Dörte Möller Coaching & Logosynthese

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Im Rahmen meines Kurses in konkreter Tierkommunikation habe ich auch mit Merlin, meinem Mustang, gesprochen. Unter ander...
04/09/2026

Im Rahmen meines Kurses in konkreter Tierkommunikation habe ich auch mit Merlin, meinem Mustang, gesprochen. Unter anderem habe ich ihn gefragt, ob er bereit wäre, sich (irgendwann) reiten zu lassen.

Die Antwort kam klar und schnell:
„Nö, finde ich eigentlich nicht so gut!“ Ich fragte, warum. Dazu sagte Merlin: „Ich finde das gruselig. Wenn jemand oben drauf auf meinem Rücken ist, dann fühle ich mich an einen Jäger (also ein Raubtier) erinnert.“ Parallel dazu sah ich ein Bild wie etwa dieses unten vor meinem geistigen Auge … (natürlich nicht im Comic-Stil).

Vor dem Hintergrund kann ich jetzt noch besser verstehen, warum auch ich bisher eine Art innere Sperre hatte, mit dem Reiten vorwärtszumachen bzw. warum ihm das Angst einjagt. Und da Merlin als Mustang aus Nevada eine solche Raubtiersituation durchaus wirklich erlebt haben könnte, werde ich auf seine Angst natürlich weiterhin Rücksicht nehmen – das ist mein Verständnis von unserer Beziehung. Vor allem: Wenn ich in einer Tierkommunikation etwas frage, muss ich auch mit den Antworten umgehen können 😉.

Ich freue mich einfach über die Möglichkeit, ihn noch besser zu verstehen und ihm damit vielleicht auch helfen zu können, diese Angst irgendwann zu überwinden

Dieses Wochenende durfte ich bei Christina Steiner (Tierkommunikation und Reiten) einen Kurs für konkrete Tierkommunikat...
23/08/2026

Dieses Wochenende durfte ich bei Christina Steiner (Tierkommunikation und Reiten) einen Kurs für konkrete Tierkommunikation absolvieren. Es war richtig toll, ich bin dankbar und happy 🥰.

Unter anderem konnte ich mit einem Kater sprechen, der bei Nachbarn wohnt, aber die andere Kursteilnehmerin täglich besucht. Sie wollte gerne wissen, warum er denn so oft komme und überhaupt so viel herumstreune. Und ob es ihm zu Hause mit den anderen dortigen Katzen gut gehe.

Ich habe den Kater befragt und habe folgende Antworten erhalten:
- Sein aktuelles Zuhause sei emotional eher kühl und leer (ich habe auch recht quadratische leere Räume gesehen, die Teilnehmerin bestätigte dann einen quadratisch/praktischen Bungalow)
- die anderen Katzen sind ok aber viel Kontakt/Bezug hat er nicht
- er streunt so viel, weil er ein gemütlicheres, wärmeres, liebevolleres zu Hause sucht (habe dazu Plüschkissen, Kaminfeuer und kuscheln gesehen)
- zu ihr kommt er, weil er den Auftrag an sie hätte, dass sie ihr Herz mehr öffnen darf (vielleicht für ihn auch) und ihr liebevolles Wesen voll leben darf ❤️
- er weiss noch nicht, ob sie sein Mensch wäre aber er würde es gerne ausprobieren.

In der Nachbesprechung haben wir vereinbart, dass die andere Teilnehmerin nochmal mit ihrem aktuellen Kater prüft, ob er diesen Nachbar-Kater unter bestimmten Bedingungen akzeptieren würde, dann wäre es auch für sie schön, wenn der zweite Kater ins Haus kommen könnte.

Wie schön, wenn man Tieren auf diese Art helfen kann. Bin ganz glücklich 😍

Wie innere Haltung Beziehung verändertWenn sich in der Beziehung zu unserem Pferd etwas festgefahren anfühlt, sei es Ang...
23/07/2026

Wie innere Haltung Beziehung verändert

Wenn sich in der Beziehung zu unserem Pferd etwas festgefahren anfühlt, sei es Angst, immer wiederkehrende Konflikte oder Verhaltensweisen, die wir uns nicht erklären können, suchen wir meist nach einer Lösung für das Pferd, zum Beispiel durch Training/Trainer oder eine andere Herangehensweise.

