29/05/2017
So geht es doch den meisten von uns.
Fühlen Sie Sich auch wie Paul?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie aus dem Hamsterrad hinaus möchten.
Der ferngesteuerte Mensch –
Warum und wie uns moderne Sklaverei als Freiheit verkauft wird
By Gunnar Kessler
Autobahn A 8 bei Möhringen, Tilt Shift Effekt
Paul ist 38, verheiratet, 2 Kinder, Angesteller mit einer 40-Stunden Woche inklusive Überstundenpauschale. Mit dem monatlichen Einkommen bleibt gerade genügend übrig um Geburtstagsgeschenke zu kaufen, in den Bausparvertrag einzuzahlen und zwei Mal im Jahr mit der Familie auf Urlaub zu fahren.
In den übrigen 48 Wochen des Jahres steht er jeden Morgen am Weg zur Arbeit mit seinem SUV im Stau, wartet nachmittags an der Supermarktkasse in der Schlange, und holt danach seine ungeduldigen Kinder aus der Kita. Später, wenn die Kinder im Bett sind, wird der Feierabend vor dem 3D LED-Fernseher genossen. Wir sind gewöhnt, dies als sinnerfülltes Leben zu betrachen. Paul entspricht den Vorgaben der Gesellschaft und passt seine Erwartungshaltung an seine Umwelt an. Vielleicht könnte Paul auch Ihren Namen tragen.
Sind Sie ein glücklicher Mensch? Stellen Sie sich diese Frage ab und an? Paul, das kann ich Ihnen verraten, ist Sklave unserer Gesellschaft. Sein Sinn liegt darin, das Hamsterrad, in dem er lebt, stetig in Bewegung zu halten. Denn, so lange er das Rad antreibt, bleibt auch keine Zeit nach dem „warum“ und „weshalb“ zu fragen. Niemanden interessiert, ob Paul einen guten Tag gehabt hat, ob er zufrieden mit seinem Leben ist, oder was er gerne verändern würde. Hauptsache, er verdient Geld und gibt es wieder aus.
Mit der kopflosen Herde ins Unglück Wenn Sie der Meinung sind, unsere hochmoderne, offene, digitalisierte, supervernetzte, hyperflexible Gesellschaft lässt uns jeglichen Spielraum, um frei über unser Leben zu entscheiden, dann gratuliere ich Ihnen zum Titel „Superbürger“.
ferngesteuerte Menschen
Unser Unterbewusstsein wurde über lange Zeit hinweg konditioniert. Wir sind vertraut mit dem, was wir sehen und gewöhnt an das was wir tun. Wir hinterfragen nicht, sondern folgen dem Diktat der Wirtschaft. „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“ wusste bereits Albert Einstein. Sein Leben war jedoch gekennzeichnet davon, über den Tellerrand hinauszusehen, das Undenkbare zu denken, und neue Wege zu gehen.