas, das man sich selbst noch nicht erlaubt hat zu wollen.

Der Glaubenssatz ist also nicht dein Feind in deinem Kopf, er ist ein veraltetes Schutzprogramm, eines, das früher vielleicht Sinn ergeben hat. Heute begrenzt er dich aber.

Die eigentliche Arbeit beginnt nicht damit, ihn wegzureden. Sondern darunter zu schauen: Was versucht er zu bewahren? Und was wäre möglich, wenn du diesen Schutz nicht mehr bräuchtest?

Das sind keine bequemen Fragen. Aber sie öffnen Räume, die reines Wegdenken nie öffnet.

Ich habe ihr genau diese Fragen gestellt und bin drangeblieben, auch wenn sie zwischendurch ausgewichen ist, wenn das «Ja, aber bei mir ist das irgendwie anders» wieder auftauchte. Das gehört dazu.

Als Coach ist es unsere Aufgabe, Selbstsabotage zu erkennen und nicht locker zu lassen, bis wir den Kern getroffen haben.

Was sich bei ihr verändert hat: Sie weiss, was sie tun kann, in den Momenten, in denen dieser Gedanke wieder kommt. Und mit diesem neuen inneren Monolog, gewinnt sie Sicherheit in ihrer Rolle, die ihr Team spürt.

Ihre Teammitglieder geben ihr heute viel mehr Respekt und Vertrauen als früher. Es hat sich im Aussen nichts verändert, nur in ihrem Innern. Denn sie hat aufgehört, sich zu verstecken, weil diese Strategie genau auf sie und ihren Glaubenssatz zugeschnitten ist.

Wenn du dich darin erkennst und neugierig bist, wie wir das mit unseren Klient:innen im Coaching machen: wir sind da für ein unverbindliches Erstgespräch. Link in der Bio. 🤍

27/05/2026

Du weisst eigentlich, dass du bereit bist für den nächsten Schritt innerhalb deiner Organisation. Du erfüllst seit Monaten Aufgaben, die über deine aktuelle Stelle hinausgehen. Und trotzdem rattert es in deinem Kopf:

«Ich hab meine aktuelle Position ja noch nicht so lange.»
«Was, wenn er Nein sagt?»
«Vielleicht wartet er darauf, dass ich es von alleine beweise.»

Also schreibst du die E-Mail. Und löschst sie wieder. Weil ein Satz in dir sagt: Wer bin ich, das jetzt schon zu verlangen?

Eine andere Perspektive aber wäre: Was, wenn das meine Chance ist? Was, wenn es richtig gut geht? Und anstelle, dass du nach einem Beförderungsgespräch fragst, fragst du nach Weiterentwicklung:

✅ «Ich würde gerne über meine Weiterentwicklung sprechen. Hast du in den nächsten Wochen Zeit für ein kurzes Gespräch?»

✅ «Ich habe in letzter Zeit mehr Verantwortung übernommen und möchte gerne besprechen, wie meine nächste Entwicklungsstufe aussehen könnte.»

Kein «Ich weiss, das ist vielleicht zu früh, aber...». Nur die Anfrage, direkt und klar.

Selbst wenn du die E-Mail heute schickst, dieser Gedanke kommt sehr wahrscheinlich bei der nächsten Verhandlung wieder. Das Problem ist nämlich nicht die E-Mail.

Es ist die Überzeugung dahinter: Ich darf erst etwas verlangen, wenn ich es zweifelsfrei bewiesen habe. Und diese Messlatte verschiebt sich immer wieder, solange du diesen Mechanismus nicht erkennst.

Oft haben solche Sätze eine Geschichte. Meistens eine, die lange vor dem ersten Job begonnen hat. Im Coaching geht es nicht darum herauszufinden, warum dieser Satz da ist, sondern den damit verbundenen Mechanismus zu stoppen. Das Gefühl und die darauf ausgerichtete Handlung zu durchbrechen.

Was wir im konkret machen: Wir schauen hinter dein Muster, die E-Mail immer wieder zu löschen. Wir schauen uns den Kern an, der es dir nicht erlaubt, für dich und deine Bedürfnisse einzustehen.

Gemeinsam arbeiten wir an deinem Selbstwert und wie du anfängst, dir selbst die Erlaubnis zu geben, die du von aussen nie bekommen wirst.

Hast du dich schon dabei ertappt? Schreibt es in die Kommentare und folgt uns für mehr solche Impulse. 👇

26/05/2026

Sie ist 32, arbeitet seit fast fünf Jahren im selben Unternehmen. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie Projekte gerettet, Umstrukturierungen überlebt, Abende durchgearbeitet. Das Team kennt sich wirklich. Und sie stehen sich mittlerweile sehr nahe.

In der Teampsychologie sagen wir dazu: Es besteht viel Kohäsion im Team.

Und deshalb bleibt sie. Auch wenn sie selbst schon lange weiss, dass etwas nicht mehr stimmt und ein nächster Schritt eigentlich nötig wäre.

Hinter dem Satz «Ich kann nicht gehen, weil das Team mich braucht» steckt ein Glaubenssatz, den wir im Coaching oft antreffen: Ich darf erst an mich denken, wenn die anderen versorgt sind. Das klingt nach Fürsorge. Ist es aber nicht.

Es ist auch die Überzeugung, dass der eigene Wert daran hängt, gebraucht zu werden, und dass Gehen gleichbedeutend ist mit Egoismus und andere im Stich lassen.

Wer so denkt, bleibt. Aber nicht, weil der Job oder das Unternehmen noch zu einem passen. Ein Teil von ihr war schon lange innerlich gegangen. Sie funktionierte, hatte aber keine emotionale Connection mehr zu ihrer Arbeit. Sie lieferte, aber die Erfüllung fehlte.

Im Coaching haben ich ihr eine Frage gestellt: «Was würdest du einer engen Freundin raten, die dir genau das erzählt?» Sie hat einen Moment nichts gesagt. Dann: «Ich würde ihr sagen, dass das Team kein Grund ist zu bleiben, wenn sie selbst nicht mehr weiss warum.»

Das war der Moment, in dem sich etwas verschoben hat.

Was dann folgte: Sie hat ihre Werte sortiert, zum ersten Mal wirklich für sich, nicht in Bezug auf das Team oder die Stelle. Als klar war, was ihr tatsächlich wichtig ist, hat sie gekündigt.

Was sie danach beschrieben hat, war keine Erleichterung im Sinne von «endlich vorbei». Es war Leichtigkeit. Das ist ein Unterschied, den man spürt.

Das ist auch der Unterschied, den wir sichtbar machen: zwischen Fürsorge als Stärke und Fürsorge als Selbstverlust.

Hast du dich auch schon dabei ertappt, für andere zu bleiben, obwohl ein Teil von dir schon weiss, dass es Zeit wäre zu gehen? Schreibt es in die Kommentare. 👇

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Lucerne
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