17/05/2019
Frauchen, ich kann nicht mehr.
Unsere Hunde sind Familienmitglieder und nicht zuletzt unsere Freizeitpartner. Sie begleiten uns auf unseren Spaziergängen, beim Joggen, auf Radtouren, ins Büro oder auch ins Restaurant.
Wir genießen unsere gemeinsame Zeit mit unserem Liebling und er genießt die Zeit mit uns.
Aber wann wird es unserem Hund eigentlich zu viel? Es ist schon ein Balance Akt das richtige Maß für unsere Hunde zu finden. Denn sie orientieren sich stark an uns und unserem verhalten, adaptieren unseren Lebensstil. Und so erwecken sie manchmal einen falschen Eindruck bei uns. Wir Menschen haben unseren Hunden eines Voraus, wir planenden unsere Aktivitäten im Voraus. Wir wissen also, dass wir am Sonntagnachmittag eine Radtour von 5 Stunden unternehmen möchten. Und können unsere übrigen aktiven Phasen darauf abstimmen, vorher wie nachher. Unser Hund weiß weder im Voraus, dass am Sonntag ein besonders anstrengender Tag ansteht, noch kann er erahnen wie lange unser nächster Spaziergang wird. Und schon gar nicht kann er uns verständlich machen, dass er sich heute nach der Radtour nicht so ganz fit fühlt und lieber nur eine kleine Runde um den Block drehen möchte.
Hunde brauchen deutlich mehr Ruhephasen als wir Menschen. Man sagt sie Ruhen etwa 16-20 Stunden pro Tag. Das hat mit der im Vergleich zum Menschen schlechteren Qualität des Schlafs unserer Haushunde zu tun. Um sich zu erholen braucht der Hund also einfach viel mehr Zeit als wir Menschen.
Ein Hund, der abends platt ins Körbchen fällt vor Erschöpfung, ist für manche Hundehalter das erklärte Ziel. Sie glauben Ihr Hund ist nur dann ausgelastet. Hin und wieder tut es sicher gut sich so richtig aus zu powern. Aber auf Dauer wissen wir, macht uns ständige Überlastung krank.
Sind wir selbst sehr aktive Menschen, fällt es uns noch schwerer gewisse Grenzen zu sehen. Vor allem, wenn der Hundekörper im Alter langsam nachlässt. Dabei ist es doch ganz natürlich, dass auch der Hund altert und der Körper gewissen Belastungen nicht mehr standhält. Der Hund ermüdet schneller, verarbeitet körperliche Anstrengung schlechter. Wird der Hund vom Tierarzt sogar offiziell „Krank geschrieben“ kommt sofort die Sorge nach der Auslastung des Hundes auf. Noch schwerer macht es uns die Tatsache, dass der Hund nach wie vor freudig zur Tür rennt, wenn wir die Hundeleine von der Garderobe nehmen. Ja, unser Hund freut sich, doch eigentlich möchte er nur bei uns sein. Ein kleinerer Spaziergang tut es häufig auch. Und es gibt ja noch ganz großartige andere Möglichkeiten sich mit unserem Hund zu beschäftigen, Und ihm so einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen.