31/05/2026
Manchmal ist es nicht der erste Kinderwunsch, der ein Paar an seine Grenzen bringt.
Manchmal ist es der zweite. Oder der dritte.
Weil da bereits ein Kind ist, wird oft still erwartet, dass Dankbarkeit alles leichter machen müsste.
Doch ein unerfüllter Kinderwunsch schmerzt nicht weniger, nur weil man schon Eltern ist.
Ich begegne in meiner Praxis Paaren, die genau das tragen:
Liebe. Hoffnung. Schuldgefühle. Erschöpfung. Sehnsucht.
Und oft auch den stillen Satz:
„Wir sollten doch einfach glücklich sein.“
Aber Wünsche lassen sich nicht wegvernünftigen.
Sehnsucht kennt keine Statistik.
Und Schmerz vergleicht nicht.
Der Wunsch nach einem weiteren Kind ist nicht „weniger berechtigt“.
Er ist nicht kleiner, nicht undankbarer, nicht weniger tief.
Er ist echt.
Und er darf Raum haben.
Als Heilpraktikerin begleite ich nicht nur Körper.
Ich begleite Herzen im Warten.
Ich halte aus, was oft niemand sieht:
das Hoffen zwischen den Monaten,
das Funktionieren im Familienalltag,
das stille Trauern um das, was noch fehlt.
Und manchmal beginnt Heilung genau dort:
Nicht erst, wenn alles leicht wird.
Sondern in dem Moment, in dem ein Paar spürt:
Wir müssen diesen Weg nicht allein tragen. 🤍