Cochlear Implant Verband Hessen-Rhein-Main e.V.

Cochlear Implant Verband Hessen-Rhein-Main e.V. Alles rund um das Cochlea Implantat in Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland! Sie haben Fragen? Wir helfen! Der Cochlear Implant Verband Hessen - Rhein-Main e.V.

ist eine Selbsthilfe-Organisation und hervorgegangen aus der CI-SHG (CI-Selbsthilfegruppe Hessen, Kontaktstelle Frankfurt am Main e.V.), die 1989 gegründet wurde. Der Verband ist ein Regionalverband der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e.V. (DCIG) und arbeitet zusammen mit den implantierenden Kliniken im Einzugsgebiet (u.a der HNO-Abteilung des Frankfurter Universitäts-Klinikums), den loka

len Rehabilitationseinrichtungen (u.a. dem CIC-Rhein-Main in Friedberg) und den Akustikern an der Förderung und Akzeptanz des Cochlea Implantates. Fast alle Mitglieder tragen selbst Cochlea Implantate und berichten unabhängig von ihrer persönlichen Situation.

Daniel berichtet über sein Gehirn auf Hochtouren und wie Höreinschränkungen seine Wahrnehmung schärften.Daniel (Elektroi...
31/05/2026

Daniel berichtet über sein Gehirn auf Hochtouren und wie Höreinschränkungen seine Wahrnehmung schärften.

Daniel (Elektroingenieur und CI-Träger) beschreibt sich selbst als menschlichen Kontext-Scanner: „Man erwartet bei "Höreinschränkungen" oft eine Geschichte des Verlustes, des Kampfes, vielleicht des Mitleids. Doch heute erzähle ich euch eine andere Geschichte. Eine Geschichte darüber, wie das, was viele als Schwäche sehen, mein Gehirn auf eine besondere Weise trainiert hat. Ich bin als Mensch und Ingenieur heute ein unermüdlicher Sucher nach Lösungen, ein Meister im Lesen zwischen den Zeilen.“

Eindrucksvoll spricht er über eine Neuprägung seines Gehirns mit dem Cochlea Implantat: „Mein Gehirn hat sich über Jahre hinweg auf besondere Weise entwickelt. Nicht, weil es von Haus aus anders war, sondern weil Höreinschränkungen es dazu gefordert haben. Wo andere einfach hören, musste ich dekodieren, interpretieren, Lücken füllen.“

Er führt weiter aus: „Ich musste lernen, Stimmen zu identifizieren, auch wenn sie nur als gedämpfte Klänge ankamen. Ich habe Nuancen in Sprechweisen, Betonungen und sogar den typischen Lärmpegel verschiedener Räume abgespeichert. Mein Gehirn ist ständig auf der Suche nach Ordnung im akustischen Chaos.“

Und das hat durchaus einen Preis: „Meine Höreinschränkung hat mich gelehrt, ein effektives Energiemanagement zu entwickeln. Ich spüre oft früh, wann meine Ressourcen zur Neige gehen. Das ist mein inneres Frühwarnsystem. Es zwingt mich, Pausen zu machen, Umfelder zu verlassen, oder meine Kommunikationsstrategie anzupassen, noch bevor die absolute Erschöpfung eintritt.“

Daniel kennt auch die andere Seite: „Ich erinnere mich an so viele Situationen, in denen ich einfach genickt und gelächelt, oder mitgemacht habe, obwohl ich absolut nichts verstanden hatte. Das ist der Moment, in dem du dich innerlich abmeldest, um nicht aufzufallen. Es ist die bequeme Falle der „Unehrlichkeit“, die uns immense Energie kostet. Doch ich habe eines gelernt: Nicht nachzufragen verbraucht oft mehr Energie, als es der eigentliche Aufwand des Nachfragens wäre.“

Er fand für sich einen neuen Weg: „Die vielleicht wichtigste Erkenntnis kam, als ich mich bewusst entschied, meine Narbe und mein Cochlea Implantat nicht mehr unter meinen Haaren zu verstecken. Die Welt drehte sich nicht schneller, sie brach nicht zusammen. Im Gegenteil: Sichtbarkeit schafft Verständnis, Offenheit schafft Verbindung. Meine vermeintliche Schwäche wurde zu einem Gesprächsthema, das Türen öffnete, statt sie zu verschließen.“

