20/08/2026
Platter Babykopf – warum passiert das eigentlich? 👶🏼🤍
Als Physiotherapeutin habe ich häufig mit Babys zu tun, deren Kopfform abgeflacht oder asymmetrisch ist. Für viele Eltern ist das erstmal beunruhigend – dabei sind lagebedingte Schädelverformungen sehr häufig.
Welche Formen gibt es?
🔹 Plagiozephalie – einseitig abgeflachter Hinterkopf
🔹 Brachyzephalie – beidseitig abgeflachter Hinterkopf
🔹 Dolichozephalie – langer und schmaler Kopf
Aber warum entsteht das?
Der Schädel eines Babys ist in den ersten Monaten noch sehr weich und formbar. Durch längeren Druck auf eine bestimmte Stelle kann sich die Kopfform verändern. Eine Lieblingsseite, eingeschränkte Halsbeweglichkeit oder ein Schiefhals können dies zusätzlich begünstigen.
👀 Wann sollten Eltern genauer hinschauen?
Schon bei den ersten Auffälligkeiten lohnt es sich, genauer hinzuschauen – besonders in den ersten Lebensmonaten.
Achtet darauf, ob euer Baby:
• den Kopf fast immer in dieselbe Richtung dreht
• eine deutliche Lieblingsseite hat
• den Kopf nur eingeschränkt zur anderen Seite bewegen kann
• eine Abflachung am Hinterkopf entwickelt
• den Kopf häufig schief hält
• trotz Positionswechsel eine zunehmende Asymmetrie zeigt
Gerade in den ersten 4–12 Lebenswochen entstehen viele lagebedingte Kopfformveränderungen. Deshalb gilt: Lieber früh beobachten und bei Unsicherheit einmal fachlich draufschauen lassen.
Das Baby auf diesem Foto ist 4 Monate alt. In diesem Alter sind lagebedingte Kopfformveränderungen häufig besonders deutlich sichtbar. Gleichzeitig wird das Baby zunehmend beweglicher – ein guter Zeitpunkt, um Beweglichkeit und Symmetrie genau zu beobachten.