28/05/2026
Passend zu "Donars Tag" (Donnerstag): Heutzutage werden der keltische Gott Taranis und der germanische Gott Thor meist als reine Krieger dargestellt, deren Hämmer und Blitze Zerstörung bringen. Ein Blick auf ihre frühen mythologischen Wurzeln offenbart jedoch eine weitaus friedlichere, lebensnotwendige Funktion: Beide waren im Kern Fruchtbarkeits- und Wettergötter, die für die bäuerliche Bevölkerung von existenzieller Bedeutung waren. Taranis (Der Donnerer): Oft mit einem Rad (dem Donnerrad oder Sonnensymbol) und dem Blitzbündel dargestellt, lenkte er die atmosphärischen Zyklen. Sein Donner rüttelte den Himmel auf, um die Wolken zu öffnen und die Felder zu tränken. Thor (Donar): Bevor er zum riesentötenden Krieger der Wikingerzeit stilisiert wurde, war er der treue Freund der Bauern. Sein Hammer Mjölnir diente nicht nur als Waffe, sondern auch als Instrument zur Weihe – unter anderem von Ehen und Äckern. Und hatte auch noch einen "anderen" Fruchtbarkeits-Aspekt ;) . Wenn wir uns die Trockenheit anschauen, die zunehmend schlimmer wird (auch wenn einen die Sonnentage mehr als freuen), könnten wir ihre Gunst wohl sehr gut brauchen, derzeit.