Aus meiner Sicht vernachlässigt das einen zentralen Aspekt. Daher habe ich mit einem Mapping (Methode der Logosynthese) schon öfter einen anderen Weg gewählt. Ähnlich wie eine Familienaufstellung macht ein Mapping mit Bodenankern die Dynamiken im System sichtbar, die zwischen Mensch und Pferd wirken und oft unbewusst Einfluss auf die Beziehung nehmen.

Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder ein Mapping für mich und meinen Mustang Merlin gemacht.

Ausgangspunkt war eine Situation, die mich schon länger beschäftigt: Merlin lässt sich auf der Weide nicht einfangen. Er entscheidet sich lieber für seine Herde und seine Freiheit, als mit mir mitzukommen.

Natürlich weiss ich, dass das für ein Pferd und insbesondere für einen Mustang völlig nachvollziehbar ist. Und trotzdem löst es etwas in mir aus. Da ist die Enttäuschung und die Frage, warum ich „nicht reiche“ oder „keinen Spass mache“, obwohl ich doch so viel tue, um sein Vertrauen zu gewinnen. Warum entscheidet er sich trotzdem nicht für mich?

Während des Mappings wurde deutlich, dass es gar nicht um Merlin ging. Sein Verhalten war eine vielmehr eine klare Reaktion auf meine Erwartungen und auf die Überzeugung, dass sich eine gute Beziehung daran zeigen müsste, dass ein Pferd freiwillig zu mir kommt.

Als ich im Mapping auf Merlins Platz stand, spürte ich körperlich, was das mit ihm machte: Druck. Ich musste mich als Merlin von Dörte weglehnen. Der Wunsch, einfach SEIN zu dürfen, wurde sehr deutlich.

Mit Hilfe von den Logosynthese-Sätzen konnte ich meine Erwartungen auflösen. Seitdem hat sich erst bei mir etwas verändert und in der Folge auch bei uns.

Ich gehe entspannter zu Merlin, habe weniger Erwartungen, was jetzt passieren muss und kann ihn noch mehr sein lassen. Ich fühle mich nicht mehr abgewertet oder unfähig, wenn er lieber in der Herde bleibt. Mit dem Raum, den ihm diese Entspannung lässt, kommt er plötzlich wieder häufiger von alleine auf mich zu.

Da Pferde unglaublich feine Antennen für unsere inneren Zustände besitzen, lohnt es sich aus meiner Sicht, in schwierigen Situationen nicht nur auf das Pferd zu schauen, sondern auch auf uns selbst.

Habt ihr schon einmal erlebt, dass sich das Verhalten eures Pferdes verändert hat, nachdem sich bei euch selbst etwas verändert hat?

Oder wäre Mapping eine Methode, die ihr gerne einmal kennenlernen würdet? Ich freue mich auf den Austausch.

Gestern habe ich mit Merlin meine Angst überwunden. Wir sind einen Weg zum Wasser gegangen, den wir beide noch nicht kan...
13/07/2026

Gestern habe ich mit Merlin meine Angst überwunden.

Wir sind einen Weg zum Wasser gegangen, den wir beide noch nicht kannten. Der Weg führte durch einen dunklen, steilen Waldweg, z.T. mit Treppenstufen, entlang der Eisenbahn sowie direkt neben der Autobahn, über hohe Absätze mit losem Geröll, unter einer Brücke hindurch und schliesslich in den Fluss.

Vor jeder einzelnen dieser Stellen schossen mir vorauseilende Gedanken durch den Kopf: Sieht er mit der Fliegenmaske im dunklen Wald genug, um die Treppe heil herunterzukommen? Was, wenn jetzt ein Zug kommt? Hoffentlich erschrickt er nicht vor dem Lärm der Autos. Hoffentlich rutscht er auf den Steinen nicht aus. Kommt er diese Stufen überhaupt hinunter. Hoffentlich reisst er sich nicht los und rennt weg…

… denn man möchte sich gar nicht ausmalen, was passieren könnte, wenn ein Pferd in einer solchen Umgebung in Panik gerät.

