Cochlear Implant Verband Hessen-Rhein-Main e.V.

Cochlear Implant Verband Hessen-Rhein-Main e.V. Alles rund um das Cochlea Implantat in Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland! Sie haben Fragen? Wir helfen! Der Cochlear Implant Verband Hessen - Rhein-Main e.V.

ist eine Selbsthilfe-Organisation und hervorgegangen aus der CI-SHG (CI-Selbsthilfegruppe Hessen, Kontaktstelle Frankfurt am Main e.V.), die 1989 gegründet wurde. Der Verband ist ein Regionalverband der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e.V. (DCIG) und arbeitet zusammen mit den implantierenden Kliniken im Einzugsgebiet (u.a der HNO-Abteilung des Frankfurter Universitäts-Klinikums), den loka

len Rehabilitationseinrichtungen (u.a. dem CIC-Rhein-Main in Friedberg) und den Akustikern an der Förderung und Akzeptanz des Cochlea Implantates. Fast alle Mitglieder tragen selbst Cochlea Implantate und berichten unabhängig von ihrer persönlichen Situation.

Wenn ein Lied mehr bedeutet als tausend WorteKürzlich feierten die Menschen überall die Fête de la Musique. Straßen, Plä...
22/06/2026

Wenn ein Lied mehr bedeutet als tausend Worte

Kürzlich feierten die Menschen überall die Fête de la Musique. Straßen, Plätze und Parks wurden zu Bühnen. Musik verband Menschen, schuf Gemeinschaft und weckte Erinnerungen. Für viele ist das selbstverständlich. Für viele Cochlea Implantat Träger jedoch nicht.

Wer sein Gehör verliert, verliert oft nicht nur den Zugang zu Gesprächen. Häufig verschwindet auch die Musik aus dem Leben. Lieblingslieder klingen plötzlich fremd, Melodien gehen verloren oder werden nur noch bruchstückhaft wahrgenommen. Was für andere selbstverständlich ist, wird schmerzlich vermisst.

Dabei begleitet Musik unser Leben wie kaum etwas anderes. Sie weckt Erinnerungen, spendet Trost, schenkt Freude und verbindet Menschen. Ein bestimmtes Lied kann uns augenblicklich in die Kindheit zurückversetzen, an einen besonderen Ort oder zu einem geliebten Menschen.

Deshalb gehört Musik für viele Menschen mit Cochlea Implantat zu den emotionalsten Zielen überhaupt. Es geht nicht nur darum, wieder hören zu können. Es geht darum, ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen.

Musik ist eine der größten Herausforderungen für das Hören mit Cochlea Implantat. Sprache folgt Regeln und Mustern. Musik besteht aus feinen Tonhöhen, Klangfarben, Harmonien und Rhythmen. Genau deshalb braucht sie oft Geduld, Übung und Training.

Wer diesen Weg gegangen ist, kennt diese besonderen Momente. Wenn nach langer Zeit plötzlich wieder die ersten Takte eines Lieblingssongs erkannt werden. Wenn Gänsehaut zurückkehrt. Wenn Musik wieder Gefühle auslöst statt nur Geräusche zu produzieren. Aus Klängen werden dann Melodien. Und irgendwann wird aus einer Melodie wieder ein Lieblingslied.

Wer das erlebt hat, vergisst diesen Moment meist nie. Wenn plötzlich ein vertrauter Refrain erkannt wird. Wenn Musik wieder Emotionen auslöst. Wenn etwas zurückkehrt, das lange verloren schien.

Die Fête de la Musique ist vorbei. Die Bedeutung von Musik für Menschen mit Cochlea Implantat bleibt.

Denn Hören bedeutet nicht nur, Worte zu verstehen. Es bedeutet auch, die Melodie des Lebens wiederzufinden, also lachen, mitsingen, tanzen, fühlen und gemeinsam Musik erleben zu können.

Die VERLOSUNG ist BEENDET - gewonnen hat Katja Dietz🥳Danke allen TeilnehmerInnen für euer wertschätzendes und liebes Fee...
21/06/2026

Die VERLOSUNG ist BEENDET - gewonnen hat Katja Dietz🥳
Danke allen TeilnehmerInnen für euer wertschätzendes und liebes Feedback❤️

Mitmachen und MINI-FIGUR gewinnen! Wir wollen wissen: Welcher Beitrag hier auf unserer Facebookseite hat DICH besonders angesprochen? Schreib uns das als KOMMENTAR bis heute Abend um 18:00 - unter allen TeilnehmerInnen verlosen wir eine unserer begehrten „Taub und trotzdem HÖREN“-Minifiguren mit CI!😃🦻🦻

5.000 Follower = 10.000 OhrenAuf den ersten Blick ist das nur eine Zahl. Für uns bedeutet sie mehr, denn hinter jedem Fo...
20/06/2026

5.000 Follower = 10.000 Ohren

Auf den ersten Blick ist das nur eine Zahl. Für uns bedeutet sie mehr, denn hinter jedem Follower stehen oft Familie, Freunde, Kolleginnen und Kollegen, Fachleute, Betroffene oder Interessierte. Menschen, die Beiträge lesen, weitergeben, diskutieren und dabei helfen, Wissen über Hörverlust und das Cochlea Implantat zu verbreiten.

