Jürg Hösli

Jürg Hösli Jürg Hösli ist Schweizer Ernährungswissenschaftler und Begründer der Ernährungsdiagnostik. https://www.youtube.com/channel/UCVdxjBj2DeTzSNGXhhbcvUw

10/06/2026
In seiner Reaktion sagt Wolf, ich hätte mich nicht mit dem Proteinfasten auseinandergesetzt. Er kennt offensichtlich uns...
05/06/2026

In seiner Reaktion sagt Wolf, ich hätte mich nicht mit dem Proteinfasten auseinandergesetzt. Er kennt offensichtlich unsere Expertise nicht.

Die pauschale Empfehlung von 1700 kcal (Frauen) bzw. 2000 kcal (Männer) unterschätzt die Zielgruppe und die Physiologie massiv.

Diese Werte führen bei vielen Personen in ein Energiedefizit unter der kritischen Schwelle der Energieverfügbarkeit (EA = Energiezufuhr minus Trainingsverbrauch, geteilt durch fettfreie Masse). Unter 30 kcal/kg FFM beginnen messbare Schäden. Die Folgen: RED-S (Mountjoy 2018), Muskelabbau (Garthe 2011, Murton 2015), Heisshunger (Goldstone 2009) und 18× höheres Essstörungsrisiko (Patton 1999).

Die pauschale Kalorienempfehlung berücksichtigt die Heterogenität der Zielgruppe nicht. Die dargestellten physiologischen Zusammenhänge entsprechen nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Das Kontrollpotential der eigenen Kundinnen und Kunden wird offensichtlich unterschätzt.

Zudem: Die Massnahmen haben teilweise klinische Indikation – wie wir in den Kacheln sehen können. Das gehört dringend gesundheitspolitisch diskutiert.

Wenn er sich selbst danach ernährt – ich lade ihn gerne zu einer objektiven Leistungsdiagnostik ein. Spirometrie, Laktatdiagnostik, Bluttests. Daten statt Meinungen.

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26 Seen. 24 Stunden. 566 Kilometer. Auf dem Rennrad. Durch die Schweiz. Pics by  und Kein Challenge-Denken. Kein "schau ...
31/05/2026

26 Seen. 24 Stunden. 566 Kilometer. Auf dem Rennrad. Durch die Schweiz. Pics by und

Kein Challenge-Denken. Kein "schau mal wie hart ich bin". Sondern ein Projekt. Wissenschaftlich aufgebaut. MIT dem Körper. Nicht gegen ihn.

Der Unterschied? Eine Challenge endet mit Erschöpfung. Ein Projekt endet mit Erkenntnis.

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Rennrad Schweiz

Du glaubst, 10.000 Schritte am Tag sind automatisch gesund? Die Realität sieht je nach Figur ganz anders aus.In diesem K...
19/05/2026

Du glaubst, 10.000 Schritte am Tag sind automatisch gesund? Die Realität sieht je nach Figur ganz anders aus.

In diesem Karussell zeigen wir, wie viele Kalorien eine Frau (1,70 m) bei 10.000 Schritten wirklich verbrennt – von sportlich bis übergewichtig. Die Unterschiede sind grösser, als die meisten denken.

Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten.

Was denkst du: Reichen 10.000 Schritte wirklich aus, wenn man gezielt abnehmen will?

Speichere den Post, bevor du ihn vergisst – und teile ihn mit einer Freundin, die das ebenfalls wissen sollte.

Wenn dein Kopf wieder mal nette Gedanken hat…👉 „Ich brauche kein Frühstück.“👉 „Kohlenhydrate sind nicht nötig.“👉 „Ich mu...
22/04/2026

Wenn dein Kopf wieder mal nette Gedanken hat…

👉 „Ich brauche kein Frühstück.“
👉 „Kohlenhydrate sind nicht nötig.“
👉 „Ich muss unbedingt im Kaloriendefizit sein.“

…dann ist es nicht der Kopf, der die Konsequenzen trägt.

Es ist dein Körper.

Er reguliert.
Er kompensiert.
Er bezahlt.

Was oben wie Kontrolle wirkt, ist unten oft pure Anpassungsarbeit:
hormonell, metabolisch, neuronal.

Ernährung ist keine Ideologie.
Sie ist Physiologie.

Und Physiologie lässt sich nicht austricksen.

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16/04/2026

Ernährung sollte im Erfahrungs- und Faktenwissen verankert sein, sonst kommt sowas raus...

06/04/2026

„Essstörungen sind deine eigene Schuld.“

Solche Aussagen klingen nach Klarheit – sind aber inhaltlich schlicht falsch.

Essstörungen entstehen nicht aus mangelnder Disziplin oder einer „Opferhaltung“.
Sie entstehen aus einem Zusammenspiel von:

– früher Stress- und Bindungserfahrung
– Selbstbild und internalisierten Bewertungen
– neurobiologischer Verstärkung (Dopamin, Belohnungssystem)
– hormonellen Dysbalancen (HPA-Achse)
– und einem zentralen Mechanismus: Kontrolle als Kompensation

Was nach außen wie Stärke wirkt („Ich habe alles im Griff“), ist neurophysiologisch oft das Gegenteil:
Ein System unter Druck, das versucht, sich über Kontrolle zu stabilisieren.

Der kritische Punkt:
Kontrolle wirkt kurzfristig regulierend → langfristig destabilisiert sie.

Je stärker die Kontrolle, desto mehr:
– sinkt die Körperwahrnehmung
– steigt die Angst
– verstärkt sich die Abhängigkeit vom Verhalten

Das ist kein moralisches Problem.
Das ist ein Regulationsproblem.

Wer hier mit Schuld argumentiert, zeigt vor allem eines:
ein fehlendes Verständnis für Psychophysiologie.

Und genau das ist gefährlich –
weil solche Narrative Menschen nicht helfen, sondern tiefer in die Dynamik treiben.

Essstörungen brauchen keine Bewertung.
Sie brauchen Analyse, Präzision und echte Intervention.

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