Und tatsächlich hat er sich erschreckt.

Allerdings nicht wegen der Eisenbahn, der Autobahn oder des Wassers, sondern weil ich unachtsam war und er im Fluss auf den Führstrick getreten ist. Er sprang zur Seite und lief ein paar Meter davon.
Vor meinem geistigen Auge sah ihn schon im Flussbett davonrennen.

Doch dann passierte etwas, womit ich gar nicht gerechnet hatte.
Er blieb stehen. Zum ersten Mal nach einem Schreck-Moment. Ich konnte einfach zu ihm gehen, den Führstrick nehmen und ihn wieder einfangen. Danach sind wir weitergelaufen, als wäre nichts gewesen.

Dieser Moment und der Umstand, dass er jede einzelne dieser Herausforderungen mit Bravour gemeistert hat und mir überallhin vertrauensvoll gefolgt ist, machen mich unendlich dankbar, stolz und auch ein bisschen demütig.

Was wir alles schon erreicht haben…

Im Alltag geht dieses Anerkennen allerdings öfter unter, bei mir zumindest. Der Blick richtet sich zu schnell auf das, was noch nicht klappt oder auf die nächste Herausforderung. Dabei vergessen wir, uns auch einmal umzudrehen und wahrzunehmen, welchen Weg wir bereits gegangen sind, was wir schon alles geschafft haben. Dass wir stolz darauf sein und uns darüber freuen dürfen.

Wann hast du zuletzt zurückgeschaut und dir selbst die Anerkennung gegeben, die du dir für deinen Weg eigentlich längst verdient hättest?

Das ist meine Einladung an dich, genau dies einmal zu tun 🙂.

11/07/2026

1. Mal überhaupt eine Decke auf dem Mustang „installiert“ 🥳 (das war der dritte Tag, an dem er sie gesehen hat). Wieder breche ich das Auflegen in viele einzelne Teilschritte herunter. Wenn einer der Schritte nicht funktioniert hätte, wäre ich dort länger geblieben. Insgesamt hat es ca. 15-20 Minuten gedauert, nicht nur 3 😉.

Und „stehen“ mit der Decke war ok. Damit gehen, war noch mal eine andere Hausnummer. Das zeige ich im nächsten Video.



07/07/2026

Eine entspannende Kopfbandage anlegen, hier ist jetzt das Video. Es ist auf Instagram-Länge geschnitten und sieht etwas hektischer aus, als es eigentlich war. Gerade bei einem ängstlichen Pferd kann man sich wirklich länger Zeit lassen. Und in diesem Fall war Merlin vor allem zappelig, weil es so viele Fliegen hat und er ohne die Fliegenmaske dort stehen musste. Daher wollte ich es nicht zu lange ausdehnen (ich hatte ihm natürlich den Kopf mit Anti-Fliegen-Balsam eingeschmiert).

Hilfe für Tiere bei Stress und Angst können solche Kopfbandagen bieten. Im Foto sieht man, wie Merlin die Augen fast zuf...
02/07/2026

Hilfe für Tiere bei Stress und Angst können solche Kopfbandagen bieten. Im Foto sieht man, wie Merlin die Augen fast zufallen (er kämpft aber noch ein bisschen dagegen an). Im nächsten Video (in 1 - 2 Tagen) zeige ich dir, wie man die Bandage anlegen kann.

Was Prokrastination mit der (verlorenen) Verbindung zu dir selbst zu tun haben kann (und wie man sie wiederfinden kann)I...
01/07/2026

Was Prokrastination mit der (verlorenen) Verbindung zu dir selbst zu tun haben kann (und wie man sie wiederfinden kann)

In meinem letzten Beitrag (https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1538574378055166&id=100057078565225 ) habe ich darüber geschrieben, dass Prokrastination eine Folge davon sein kann, mit narzisstischen oder sehr autoritären Eltern aufgewachsen zu sein. Wenn man früh lernt, dass andere bestimmen, was richtig und falsch ist, übernimmt das innere System dieses Muster häufig auch im Erwachsenenalter. Man funktioniert auf Druck und entwickelt gleichzeitig einen inneren Widerstand gegen genau diesen Druck.

Aber ich glaube, dass noch etwas Zusätzliches eine wichtige Rolle spielt.

Wenn wir über viele Jahre vor allem damit beschäftigt sind, Erwartungen von Anderen zu erfüllen, verlieren wir den Kontakt zu dem, was uns selbst wirklich wichtig ist. Wir werden Profis darin wahrzunehmen, was andere von uns möchten, was vernünftig wäre und was man tun sollte. Die eigene Stimme wird dabei immer leiser.

Bloss: wenn ich den Kontakt zu meinem Innersten verloren habe, woher soll dann die Energie kommen, Dinge mit Freude und aus eigener Überzeugung umzusetzen? Ich weiss ja dann gar nicht, was diese Dinge überhaupt wären.

Ich kann mich zwar disziplinieren, meinen Kalender optimieren, To-do-Listen schreiben oder mir künstliche Deadlines setzen bzw. sonstige Tools nutzen. Das kann kurzfristig helfen. Es verändert aber nichts, wenn das, was mich antreibt, gar nicht aus mir selbst kommt.

Die wirkliche Kernfrage bei Prokrastinations-Verhalten ist für mich daher, wie viel von dem, was ich erreichen will, überhaupt meinem eigenen Wesen und meiner inneren Stimme entspricht. Was kommt wirklich aus meiner Essenz und und was sind Überzeugungen (von aussen), die ich loslassen kann?

Mit der Logosynthese haben wir ein super Tool, um das zu sortieren. Denn wenn wir im Coaching damit arbeiten, erreichen wir, die emotionale Kraft einschränkender Überzeugungen Schritt für Schritt zu lösen. Dadurch wird die eigene innere Stimme wieder klarer hörbar und Stimmen, die nicht zu einem selbst gehören, verstummen. Der Widerstand ist nicht mehr nötig und ich kann umsetzen, was mir selbst Freude bereitet.

Mich würde interessieren: Hast du schon einmal erlebt, dass dir etwas plötzlich leicht gefallen ist, nachdem du gemerkt hast, dass es wirklich dein eigener Weg war?

Was Prokrastination mit narzisstischen oder autoritären Eltern zu tun haben kannWenn man mit einem narzisstischen/autori...
15/06/2026

Was Prokrastination mit narzisstischen oder autoritären Eltern zu tun haben kann

Wenn man mit einem narzisstischen/autoritärem Elternteil aufwächst, dann erzählt einem diese Person in der Regel, was richtig und falsch ist und was man zu tun hat. Und es hat harsche Konsequenzen, wenn man diesen „Vorschlägen“ nicht Folge leistet.

Um zu überleben, lernt man, sich anzupassen, sich nach den Erwartungen anderer auszurichten und bloss keine Widerworte zu haben. Man tut, was Andere einem sagen, damit es keine Ausraster bzw. Bestrafungen gibt.

Später behält das innere System diese Muster bei, denn wenn man überzeugt ist, selbst nichts zu können, Angst vor Konsequenzen hat etc., dann braucht man weiterhin jemanden, der einem sagt, was man tun soll. Sonst kommt man nicht in die Umsetzung. Daher entwickelt man Taktiken, um Etwas zu erreichen.

Die klassischste Taktik ist vermutlich die des Setzens einer Deadline. Für Prokrastinierer wie mich im Grunde super. Ich habe noch NIE eine Deadline verpasst, laufe kurz vorher zu Höchstleistungen auf, habe aber gleichzeitig noch NIE rechtzeitig mit etwas angefangen. Also eigentlich alles gut, oder?

Nicht wirklich. Man trickst sich bloss selbst aus, um eine Autorität zu kreieren, die mit erhobenem Zeigefinger das gewünschte Verhalten erzwingt. Das klappt einigermassen.

