12/12/2025
✨ Zurück zum Ursprung von Yule ✨
In diesen Tagen spüre ich immer deutlicher, wie kraftvoll diese Jahreszeit wirklich ist.
Je näher wir den sogenannten Festtagen kommen, desto lauter wird in mir die Frage:
Was feiern wir hier eigentlich – und woran erinnert sich etwas in uns noch?
Tief in mir beginnt etwas Altes zu flüstern.
Ein Ruf zurück zu Yule, dem ursprünglichen Fest der Wintersonnenwende.
Ein Fest, das die Wiederkehr des Lichts ehrte – die Sonne, die Natur, die Bäume, die Wesen des Waldes.
Heute spüre ich oft etwas anderes.
So viel Konsum, so viele Erwartungen.
Und gleichzeitig wächst in mir eine tiefe Sehnsucht nach dem Ursprung:
nach Ritualen statt Rekorden,
nach Nähe statt Überfluss,
nach echter Verbundenheit statt glänzender Verpackungen.
Ich wünsche mir Yule zurück.
Ein Fest, das nicht im Wohnzimmer begann, sondern im Wald –
bei den Bäumen, die uns Leben schenken.
Bei Feuer, Rauch, Stille und Dankbarkeit.
Mit kleinen, liebevollen Gaben: selbstgebacken, selbstgekocht, selbstgemacht.
Nicht um zu beeindrucken, sondern um zu berühren.
Mit den Jahrhunderten legten sich neue Geschichten und Namen über diese Zeit –
und doch erinnert sich etwas in uns an ihren ursprünglichen Sinn.
Diese Kraft lebt weiter.
In jedem Sonnenstrahl, der den kürzesten Tag durchbricht.
In jedem Atemzug im Winterwald.
In jedem Herzen, das sich nach Einfachheit sehnt.
Darum gehe ich dieses Jahr bewusst in den Wald.
Ich danke den Bäumen, den Wurzeln, dem Leben.
Vielleicht feiere ich meine eigene Waldweihnacht –
mit einer Gabe an die Natur, einem Räucherritual, einem Moment des Lichts.
Mögen wir achtsam sein.
Mögen wir liebevoll sein.
Und mögen wir Yule wieder ehren –
in uns, im Wald, im Leben.