30/09/2026
2027 steigen die Krankenkassenprämien erneut.
Seit Jahren hören wir von Kostendämpfung, Reformen und neuen Massnahmen.
Und was verändert sich?
Die Prämien steigen Jahr für Jahr weiter.
Leere Worthülsen, die vor allem eines bewirken: Die Gesellschaft wird beruhigt und die Hoffnung auf das nächste Jahr verschoben.
Was eigentlich fehlt,
sind Menschen in der Politik, die bereit sind,
die mächtigen wirtschaftlichen Interessen hinter diesen Versprechen anzugreifen.
Im Schweizer Parlament sind bezahlte Mandate bei Unternehmen und Interessengruppen erlaubt.
Parteien können Geld von Unternehmen erhalten.
Das ist legal und teilweise offengelegt.
Aber: Wie konsequent kann die Politik ein System verändern, wenn wirtschaftliche und politische Interessen so eng miteinander verflochten sind?
Wo Milliarden fliessen, gibt es Interessenten und Gewinner.
Jede Kostensenkung bedeutet deshalb auch: Jemand verdient weniger.
Dafür braucht es Mut.
Mut, hinzuschauen.
Mut, das eigentliche Problem zu benennen.
Mut, selbst ins Kreuzfeuer zu geraten.
Solange Kostendämpfung nur dort stattfindet,
wo niemand wirklich etwas verliert, wird sich wenig verändern.
Ich wünsche mir Politikerinnen und Politiker,
die bereit sind, dieses goldene Kalb auseinanderzunehmen, zu analysieren und das System neu aufzubauen.
Auch wenn es ihnen politischen Gegenwind bringt.
Dann können wir echte Veränderungen erwarten.
Ansonsten bleiben es, wie jedes Jahr, leere Worthülsen.