16/06/2026
Friitix-Tipp verspötet am 16.06.26 (Danke Sabine G. fürs Aufmerksam mache druuf!!)
hey… die letscht Wuche war wild!! Aber im positiven Sinne!! Ich hätte gar nicht gewusst, wooo afange zverzelle…
Und JETZT weissis! Und es wird ehrlich, wie immer, aber heute sehr sehr persönlich!!!
Auso:
Meine Tochter, heute 16 Jahre alt, lebt seit 3 Jahren in einem Schul-Wohnheim, da sie einen sehr schwierigen Weg ging und ich ihre Bedürfnisse nicht mehr decken konnte.
Es hett ehrli gseit iz grad au chli mit Scham ztue, öffentlich darüber zBrichte, aber ich weiss auch, dass ich nicht alleine bin.
Die letzten 4 Jahre hatte ich immer wieder seeeehr grosse Sorgen um die Gesundheit meiner Tochter. Zu Erkennen, dass ich es nicht schaffe als Mami, sie auf einem gesunden Weg zu begleiten, war sehr hart.
Und öppis muesch wüsse.. es ging mehrmals um Leben und Tod. Ohne zu übertreiben.
Es verging teilweise keine Woche, ohne in Angst zu leben, meine Tochter zu verlieren.
Unser Kontakt war aber immer sehr liebevoll und an den Wochenenden war sie auch bei mir oder ihrem Papi.
Ich hätte früher niiiiiemals gedacht, dass „MIR SOO ÖPPIS MOU PASSIERT“.
Ich habe als Mutter versagt. Ich bin keine gute Mutter. Was habe ich nur falsch gemacht?! Wieso passiert uns das?! Das waren nur einige Gefühle, die mich begleitet haben…
Und ich fragte mich ständig: „Wird es jeeeemals wieder gut? Wird sie „gesund“?!
Nun hatten wir letzte Woche das Austrittsgespräch in diesem Schulwohnheim.
Und was seli säge??? Es war sooooo emotional!
Weisch im letzten 3/4 Jahr, hat sich vieles stabilisiert. Es ist sooo unglaublich, wie sich meine Tochter in den letzten Jahren entwickeln durfte. Und DAS, DANK der Begleitung, die ich ihr als Mutter nicht geben konnte.
Es gab einen Rückblick auf die vergangenen 3 Jahre. Alle Menschen, die meine Tochter in dieser Zeit begleitet haben, haben diese Zeit R***e passieren lassen. Und ALLE sagten, wie stolz und berührt sie seien, wie toll und stark meine Tochter ist. Und dass sie grosse Hoffnung haben, dass sie ihren Weg auf eine gesündere Art und Weise weitergehen wird.
Aus einem verzweifelten Meitli ist eine junge starke, selbstbewusste, reflektierte und herzensgute Frau geworden.
Was ich eiiiiiiigentli mit ALLLL DEMMM sagen will:
Ich hätte vor 2 Jahren NIEEEMALS gedacht, dass es sich sooo positiv entwickeln würde. Nie und nimmer.
Ich versuchte zwar immer im Vertrauen zu sein. Die Natur gab mir soooo viel Kraft und auch meine Lieblingsmenschen.
Ich sass so oft am Wasser und ha gseh, wie sWasser eifach fliesst. Auch wenn Steine und Felsen im Weg sind.. das Wasser sucht sich seinen Weg. Au wenns mal langsam oder stockend wirkt.. irgendwenn fliessts wieder.
Meine Zeilen (sorry dass es so viele sind..) sollen Mut machen! Mut, um Dinge anzusprechen. Mut, sich Hilfe zu holen. Mut, im Vetrauen zu bleiben.
Danke tuuusig fürs Läse. Und danke tuusig au, das du nicht ins Verurteilen gehst. Denn von aussen sieht Mängs andrsch uus, als es würkli ist gäll?!
Merci au tuuusig und eis an meine Arbeitskolleginnen, meine Vorgesetzten, die Lindenapotheke-Family, dass ich immer transparent sein konnte und ihr mir IMMER sooo viel Güte und Verständnis gegeben habt. DAS ist NICHT selbstverständlich!!!!
💚
Sibel Bucher, Lindenapi im Feld Suhr, Foti: dAare