Mit einem beeindruckenden Fazit schließt Daniel wie folgt: „Höreinschränkungen haben mich gelehrt, ein Leben zu führen, in dem ich nicht aufs Hören warte, sondern aktiv verstehe, gestalte und genieße. Sie haben mein Gehirn auf besondere Weise geschärft, meine Sinne zu Empfängern und meine Herausforderungen zu wichtigen Impulsen gemacht.“

Danke Daniel für diesen wunderbaren Beitrag, möge er vielen als Orientierung dienen!

Den vollständigen Bericht zu diesem Beitrag lesen Sie unter: https://ohrenseite.info/2026/670-gehirn-auf-hochtouren-wie-hoereinschraenkungen-meine-wahrnehmung-schaerften

31/05/2026

Kulturgenuss?! 🎭 - Taube Ohren
bei hörendem Veranstalter
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(Von Elke Schwaninger)

Wir wollten eine Kabarett-Veranstaltung besuchen, bei der es freie Platzwahl gab - in einer großen, halligen Halle.

Akustisch eine harte Nuss - die sich für mich als "taube Nuss" mit CI aber durch etwas Planung sicher knacken ließ...😉🦻🦻

Vier Wochen vor Beginn des Events fragte ich beim Veranstalter nach, ob es möglich sei, für Menschen mit Hörbehinderung einen Platz in Bühnennähe zu reservieren. "Nicht nötig", teilte mir der Verantwortliche mit, denn: "Wir haben eine induktive Höranlage, das muss reichen." 🎤📣

Als wir mit erwartungsvoll eingestellten CI-Ohren das Event besuchten, war die Höranlage nicht einsatzfähig. Vor Ort kannte sich niemand mit der Technik aus. Keiner war darüber informiert, dass Menschen mit Hörbehinderung im Publikum sitzen...🙈

Am nächsten Tag kontaktierte ich den Veranstalter - der fühlte sich offenbar nicht mehr zuständig und reagierte auch auf mehrere Anfragen nicht. Die tauben Ohren hatten quasi die Seite gewechselt!🧐

Dafür wurde ich nun zur „harten Nuss“ und schaltete die Inklusionsbeauftragte der Stadt ein. Sie fand heraus, dass die induktive Höranlage schon länger defekt gewesen war - und kümmerte sich darum, dass sie repariert wird und in Zukunft funktioniert🙏

FAZIT💡🦻🦻
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Unser „mentaler KULTURbeutel“ braucht häufig Extra-Planung, Extra-Zeitaufwand und extrastarke Nerven. Aber:

Mit JEDEM Mal, wo wir auf Barrieren UND Lösungswege aufmerksam machen, wächst auch unsere Sichtbarkeit und das Bewusstsein bei Verantwortlichen.
Bleibt dran, holt externe Unterstützung (z.B. Inklusionsbeauftragte, lokale Presse und Verbände, die das öffentlich machen) und fordert euer Recht auf Barrierefreiheit auch im Kulturbereich aktiv ein.

Wie heißt es so ermutigend:
„Viele kleine Menschen, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“
💪☺️❤️🦻🦻

Viele Menschen stellen sich Schwerhörigkeit so vor, als würde die Welt einfach nur leiser werden. Für viele Betroffene f...
30/05/2026

Viele Menschen stellen sich Schwerhörigkeit so vor, als würde die Welt einfach nur leiser werden. Für viele Betroffene fühlt es sich aber eher so an, als würden ständig Teile der Information fehlen.

Stell dir ein Foto vor: Auf den ersten Blick wirkt alles ganz normal. Die Landschaft ist zu erkennen, die Menschen sind da, die Farben stimmen. Doch beim genaueren Hinsehen merkst du, dass überall kleine Bildpunkte fehlen. Nicht an einer einzigen Stelle, sondern verteilt über das ganze Bild. Mal fehlt ein Detail im Gesicht. Mal ein Teil eines Schildes. Mal ein wichtiges Wort.

