Salz & Stein

Salz & Stein Im Coaching arbeite ich in Gruppen, wie auch in Einzelsettings, auf der Basis Identitätsorientierten

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Salz&Stein
Trauma & Coaching
Christian Strässle

Mühlenstrasse 14, 9000 St.Gallen

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Salz&Stein, Christian Strässle

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04/09/2026

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Was geschieht mit unserem Glauben, wenn wir Erfahrungen machen, für die wir keine Antwort finden? Über Wut auf Gott, Schmerz, Trauma – und die Möglichkeit, sich selbst dabei nicht zu verlassen.

14/08/2026

Der Weg in die Selbstständigkeit: Zwischen Euphorie, Herausforderung und der einen entscheidenden Frage

Ihr Lieben,
Ich wende mich heute mit einer ganz persönlichen Erfahrung an euch – einer Erfahrung, die mich tief geprägt hat. Und ich lade euch ein, mich auf dieser Reise ein Stück weit zu begleiten.
Erinnerungen an den Anfang: Als die Euphorie noch grenzenlos war
Ich erinnere mich noch genau an jene Zeiten, in denen ich mit voller Euphorie und einer Begeisterung, die kaum zu bremsen war, neue Projekte angepackt habe. Es war diese unbändige Energie, die mich schliesslich auch in die Selbstständigkeit geführt hat.
Damals habe ich mich intensiv mit mir selbst auseinandergesetzt. Ich habe gefragt: Welche Hürden könnten auf mich zukommen? Welche Kompetenzen besitze ich? Welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung? Welche Herausforderungen werde ich meistern müssen?
Schritt für Schritt bin ich diese Fragen durchgegangen. Ich hatte ein Projekt, das ich unbedingt zum Erfolg führen wollte – oder anders gesagt: das mich zum Erfolg führen sollte.
Und ich erinnere mich, wie ich andere Menschen mit meiner Begeisterung angesteckt habe. Menschen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen. Sei es im Coaching, beim Treuhänder, auf menschlicher Ebene oder in der IT – sie waren da. Sie haben zugehört, ohne vorschnell zu urteilen. Sie haben ihre Gedanken eingebracht, ihre Perspektiven geteilt.
Und so sind Projekte entstanden. Wege, auf denen ich heute noch gehe. Aus einer tiefen inneren Überzeugung heraus, weil sich jeder einzelne Weg von Anfang an und bis heute stimmig anfühlt. Bei allem Zweifel, der sich ab und an auch zeigt, kann ich mich auf dieses Gefühl des sich stimmig Anfühlens verlassen.
Die Wahrheit über die Selbstständigkeit: Kein Ferienausflug
Die Menschen, die ich bis heute begleiten durfte, die mir ihre Geschichte anvertraut haben, ihre Themen – an denen wir gemeinsam gearbeitet haben. Aus all diesen Geschichten weiss ich: Der Weg in die Selbstständigkeit ist alles andere als ein Ferienausflug. Das Gegenteil ist der Fall – es zeigen sich immer wieder neue Herausforderungen.
Und in all dem Feuer habe auch ich für mich eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Ich selbst bin oft meine grösste Herausforderung.
In den letzten sechs Jahren hat sich technologisch unglaublich viel verändert. Die ganze Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz – eine Unterstützung, die neue Technologien hervorgebracht hat – stellte mich vor neue Herausforderungen.
Plötzlich galt es darauf zu achten, dass das Bild, das KI von mir macht und an Dritte weitergibt, dem Endverbraucher einen echten, wirklichen Nutzen bietet.
Und auch hier: Ohne die Unterstützung von Christian Sailer, der meine Webseite programmiert und mich immer wieder auf dem neuesten Stand hält, was eben gerade auch bezüglich KI betrifft, wäre ich aufgeschmissen gewesen.
Der Satz, der alles veränderte
Was will ich euch heute eigentlich sagen?
In den vergangenen sechs Jahren – mit all den Ups und Downs, die ich beim Aufbau einer Firma und in den verschiedenen Projekten erlebt habe – habe ich mich immer wieder in neuen Herausforderungen wiedergefunden.
Und unlängst, in einer Projektbesprechung, hat mein lieber Freund und IT-Spezialist Christian einen Satz geprägt, den ich mit euch teilen möchte.
Die Situation damals, vor etwa zwei Wochen: Bei all den Veränderungen, die ich im Zusammenhang mit meiner Website vom Text her umsetzen sollte, habe ich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen. Ich war für einen Moment lang völlig überfordert, wusste nicht mehr ein noch aus.
Und Christian sagte zu mir: "Weisst du, wenn in der IT etwas schief läuft und man in den verschiedenen Systemen nicht mehr weiterkommt, dann ist die erste Frage, die man sich stellen sollte: Was ist der nächste Schritt?"
Dieser Satz hat mich tief berührt.