Jeder einzelne Klick, jedes Teilen und jeder Kommentar trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen, Missverständnisse aufzuklären und Menschen den Weg zu Informationen zu eröffnen, die ihr Leben verändern können.

Noch immer wissen viele Menschen mit hochgradiger Schwerhörigkeit oder Ertaubung nicht, dass ein Cochlea Implantat für sie eine Option sein könnte. Noch immer werden Chancen zu spät erkannt.

Deshalb ist dieser Meilenstein weit mehr als eine Social-Media-Zahl. Er steht für Reichweite, Aufklärung, Vernetzung und Hoffnung. Danke an alle 5.000 Follower, die uns begleiten, unterstützen und unsere Botschaft weitertragen.
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass das Cochlea Implantat bekannter wird – so selbstverständlich wie ein Herzschrittmacher.

5.000 Follower. 10.000 Ohren. Und unzählige Chancen auf mehr Hören, mehr Verstehen und mehr Teilhabe.

⚽️ Deutschland versus  CIV*?! ⚽️Ha, das sind ja WIR!🤭Die Abkürzung steht tatsächlich auch offiziell für unseren „Cochlea...
20/06/2026

⚽️ Deutschland versus CIV*?! ⚽️
Ha, das sind ja WIR!🤭Die Abkürzung steht tatsächlich auch offiziell für unseren „Cochlear Implant Verband“ - kurz: CIV!
Da drücken wir natürlich alle OHREN für das Fußballspiel heute Abend!😄🦻⚽️
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* CIV ist auch das Länderkürzel der „Cote d‘Ivoire“ = Elfenbeinküste 😉🌎

Schwerhörigkeit: Als würde das Internet ständig stockenJeder kennt das. Man möchte etwas im Internet nachschauen, ein Vi...
18/06/2026

Schwerhörigkeit: Als würde das Internet ständig stocken

Jeder kennt das. Man möchte etwas im Internet nachschauen, ein Video ansehen oder an einer Videokonferenz teilnehmen. Die Verbindung ist nicht komplett weg, aber sie stockt ständig. Die Seite lädt, bleibt hängen und lädt weiter. Das Video läuft ein paar Sekunden, friert ein und setzt wieder ein. Irgendwann kommt man ans Ziel, aber es kostet Geduld, Konzentration und Nerven.

Für viele schwerhörige Menschen fühlt sich Kommunikation ganz ähnlich an. Die Worte kommen an, meistens jedenfalls. Doch immer wieder fehlen kleine Teile. Eine Silbe. Ein Name. Eine leise Bemerkung. Die Pointe eines Witzes. Eine wichtige Information im Meeting. Für andere sind das Kleinigkeiten. Für Betroffene können genau diese fehlenden Bruchstücke entscheidend sein.

Das Gehirn versucht dann ununterbrochen, die Lücken zu schließen. Aus Erfahrung, aus dem Zusammenhang, aus Beobachtungen und Vermutungen. Oft gelingt das erstaunlich gut. So gut, dass Außenstehende gar nicht bemerken, wie viel Anstrengung dahintersteckt. Die schwerhörige Person nickt, lacht, antwortet und wirkt aufmerksam. Doch im Hintergrund läuft pausenlos ein Reparaturprogramm. Habe ich das richtig verstanden? War das eine Frage oder eine Aussage? Warum lachen plötzlich alle? Sollte ich nachfragen oder einfach mitlachen?

Genau diese unsichtbare Arbeit macht Schwerhörigkeit so anstrengend. Viele Betroffene hören nicht weniger zu als andere. Oft ist das Gegenteil der Fall. Sie konzentrieren sich stärker, beobachten genauer und investieren deutlich mehr Energie, um Gesprächen folgen zu können. Deshalb sind sie nach Familienfeiern, Restaurantbesuchen oder langen Arbeitstagen häufig erschöpft, obwohl niemand die Ursache sieht.

