09/02/2026
-Fenrirs Wut-
Diese Binderune handelt von dem Fenriswolf. Besonderes Augenmerk habe ich hierbei auf die symbolisierte Wut gelegt. Im Folgenden möchte ich dies anhand des Mythos verdeutlichen.
Wut ist zunächst wertungsfrei zu betrachten und kann ohne speziellen Kontext nicht als gut oder schlecht bewertet werden. Ebenso war Fenrir nicht von Grund auf schlecht oder böse, sondern stellt nur bestimmte Aspekte des Lebens (unter anderem Wut) dar.
Die Götter zogen Fenrir anfangs noch bei sich auf. Als er größer wurde, fürchteten die Götter sich vor seiner immer größer werdenden Kraft. Anstatt mit ihm zu leben, führte sie die Angst zu der Entscheidung, ihn wegzusperren. Dies gelang ihnen mittels einer List und so legten sie ihm das Band Gleipnir an. Dieses Band war so stark, dass es für ihn unmöglich war sich daraus zu befreien. Um ihn Endgültig wegzusperren, ketteten sie ihn an mehrere Felsen und steckten ihm danach ein Schwert aufrecht in sein Maul. Dies führte dazu, dass er komplett unfähig war sich auszudrücken oder in irgendeiner Form zu bewegen.
An dieser Stelle des Mythos wird sehr gut symbolisiert, wie ein Gefühl (Wut) dämonisiert, unterdrückt und weggeschlossen wird, anstatt ihm kontrollierten Raum zu geben.
Fenrir existiert jetzt eine lange Zeit isoliert und so köchelt die angestaute Wut (Zorn,Aggresivität etc.) ohne Ventil bis ins unermessliche.
Der Fenrirmythos ist im weiteren Verlauf fließend mit dem Ragnarök Mythos verbunden (Untergang der Götter/ einer bestehenden Ordnung).
Der Beginn von Ragnarök ist gekennzeichnet durch eine Kaskade von Ereignissen im Menschen, der Natur und den Götterwelten. Diese genau zu erläutern, würde hier den Rahmen sprengen. Nun kommt es aber im Laufe des Ragnarök dazu, dass die Felsen, an die Fenrir gekettet war, zerbrechen. Ohne die lähmenden Ketten kommt es nun zu einem Kampf zwischen Odin und dem Fenriswolf, bei welchem Odin unterliegt und getötet wird. (Fortsetzung in den Kommentaren)