Ich bin Christian für diesen Satz unendlich dankbar. Christian ist der Nerd, der deinem Computer eine Seele gibt. Er steckt sein ganzes Herz in jedes einzelne Projekt, mit all seinem Wissen. Unendlich oft habe ich in den letzten Jahren erfahren können, wie er sich mir aufmerksam zugewendet hat.
Vielen Dank, lieber Christian Sailer. Vielen Dank für deine wertvolle Arbeit.
Warum mich dieser Satz so berührt hat
Warum hat mich dieser Satz so geprägt?
Weil er mich daran erinnert hat, was ich eigentlich längst weiss: Ich kann immer nur einen Schritt tun.
Mit all meinen Gaben, mit all meiner Erfahrung – ich kann unmöglich mehrere Schritte gleichzeitig gehen. Ich kann jeweils nur eine einzige E-Mail schreiben. Ich kann nur an einem einzigen Text gleichzeitig arbeiten. Ich kann mich immer nur mit einer einzigen Aufgabe im Hier und Jetzt beschäftigen.
Es ist immer der Weg der von A nach B führt. Und dieser Weg besteht aus lauter einzelnen Schritten.
Immer wieder der nächste Schritt. Und wieder der nächste. Und wieder der nächste.
Und das ist es, was mich letztlich vorwärtsbringt. Nicht der grosse Sprung, nicht der perfekte Plan für die nächsten zwanzig Etappen – sondern einfach der eine Schritt, der jetzt getan werden will um das Grosse ganze zu erreichen. Einen Plan umzusetzen, bedeutet, die einzelnen Schritte, bewusst und zielführend zu gehen.
Und am Ende kannst du darauf vertrauen, dass es stimmig ist. Dass all diese kleinen Schritte dich dorthin bringen, wo du hingehst. Auch wenn du den Wald im Moment nicht siehst.
Der Alltag und seine vielen Stimmen
Im Alltag bist du vielleicht stark gefordert. Da ist eine Stimme, die sagt: "Du solltest noch dies tun." Da ist eine andere Stimme, die sagt: "Du solltest dort auch noch ... und überhaupt sollte alles längst erledigt sein."
Und genau das kann dazu führen, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht.
Und für diese Momente möchte ich dich einladen, dir genau diese Frage zu stellen: Was ist der nächste Schritt?
Denn wenn ich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehe, dann geht die Freude verloren. Es kann einen in ein tiefes Loch führen, aus dem es schwierig ist, herauszukommen.
Kommen Trigger hinzu, kann es sich sehr unangenehm anfühlen, wenn ich – wie Hänsel und Gretel – verloren im Wald, den Weg nicht mehr herausfinde.
Meine Einladung an dich
Darauf möchte ich dich einladen: In den Momenten, in denen du nicht mehr weiterweisst, in denen du nicht mehr weiter siehst – stelle dir einfach die Frage:
"Was ist der nächste Schritt, der getan werden sollte, um aus diesem Wald herauszufinden?"
Und dieser nächste Schritt kann ganz unterschiedlich aussehen.
Es kann bedeuten, eine Pause einzulegen. Eine Etappe auszusteigen, um sich den wesentlichen Dingen widmen zu können. Ein bewusstes Innehalten, das dir erlaubt, wieder Klarheit zu gewinnen und dich neu zu orientieren.
Es kann auch die Entscheidung sein, sich von etwas zu verabschieden – ein Projekt loszulassen oder sich aus einer Beziehung zu lösen. Ein Nein gegen aussen auszusprechen, das gleichzeitig ein Ja zu dir selbst ist. Auch das kann ein nächster Schritt sein. Vielleicht einer der wichtigsten.
Es kann aber auch bedeuten, genau jetzt mit einer kleinen, konkreten Handlung zu beginnen. Der nächste Schritt ist immer der, der jetzt dran ist – und nur dieser eine.
In Momenten, in denen wir stark gefordert sind, verbergen sich oft alte Muster, die wir wiederholen. Und irgendwann kommt die Frage auf: "Was ist da los? Warum ist es immer wieder so?"
Um solche Fragen zu klären, kann ich dich nur dazu einladen: Nimm dir einen Menschen zur Seite, der die Gabe hat, dich aus dieser Sackgasse herauszubegleiten. Jemanden, der dir hilft, in der Tiefe zu erkennen, weshalb sich dieses Muster immer wieder zeigt – und der dir dabei hilft, aus diesem Muster auszusteigen.
Es sind die ungelösten Geschichten, die in uns wirken. Sie wollen verstanden werden – emotional verstanden werden. Und um diese zu verstehen, braucht es Klarheit die durch Hilfe von Aussen geschaffen werden kann.
Das braucht Mut. Vielleicht den Mut, einen Schritt zurückzuwagen. Sich einzugestehen: "Jetzt komme ich alleine nicht mehr weiter. Jetzt brauche ich Hilfe."
Mein Angebot an dich
Wenn du an diesem Punkt stehst und Unterstützung benötigst, möchte ich dich einladen – oder vielmehr: ich möchte dir sagen – ich bin da.
Sei es im Einzelsetting oder in der Gruppe - die nächste Möglichkeit würde die https://salzundstein.ch/offene-seminare/, am 29. August 2026, bieten.
Ich nehme dich an, so wie du bist. Fühl dich willkommen.
Du hast alles in dir, um den einen nächsten Schritt zu gehen.
Liebe Grüsse
christian