Dabei können hörende Menschen viel dazu beitragen, dass Kommunikation gelingt. Ein kurzer Blickkontakt, bevor man spricht. Deutlich sprechen, ohne zu übertreiben. Nicht durcheinanderreden. Wichtige Informationen nicht im Weggehen oder mit dem Rücken zur Person sagen. Geduldig wiederholen, wenn etwas nicht angekommen ist. Das sind kleine Gesten, die wenig Aufwand bedeuten, aber viel bewirken können.

Kommunikation ist keine Einzelleistung. Sie entsteht immer gemeinsam. Und manchmal reicht schon ein wenig Aufmerksamkeit, damit aus einer ständig stockenden Verbindung wieder ein echtes Gespräch wird.

Der CIV HRM e.V. drückt der deutschen Nationalmannschaft für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und M...
14/06/2026

Der CIV HRM e.V. drückt der deutschen Nationalmannschaft für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko fest die Daumen.

Wir wünschen spannende Spiele, starke Nerven, den richtigen Teamgeist und natürlich viele Tore.

Und weil gutes Zusammenspiel nicht nur auf dem Platz wichtig ist, hoffen wir, dass Millionen Fans die Emotionen, die Hymnen, den Jubel und die großen Momente dieses Turniers gemeinsam erleben können.

In diesem Sinne:

Deutschland vor, noch ein Ohr! 🇩🇪⚽🦻

Viel Erfolg, Team Deutschland! 🍀

...sind wir nicht alle ein bisschen "Ton-Taube"?😄🦻🦻
13/06/2026

...sind wir nicht alle ein bisschen "Ton-Taube"?😄🦻🦻

Heute hat die SPD-Bundestagsfraktion erklärt, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sei das „praktische Gleichheitsvers...
11/06/2026

Heute hat die SPD-Bundestagsfraktion erklärt, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sei das „praktische Gleichheitsversprechen unserer Verfassung“. Gleichzeitig räumt sie ein, dass Menschen mit Behinderung im aktuellen Reformentwurf noch nicht ausreichend berücksichtigt sind und kündigt Nachbesserungen an.

Diese Worte verdienen Respekt. Aber sie werfen auch eine Frage auf. Eine Frage, die nicht nach Berlin, sondern nach Hessen führt.

Denn wie passt dieses Bekenntnis zum Gleichheitsversprechen zu einer Situation, in der Hessen weiterhin zwei Gruppen gehörloser Menschen unterschiedlich behandelt?

Beide tragen das Merkzeichen Gl.
Beide gelten rechtlich als gehörlos.
Beide leben mit denselben Kommunikationsbarrieren.
Beide stoßen auf dieselben Hürden gesellschaftlicher Teilhabe.

Und dennoch erhält die eine Gruppe Gehörlosengeld – die andere nicht.

Nicht weil sie weniger gehörlos wäre. Nicht weil sie weniger Barrieren erlebt.

Sondern weil eine zusätzliche und vor allem sinnfreie Grenze im Gesetz gezogen wurde.

Genau deshalb berührt die heutige AGG-Debatte auch das neue Hessische LGlGG. Denn worum geht es beim Diskriminierungsschutz eigentlich? Es geht um die grundlegende Frage, ob Menschen in vergleichbarer Situation auch vergleichbar behandelt werden.

Die SPD erklärt heute, dass das AGG das Gleichheitsversprechen des Grundgesetzes praktisch umsetzt. Gleichzeitig fordert sie einen besseren Schutz für Menschen mit Behinderung. Dann muss dieses Versprechen auch für gehörlose Menschen in Hessen gelten.

Wer Gleichbehandlung fordert, muss erklären können, warum zwei rechtlich als gehörlos anerkannte Menschen unterschiedlich behandelt werden.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht: Warum sollte Hessen das Gehörlosengeld künftig auch Menschen mit Merkzeichen Gl und GdB 80 oder 90 gewähren? Die eigentliche Frage lautet: Warum sollte Hessen es weiterhin nicht tun? Die Antwort darauf wird mit jedem Tag schwieriger. Gerade heute.

Denn wenn das Gleichheitsversprechen unserer Verfassung mehr sein soll als eine schöne Formulierung in einer SPD-Pressemitteilung, dann muss es auch dort gelten, wo Menschen seit Jahren auf Gleichbehandlung warten.

Nicht irgendwann. JETZT!

Was ist schon "normal"?! - Ein humOHRvoller Perspektivwechsel von Elke Schwaninger ...😉
06/06/2026

Was ist schon "normal"?! - Ein humOHRvoller Perspektivwechsel von Elke Schwaninger ...😉

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Bad Nauheim
61231

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