Das Problem ist nur: es entsteht gleichzeitig ein innerer Widerstand. Eine rebellische Stimme, die erst recht nicht tun möchte, was diese Autorität von einem erwartet (weil man das schon früher eigentlich nicht wollte). Aber wenn man es nicht tut, erhöht die Autorität den Druck solange, bis man es irgendwann, sehr widerwillig, doch erledigt (auch das bekannt von früher).

Wirkliche Freude an Etwas entsteht so nie. Das Muster wird nur weiter am Leben erhalten. Und Rebell und Autorität kämpfen immer weiter miteinander, der eine bedingt den anderen.

Prokrastination kann also eine Folge davon sein, mit narzisstischen/autoritärem Elternteilen aufgewachsen zu sein.

Falls dir das alles nur zu bekannt vorkommt und es dich genauso nervt wie mich: Melde dich gerne bei mir. Mit Logosynthese können wir Schritt für Schritt daran arbeiten, die alten Verknüpfungen zwischen Druck, Widerstand und Funktionieren zu lösen.

Sich schwach fühlen ist nichts für Schwache!Ich liege gerade im Bett und tue mir selbst leid, weil heute ein doofer Tag ...
03/06/2026

Sich schwach fühlen ist nichts für Schwache!

Ich liege gerade im Bett und tue mir selbst leid, weil heute ein doofer Tag ist (wegen der chronischen Erkrankung), alles weh tut im Körper und ich daher etwas absagen musste, das mir sehr am Herzen liegt, weil es einfach nicht ging.

Bzw. vielleicht wäre es gegangen, aber nur in meinem klassischen Muster des Funktionierens. Im Sinne von: ich gehe über meine Grenzen, und mache weiter, um vermeintlich stark zu sein und niemanden zu enttäuschen.

Mein Körper schiebt diesem Muster nun aber einen Riegel vor. Und ich fühle mich schwach, verwundbar, frustriert, dass nicht mehr alles geht und irgendwie im Stich gelassen. Ich sehe mich als Versagerin und denke, ich müsste mehr kämpfen, mich zusammenreissen.

Und dann fällt mein Blick auf dieses Bild in meinem Zimmer und erinnere mich an einen Moment, in dem Merlin mir im Tierkommunikationsgespräch das Gleiche sagte: „Ich fühle mich wie ein Versager.“ Das bezog er auf den Moment, als er eingefangen wurde. Und er meinte, er hätte aus dem Zaun ausbrechen können, wenn er nur mehr gekämpft und sich gewehrt hätte. Dass er das nicht tat, empfand er als Versagen und Schwäche.

Nur war das tatsächlich so? Auf keinen Fall. Hätte er sich noch stärker gewehrt und gekämpft, dann hätten die Männer beim Einfangen vermutlich sehr heftig reagiert und „kurzen Prozess“ mit ihm gemacht. Im Grunde war also sehr schlau, was er gemacht hat, denn es hat sein Überleben gesichert.

Daher ist das, was mein Körper gerade tut, vermutlich auch sehr schlau und sichert mein Überleben. Mehr auf mich hören, mehr Pausen machen, mehr prüfen, ob mir Etwas gut tut (oder Jemand). Das ist klug und nicht schwach.

Ich bin jetzt mal frech und behaupte, dass Menschen, die mit einer chronischen Erkrankung leben, oft Fähigkeiten entwickeln müssen, die heute überall gesucht werden (Stichwort „Future skills“): Resilienz, Flexibilität, Umgang mit Unsicherheit und ständiger Veränderung, Lernbereitschaft, emotionale Intelligenz, Agilität. Weil ihr Alltag sie dazu zwingt.

Wir sind also nicht schwach. Vielleicht sehen wir nur von aussen manchmal so aus.

Vielleicht ist das aber eine der grössten Fehlannahmen: dass Stärke immer nach Kämpfen, Durchhalten, Zähne zusammenbeissen aussehen muss.

Was wäre, wenn Stärke einfach bedeutet, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen? Mal „schwach“ sein zu dürfen? Sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren, das Beste daraus zu machen?

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