Ferien-SpiegeIhr LiebenEs ist Ferienzeit – die Zeit, um dem Alltag zu entgehen, zu entspannen und dabei durchzuatmen – j...
30/07/2026

Ferien-Spiege

Ihr Lieben

Es ist Ferienzeit – die Zeit, um dem Alltag zu entgehen, zu entspannen und dabei durchzuatmen – jedes auf seine Weise.

Die einen jagen nach Adrenalin beim Sport auf dem Wasser oder in den Bergen – aktive Entspannung (wie ich sie auch mag). Die anderen faulenzen am Strand, sonnen sich und versinken in Büchern oder Zeitschriften (was ich auch geniessen kann – in diesem Jahr mit einem Buch: „Club der Unbeugsamen“ von Kathryn Stockett). Endlich Zeit, frei zu sein. Autonom zu gestalten, meine Bedürfnisse achtend und einfach kommen zu lassen, was der Tag mitbringt.

Und wie sieht die Realität aus?
Da ist die Familie – die gemeinsame Zeit mit den Kindern, ihre strahlenden Augen, wenn sie den Tag erleben. Und die Eltern, die eingeladen werden, daran teilzuhaben. Wunderschön. Aber ist es überall so?

Diese zwei oder drei Wochen können ein Spiegel sein, wie wir Beziehung leben.

Bin ich mir selbst nahe? Erkenne ich meine persönlichen Bedürfnisse? Empfinde ich, was ich brauche – und was nicht? Kann ich mir den Raum nehmen, den ich hierfür brauche, ohne Schuldgefühle? Ohne Angst, vom Rest der Familie nicht angenommen zu werden? Angst vor dem verlassen werden, wenn ich nicht bin, wie sie mich haben wollen?

Und gelingt es mir, mich in diesem Raum wohlzufühlen, weil jede*r in der Familie seinen eigenen Rückzugsort hat? Einen Raum, der nicht trennt, sondern eine Dynamik schafft, in der jeder so sein kann, wie er will.

