16/11/2025
Dopamin, oft als „Lustmolekül“ oder „Glückshormon“ bezeichnet, ist der Motor der Verliebtheit. Es lässt uns Zukunftsbilder erschaffen, die voller Fantasie und Sehnsucht sind – bis die Realität nach etwa einem Jahr zurückkehrt.
Dann endet oft die Beziehung, und die Jagd nach dem nächsten Dopaminkick beginnt. Der Anfang, die leidenschaftliche Liebe, ist von Dopamin geprägt - berauschend, idealisierend, neugierig, in die Zukunft blickend. Doch wenn etwas vertraut wird, dann schwindet die Aufregung und wir finden andere Dinge viel reizvoller.
Das Verlangen, Wollen und Sehnsucht aktiviert das zukunftsorientierte Dopamin.
Der Reiz des Neuen löst den Dopaminschub aus aber er ist nicht von Dauer. Deswegen enden viel Romanzennach 12-18 Monate.
Doch manchmal verwandelt sich Leidenschaft in etwas Tieferes: eine ruhige, beständige Liebe, genährt von Neurotransmittern wie Oxytocin, Vasopressin und Endorphinen (das Morphin des Gehirns) – Botenstoffen des Hier und Jetzt.
Langfristige Liebe ähnelt unseren alten Lieblingsplätzen: Restaurants,Geschäfte, sogar Städte. Wir schätzen sie nicht wegen der versprochenen Zukunft, sondern wegen ihrer realen, vertrauten Gegenwart. Das stabile Fundament.
Dopamin ist dabei kein Ende, sondern der Anstoß – es weckt unser Verlangen, regt unsere Fantasie an und bringt uns auf den Weg zur wahren, beständigen Liebe.
Es ist nicht leicht, dem prickelnden Dopaminschub Lebewohl zu sagen - doch es ist ist möglich. Die Entscheidung liegt bei dir!