07/06/2026
Nachtkerze
Oenothera Biennis
Wenn die Sonne am Horizont verschwindet und die Dämmerung einsetzt, erwacht die Nachtkerze zum Leben. Ihr Erblühen nach Einbruch der Dunkelheit ist ein wahres Naturphänomen, ebenso wie das Öffnen ihrer Blüten innerhalb von sehr kurzer Zeit. So zeigt diese wunderbare Pflanze ihre Dynamik und die Kraft, die in ihr steckt. Sie beschleunigt ihren Stoffwechsel dermaßen, dass man ihr regelrecht beim Aufblühen zusehen kann – danach kommt sie wieder zum Stillstand. Die wunderschönen, großen gelben Blüten der Nachtkerze lassen ihre gesamte Umgebung mitstrahlen und leuchten regelrecht in der Dunkelheit, bis sie spätestens bis zum Mittag des nächsten Tages wieder verblüht sind. So verbindet die Nachtkerze den alten mit dem neuen Tag. Nicht nur Elfen und Schmetterlinge sollend des Nachts ums sie tanzen vom und vom Dufte berauscht sein.
Am liebsten essen ich sie direkt Abends direkt von der Staude wenn die Blüten sich frisch geöffnet haben.
Oft tue ich es aber nicht, denn ich will den Nachfaltern und den Nachtinsekten nicht den wunderbaren Duft und den Nektar stehlen. Ganz oft sind die Blüten von einer wunderbaren Süsse umgeben und diese zu essen versetzt mich jedesmal in eine Freude. �ja sogar meine Tochter zupfte schon im Alter von 3 Jahren die Blüten ab und ass sie als wäre es eine Leckerei.
Oft esse ich die Nachtkerze erst Morgens nachdem sie in der Nacht schon ganz viele andere Tierchen nähren durfte.
Die Nachtkerze (Oenothera biennis) stammt ursprünglich aus Nordamerika und wird von den Indianern schon seit langer Zeit als Nahrungs- und Heilpflanze verwendet. Aus ihren Blüten stellen sie ein Puder her, um die Wundheilung der Haut zu unterstützen, aber auch, um ihr Jagdglück zu erhöhen und für andere spirituelle Zwecke. Als die Nachtkerze vor ca. 400 Jahren schließlich nach Europa kam, wurde sie zunächst vorwiegend als Salatpflanze verwendet, bis man ihre einzigartigen hautpflegenden Fähigkeiten entdeckt hat.
Für manche ist diese wundervolle Blume nur ein lästiger Nepohyt. In Wahrheit aber, bietet diese Staude ab dem Monaten Juni bis oft lange zu den ersten Frösten vom nächsten Winter Blüten für Insekten und Schmetterlinge.
Dieses nämlich zu Zeiten wo es in unserer Breitengraden eher weniger Blühblumen gibt die Einheimisch sind und Insekten nähren könnten in der freien Natur.
Die Nachtkerze wird zwei Jahre alt uns Versamt sich sehr gerne. Sie ist gut im Schach zu halten und und man sollte anstatt über sie zu schimpfen besser ihre Kräfte nutzen.
Die Wurzel schmeckt ähnlich wie Schwarzwurzeln. Die Samen kann man in einem Mörser pressen und das gewonnene Öl wird gegen Hautprobleme eingesetzt. Der Wirkstoff ist die ungesättigte Fettsäure Gamma Linoleum die bei Hormonellen Problemen (etwa prämenstrueller Spannung) hilft.
Mit der Nachtkerze behandelt man auch Ekzeme. Gelenkrheumathismus, Verbrennungen, Akne spröde Nägel, trockene Augen, Bluthochdruck und Leberleiden. Aus den Blütentrieben bereitete man früher Aufgüsse zum kurieren von Magen und Darmkrämpfen.
Weit weniger selbsterklärend als die deutsche ist die wissenschaftliche Bezeichnung „Oenothera biennis“. Der Gattungsname „Oenothera“ wurde schon in der Antike verwendet, doch seine Bedeutung liegt im Dunkeln (was allerdings zu einer Nachtkerze ganz gut passt). Das griechische Wort „oino“ bedeutet „Wein“, „ther“ kann mit „wildes Tier“ übersetzt werden.
Schön sie im eigenen Garten zu haben..
Ganz Lieber Gruss
René Edmond Lutz