Ungezwungen würde ein Raum entstehen, in dem das Bedürfnis geweckt wird, gemeinsam den Tag zu gestalten und zu verbringen – angepasst am schwächsten.

Wie sieht‘s aus? Ist/war da plötzlich ein Diktatorin? Still – in Form von unausgesprochenem Trotz. Oder einer, der laut die Peitsche schwingt, weil man ja etwas zusammen machen muss – und dies auch laut eingefordert wird.

Hinter dieser „Peitsche" stecken oft nur eigene Überlebensstrategien. Es wird verzweifelt versucht, unserem Gegenüber unser eigenes Muster überzustülpen – in der Hoffnung, selbst Sicherheit zu finden. „Mach halt so, mach halt dieses, mach halt jenes, du könntest ja auch einmal ...“ – Aussagen, die weniger fördern und mehr über unsere eigene Angst offenbaren. Sie zeigen nicht, was der andere gerade bräuchte, sondern wie wir selbst funktionieren, um uns zu schützen. Wir glauben, mit diesen Anweisungen den Moment oder den Tag zu retten, dabei retten wir nur unser altes, vertrautes System – um zu überleben.

Aus freien Tagen werden plötzlich Verpflichtungen. Die Flucht von einem Extrem ins andere – wie im Beruf, mit dem wir uns identifiziert haben. Ist das Geschäft nicht gegenwärtig, projizieren wir es in die „schönsten Tage des Jahres“.

Die Frage steht: Wie lebe ich also Beziehung mit mir selbst?
Kann ich es genießen, einfach mal da zu sein, mit mir verbunden? Oder wird es unruhig in mir, sobald es um mich herum stiller wird – keine Aufgaben, keine Pendenzen, kein Tagesgeschäft?

Wer bin ich – ohne meinen Beruf, meine Firma? Was will ich – neben meinem Beruf, meiner Firma?

Vielleicht hast du dir ja schon einmal die Frage gestellt, woher diese Unruhe kommt und was sie dir zeigen will.

Ferientage können dies bei offener Betrachtung lehrreich aufzeigen: Schaffe ich den Raum, den mein Kind, mein Partner, meine Partnerin braucht – und vor allem: gestatte ich ihn – auch mir selbst?
Schaffe ich es, dass jedes seine individuelle Auszeit hat und bekommt, was es braucht? Gelingt es mir, diesen Raum auch anzunehmen? Wenn nicht, kommt sofort die Diskussion: „Wir müssen doch etwas miteinander unternehmen! Das ist doch Familie! Gemeinsamkeit!"

Ich stelle da die kritische Frage: Nehmen wir also „Freunde und Bekannte" mit, um nicht allein zu sein (dort wo die Kinder schon ausgeflogen sind)? Gehen wir Beziehungen ein, die uns dahingehend ablenken, damit wir mit uns selbst – oder mit der Partnerin – nicht alleine sein müssen?

Unbewusst drehen wir dieses Rad – oder machen unbewusst mit – weil auch wir mit dem Alleinsein überfordert sind.

Die Frage „Wie lebe ich Beziehung mit mir?“ zeigt, wie Beziehung im Außen stattfindet.

Sind wir uns unserer inneren Muster nicht bewusst, projizieren wir sie nach außen. Auf diesem Weg wollen unbewusst unser Inneres verstehen lernen – aber wenn das Bewusstsein fehlt, drehen wir uns nur im Hamsterrad. Kein Weiterkommen.

Genau solche Fragen können im Zentrum der offenen IoPT-Seminare: https://salzundstein.ch/offene-seminare/ - nächster Termin: 29. August 2026. Hier kannst du – begleitet von mir – deiner eigenen Antwort ursachenorientiert auf den Grund gehen, in einem Raum, der genau solche Spiegelungen urteilsfrei ermöglicht.

