01/02/2026
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PSOAS: DER MUSKEL DER SEELE👇
Die Bedeutung des Psoas für unsere Gesundheit, Vitalität und unser emotionales Wohlbefinden.
Der Psoas ist der tiefste und stabilisierendste Muskel des menschlichen Körpers.
Er beeinflusst unser strukturelles Gleichgewicht, den Bewegungsradius, die Gelenkmobilität und die Funktion der Bauchorgane.
Er ist der einzige Muskel, der die Wirbelsäule mit den Beinen verbindet. Er hält uns aufrecht und ermöglicht es uns, die Beine zum Gehen zu heben.
Ein gesunder Psoas stabilisiert die Wirbelsäule und bietet Unterstützung für den Rumpf. Gleichzeitig bildet er eine stabile Basis für die Bauchorgane.
Einige neuere Studien betrachten den Psoas sogar als ein Wahrnehmungsorgan, das aus biointelligentem Gewebe besteht und buchstäblich unser tiefstes Verlangen nach Überleben und Entfaltung verkörpert. Das bedeutet, dass er der Hauptbote des zentralen Nervensystems ist und somit als Sprachrohr unserer Emotionen gilt.
Dies liegt daran, dass der Psoas über Bindegewebe oder Faszien mit dem Zwerchfell verbunden ist. Dadurch ist er sowohl an der Atmung als auch an der Angstreaktion beteiligt.
Ein beschleunigter Lebensstil und Stress führen zur Ausschüttung von Adrenalin, das den Psoas chronisch anspannt und ihn in einen Zustand der Bereitschaft zum Fliehen, Handeln oder Zusammenziehen versetzt, um uns zu schützen.
Wenn der Psoas durch anhaltenden Stress ständig unter Spannung steht, beginnt er sich zu verkürzen und zu verhärten. Dies beeinträchtigt unsere Körperhaltung und die Funktion der Bauchorgane. Die Folge sind Rückenschmerzen, Ischiasbeschwerden, Bandscheibenprobleme, Hüftdegeneration, schmerzhafte Menstruation oder Verdauungsprobleme.
Zudem sendet ein verspannter Psoas Stresssignale an das Nervensystem, stört den Flüssigkeitshaushalt und beeinflusst die Zwerchfellatmung. Da er so eng mit den grundlegenden physischen und emotionalen Reaktionen verknüpft ist, kann seine chronische Verspannung dem Körper kontinuierlich Gefahrensignale senden. Dies kann letztendlich zur Erschöpfung der Nebennieren und einer Schwächung des Immunsystems führen.
Diese Problematik wird durch unsere Sitzhaltung und alltägliche Gewohnheiten verstärkt, da sie unsere natürlichen Bewegungsmuster einschränken und den Psoas noch weiter verkürzen.
Ein entspannter Psoas ermöglicht eine stärkere Dehnung der vorderen Oberschenkelmuskulatur und verleiht den Beinen und dem Becken mehr Beweglichkeit und Unabhängigkeit. Dadurch verbessert sich die Ausrichtung der Wirbelsäule und des gesamten Rumpfes, was sich wiederum positiv auf die Funktion der Bauchorgane, die Atmung und das Herz auswirkt.
Wenn wir die Gesundheit unseres Psoas pflegen, wird unsere Lebensenergie neu belebt und wir verbinden uns wieder mit unserem kreativen Potenzial.
In einigen östlichen Philosophien wird der Psoas als „Muskel der Seele“ bezeichnet – als zentrales Energiezentrum des Körpers.
Je flexibler und stärker der Psoas ist, desto freier kann unsere Lebensenergie durch Knochen, Muskeln und Gelenke fließen.
Man kann sich den Psoas als eine Art Energiekanal vorstellen – als ein zentrales Element, das uns mit der Erde verbindet und uns hilft, aus der Mitte unseres Beckens heraus eine stabile und ausgewogene Basis zu schaffen.
Dadurch richtet sich die Wirbelsäule auf, und unsere gesamte Lebenskraft kann frei durch den Körper strömen.
Der Psoas unterstützt zudem die Nieren, die eng mit Fluchtreaktionen, Angst und Lernprozessen verknüpft sind.
Wenn er entspannt ist – ebenso wie der Iliakus-Muskel, der ihn begleitet –, erleichtert er die Ausscheidung von Giftstoffen, da unsere Eingeweide auf diesen Muskeln ruhen.
Es gibt unendlich viel über diese faszinierenden Muskeln zu sagen.
Quelle: Carmen Patricia Parigiani