17/10/2022
Auch wir Kinderärzte in der Praxis setzten erfolgreich mehr und mehr den Ultraschall zur primären Triage bei Verdacht auf Knochenbrüchen ein. Es ist definitiv eine tolle Sache und die richtige Richtung! Alle Daumen hoch für diese Entscheidung 👍👍
Gute Nachrichten für Kinder, die sich am Arm oder der Hand wehtun: Um in solchen Situationen zu erkennen, ob ein Knochenbruch vorliegt, brauchen Kindernotfallärzt*innen nicht mehr auf ein Röntgenbild zu warten. Sie können direkt am Notfallbett eine Ultraschalluntersuchung durchführen.
Das geht schneller und führt zu einer ebenso zuverlässigen Diagnose, wie eine aktuelle UKBB-Studie zeigt. Die Untersuchung wird gemäss Studie tendenziell als angenehmer empfunden als das Röntgen.
Das Röntgen durch entsprechende Fachpersonen bleibt natürlich wichtig. Nämlich dann, wenn tatsächlich ein Bruch vorliegt. Bei Verletzungen am Arm oder der Hand ist dies bei rund jedem zweiten Verdachtsfall so. «Die anderen Patient*innen erleben eine etwas angenehmere Versorgung und sind schneller wieder zuhause», freut sich Oberarzt David Troxler, der die Studie mit Prof. Johannes Mayr geleitet hat.
Schon jetzt stellen das UKBB und weitere Schweizer Kinderspitäler auf Ultraschall am Notfallbett um, wenn es um Handgelenksverletzungen geht.
In einer weiteren Studie möchte das Forschungsteam um David Troxler nun zeigen, dass Kinderärzt*innen noch mehr Brüche ohne Röntgen direkt am Notfallbett erkennen können. Dies wirkt sich spürbar auf die Wartezeiten auf dem Notfall aus.
👉 Zur Medienmitteilung: www.ukbb.ch/medien
👉 Zur Studie: www.mdpi.com/1859638