Und wenn du spürst, dass dieses Verstehen nicht nur ein Impuls bleiben, sondern zu deinem (beruflichen) Handwerkszeug werden soll: Die einjährige Fortbildung zum https://salzundstein.ch/fort-weiterbildung-zertifikat-iopt/ vertieft die Theorie und Methode nach Prof. Dr. Franz Ruppert – für alle, die Menschen auf ihrem Weg zur eigenen Identität emphatisch kompetent begleiten wollen - Mamas, Papas ebenso wie Menschen in der Führung und Begleitung.

Ich wünsche dir erholsame und liebevolle Ferientage und da wo sie sich dem Ende neigen, dann einen gelungenen Start, zurück in den Alltag.

Mit Herz&Licht
Christian

Ich will lieben!…und gesunde Beziehungen leben.mehr InfosIch will Zufriedenheit!…und fühlen dass ich richtig bin.mehr InfosIch will ich sein können!…und mich an mir und meinen Bedürfnissen orientieren.mehr InfosIch will mir selbst gewahr sein!…und Entscheidungen fällen weil sie sich rich...

05/06/2026




Wann sind wir den je jung gewesen?                                   Ihr Lieben,ich lese gerade „Das Spiel des Engels“ v...
17/04/2026

Wann sind wir den je jung gewesen?





