06/08/2026
Wieviel kann ein Mensch eigentlich tragen?
Das hat mich vor ein paar Tagen eine liebe Freundin von mir gefragt, als ich ihr ehrlich erzählt habe, wie es mir geht.
Ich frage mich das gerade wirklich.
Ich beschäftige mich seit Jahren mit psychischer Gesundheit, mit dem Nervensystem, mit Trauma, mit Slow Living. Ich habe gelernt, meine Muster zu erkennen. Ich habe gelernt, meinen Körper zu verstehen. Ich habe gelernt, warum ich bin, wie ich bin. Ich weiss, dass nicht jeder Gedanke eine Wahrheit ist. Ich weiss, dass Gefühle Wellen sind.
Ich weiss so viel…
Und trotzdem. Manchmal haut Dich das Leben einfach um. Immer noch einen drauf, bis echt alles zu viel ist.
Und dann sitze ich da – als Doula, als Mama, als 45jährige Frau, als jemand, der andere Menschen hält – und denke:
Ufffff… wie? Wie mache ich weiter? Wie fühle ich mich gehalten? Wieviel kann ich halten?
Denn da ist sie noch – die kleine Denise.
Dieses kleine Mädchen, das irgendwann gelernt hat:
• Ich bin nur sicher, wenn ich leiste/performe.
• Ich bin nur liebenswert, wenn ich funktioniere.
• Ich werde nicht verlassen, wenn ich bloss genug gebe.
Und auch wenn die Ü40-Denise heute weiss, dass das nicht stimmt… gibt es Momente, in denen das Leben genau diese alte Wunde berührt.
Momente, in denen alles zu viel wird. Eine Hiobs-Botschaft nach der anderen. Ich es offensichtlich nicht recht machen kann, nicht halten kann, mich falsch ausdrücke, ich nicht nur Party bin, ich zugeben möchte, dass ich erschöpft bin, dass mich die Trauer, die Wut, das Nicht-Weiter-Wissen einnimmt, ich es vielleicht nicht mal benennen kann.
Werde ich dann TROTZDEM geliebt? Geschätzt? Gebucht? Gehört?
😶🌫️ holy sh*tballs: WIE gehts Dir in diesen inneren Konversationen?