04/09/2026
Ich sagte: «Jedes ‹eigentlich› ist ein kleines Nein, das du dir selbst nicht zu sagen traust.»
Wir sassen in einer 1:1-Session innerhalb meines Gruppen-Coaching-Programms, und sie schaute mich einen Moment lang an.
Ich sah, wie sie die letzten zehn Minuten im Kopf nochmal durchging. «Eigentlich passt der Job zu mir.» «Eigentlich ist mein Team gut.» «Eigentlich könnte es schlimmer sein.»
Dreimal in zehn Minuten, ohne dass sie es selbst gemerkt hätte.
Vielleicht kennst du das auch. Fragt dich jemand, wie es im Job läuft, kommt fast automatisch ein Satz mit «eigentlich» drin. Und im Moment fühlt er sich wahr an.
Das Tückische an «eigentlich» ist genau das: Es klingt nach Zustimmung, ist aber meistens ein Kompromiss mit dir selbst. Du sagst nicht «Es passt», du sagst «Es passt eigentlich», und genau dieses eine Wort ist der Riss, durch den die Wahrheit durchschimmert.
In unseren Gruppen-Sessions taucht dieses Wort ständig auf, bei fast jeder Frau, die zum ersten Mal ehrlich über ihren Job spricht.
Wenn du eine Entscheidung wirklich stimmig findest, brauchst du das Wort nicht. Niemand sagt «Ich bin eigentlich glücklich» über etwas, das ihn wirklich glücklich macht.
Bei meiner Klientin steckte dahinter, wie bei den meisten Frauen in unserem Programm, kein dramatischer Grund zu gehen. Sondern ein Job, der über Jahre gut genug war, um zu bleiben, und nie gut genug, um sich richtig anzufühlen.
Zähl diese Woche mal mit, wie oft du das Wort benutzt, wenn du über deinen Job sprichst. Die Zahl sagt dir mehr, als du denkst.
Und wenn du merkst, dass es viele sind: Genau darum geht es in meinem Workshop «Bleiben, gehen oder neu verhandeln» am 10. September um 11 Uhr, dem ersten Schritt in unser Gruppen-Coaching-Programm.
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