Ihr Lieben,
ich lese gerade „Das Spiel des Engels“ von Carlos Ruiz Zafón – sehr empfehlenswert.
Ein Dialog darin berührte mich tief: Ein junges Paar ist im Austausch, und sie fragt ihn: „Wann sind wir denn je jung gewesen – du und ich?“
Diese Frage lässt mich nicht los.
Was verbinde ich mit „jung sein“?
In der Blüte sein.
Ausprobieren, verrückte Sachen tun.
Nicht lange überlegen. Einfach tun.
Leben. Im Hier und Jetzt.
Da sein dürfen – mit allem, was kommt. Begleitet vom Gefühl: Meine Mama und mein Papa lassen mich erfahren, dass ich willkommen bin und verstanden werde. Dass ich kommen kann, mit dem, was gerade da ist. Beachtung finden, ohne vielleicht sogar ausgelacht zu werden – für meine Anliegen.
Jung sein heißt auch: Fehler machen. Zweimal, dreimal, viermal dieselben. Und vielleicht erst beim fünften Anlauf daraus lernen.
Jung sein bedeutet, Selbstgefühl zu entwickeln, weil man den Raum hat, auszuprobieren – ohne hinterfragt zu werden.
Wie ist es, wenn ich bereits früh in meinem Leben dazu gezwungen bin, viel zu viel Verantwortung zu übernehmen? Wo bleibt da Platz, unbeschwert jung sein zu können?
Genau das erleb(t)e ich immer wieder – auch bei Klient:innen in meiner Praxis. Auch sie waren gezwungen, viel zu früh erwachsen zu sein.
Wollten sie etwas ausprobieren, wurde es ihnen verwehrt. Die Anforderungen von außen: „Tu das!“, „Lass das!“, „Mach so!“
„Wunschkinder“. Sie leben unter ständigen Aufforderungen. Autonomie, eigene Wünsche in Freude gestalten und entdecken zu können, wurde auch mit Schlägen verhindert. Oder mit Aussagen wie: „Lass das, du kannst das sowieso nicht“, „Dafür bist du noch zu klein“ – anstelle von: „Lass uns gemeinsam ausprobieren, was geht.“
Sie erlebten Gewalt zwischen Mama und Papa: Streits voller lauter und stiller Gewalt.
Solche Momente bedeuten Stress für kleine Kinder und hinterlassen stille Ohnmacht. Sie sind ohne Macht, daran etwas ändern zu können. Kinder können nicht unterscheiden: Ist das die Gewalt von außen oder die Verletzung in mir? Die Psyche spaltet sich, wenn zwei Menschen sich verbal oder physisch die Köpfe einschlagen. Kinder haben noch keinen Filter dafür, was zu ihnen gehört und was nicht.
Wenn ich an mich selbst denke: Wie ich in Konflikten mit meiner Partnerin gescheitert bin – und meine Kinder das beobachtet haben. Das tut weh.
Sie sind gezwungen, in einem ungesunden Umfeld erwachsen zu sein. Eigene Empfindungen müssen gespalten werden. Und wenn dieser Lärm sich ständig wiederholt – wo bleibt dann das Jungsein? Das Kindsein? Der geschützte Raum, um auszuprobieren und zu leben?
Mir kommt eine Klientin in den Sinn, die Jahrzehnte miterlebt hat, wie ihre Eltern Konflikte nie wirklich ausgetragen haben. Alles wurde unter den Teppich gekehrt. Was lernt ein Kind in so einem Umfeld? „Da stimmt etwas nicht.“ Und weil es nicht zuordnen kann, was (nicht) geschieht, hinterlässt das Spuren. Es hinterlässt tiefen Schmerz und das Gefühl von Einsamkeit. Die einzige Möglichkeit, damit umzugehen – weil wir nicht fliehen oder angreifen können –: diese Gefühle von Schmerz und Einsamkeit, Scham und vielleicht auch Schuld (ja, Kinder – und das ist eine weitere Tragik – ziehen die Schuld auf sich) psychisch einzufrieren. Und so gehen wir mit dem ständigen Begleiter von Einsamkeit, Schuld und/oder Scham durchs Leben.
Was bleibt dir denn sonst als unwissendes und unbeholfenes Kind, wenn dir nur diese beiden Optionen zur Verfügung stehen: „Meine Mama und mein Papa sind unbegabt und können den Streit nicht schlichten“ – oder: „Ich bin schuld, weil ich den Streit nicht schlichten kann?“
Mit der zweiten Option versuchen wir dann im Leben, diese Schuld zu sühnen und werden zu Trebalshooter. Vorerst jedoch, getriggert in den heutigen Konflikten, emotional noch immer in der damaligen Situation eingefroren, wehren wir uns gegen unsere Kontrahenten. Emotional, innerlich, gegen Mama oder Papa – im Aussen meistens den Partner oder die Partnerin gegenüber – als die damals emotional stehenden Kinder, mit den heutigen organischen und/oder brachialen Möglichkeiten. Laut und gewaltsam. „Du verhältst dich wie ein kleines Kind“ schreit es dann durch den Raum. Stimmt...
Wir wiederholen so unseren Kindern gegenüber, was wir damals selbst an eigenem Leib und Seele erfahren haben. Warum? Weil unsere gesunden – und die noch immer traumatisierten – Anteile aus dieser Ohnmacht aussteigen wollen. Wir produzieren also außen, was innen noch immer tobt, weil wir unser Innerstes emotional verstehen lernen und so integrieren wollen. Unbewusst. So lange, bis wir – man nennt es: durch Katharsis hindurchgehen – uns auf allen Ebenen bewusst werden. Körperlich wie psychisch. Und dies schaffen wir mit der Anliegenmethode durch das Aufstellen des eigenen Anliegens.
Das führt zu Klarheit. Und weil wir emotional mit allen Sinnen verstanden haben, löst sich der Stress und Ruhe tritt ein.
Ich lade dich ein zu einem meiner nächsten Anlässe. Gemeinsam können wir uns den verschiedenen Anliegen widmen und dies verarbeiten – uns diesen Fragen widmen.
Freitag, 1. Mai 2026: Tag der inneren Arbeit - offenes Seminar weiter Infos und die Anmeldung findest du hier: https://salzundstein.ch/offene-seminare/
Ab August 2026 gibt es für alle, die ein tieferes Verständnis für Psychodrama erlangen möchten, die zertifizierte Weiterbildung Identitätsorientierte Psychotraumatheorie (IoPT) https://salzundstein.ch/fort-weiterbildung-zertifikat-iopt/
Ich freue mich auf dich.

Fort- und Weiterbildungsangebot: Zert. Identitätsorientierte Psychotraumatheorie (IoPT), nach Prof. Dr. Franz Ruppert. In der Fort- & Weiterbildung wird das Weiterbildungskonzept auf der Basis der IoPT von Prof. Dr. Franz Ruppert zu Bindung, Identität, Psychotrauma und der Weg aus der Spaltung her...

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