Unser Gehirn ist erstaunlich gut darin, solche Lücken zu füllen. Es nutzt Erfahrung, Kontext und Vermutungen, um aus den Bruchstücken wieder ein Ganzes zu machen. Deshalb merken viele Außenstehende oft gar nicht, wie anstrengend Verstehen sein kann. Sie sehen jemanden nicken, lachen oder antworten und denken: Alles verstanden. Dabei läuft im Hintergrund häufig Schwerstarbeit.

Gespräche bestehen schließlich nicht nur aus einzelnen Worten. Es geht um Betonungen, Emotionen, leise Bemerkungen, schnelle Zwischenrufe, Fragen im Hintergrund oder Sätze, die von Nebengeräuschen überlagert werden. Jedes fehlende Wort ist wie ein fehlender Pixel. Ein einzelner fällt kaum auf. Tausende verändern das gesamte Bild.

Deshalb sagen viele schwerhörige Menschen: „Ich habe gehört, dass gesprochen wurde. Aber ich habe nicht verstanden, was gesagt wurde.“

Genau das macht Schwerhörigkeit so anstrengend. Nicht die Ohren allein, sondern die ständige Arbeit des Gehirns, aus unvollständigen Informationen Sinn zu machen.

Hörgeräte und Cochlea Implantate können viele dieser fehlenden „Pixel“ zurückbringen. Sie sind für viele Menschen ein enormer Gewinn. Trotzdem bleibt Verstehen oft mehr als nur Hören.

Deshalb helfen Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten: Blickkontakt, deutliches Sprechen, eine ruhige Umgebung und etwas Geduld. Manchmal sind es genau diese kleinen Dinge, die aus vielen einzelnen Puzzleteilen wieder ein verständliches Gesamtbild machen.

BAD Nauheim? GOOD news!😊 Mit mobilen Ringschleifen können Menschen mit CI und Hörgerät ALLE ERLEBNISFÜHRUNGEN durch die ...
29/05/2026

BAD Nauheim? GOOD news!😊 Mit mobilen Ringschleifen können Menschen mit CI und Hörgerät ALLE ERLEBNISFÜHRUNGEN durch die Kurstadt barrierefrei genießen! ☺️🦻🦻
Bad Nauheim bietet dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote:

🔴 Kulinarische Touren (inklusive Verkostung lokaler Spezialitäten)🥘🫕

🔴 Kunst-Touren 🧑‍🎨

🔴 Legendäre "Elvis"-Touren🕺🎶

🔴 Historische Rundgänge🗿

Zu allen Erlebnisführungen könnt ihr die mobile Höranlage GRATIS dazubuchen! 🦻🦻 Auch für Patientinnen und Patienten der Kaiserbergklinik ein besonderes Erlebnis!

Um Vorab-Anmeldung bei der Tourist Information wird gebeten - barrierefrei über WHATSAPP unter: 0151 46 17 39 15 ☎️

In der Tourist Information (Startpunkt für alle Führungen) stehen insgesamt 11 mobile Ringschleifen zur Verfügung - und freuen sich auf eure offenen Ohren!😊🦻🦻
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🗓️ TERMINE und weitere Infos zu allen Erlebnisführungen durch Bad Nauheim: https://www.bad-nauheim.de/de/erlebnisreich/fuehrungen-rundgaenge/erlebnisfuehrungen

Viele Menschen denken bei Schwerhörigkeit zuerst an Lautstärke. „Dann mach das Hörgerät eben lauter.“Aber so funktionier...
26/05/2026

Viele Menschen denken bei Schwerhörigkeit zuerst an Lautstärke. „Dann mach das Hörgerät eben lauter.“

Aber so funktioniert Hören oft nicht.

Stell dir ein Puzzle vor. Bei Normalhörenden liegt das Bild meist vollständig auf dem Tisch. Worte, Betonung, Nebengeräusche, Emotionen — alles ergibt automatisch Sinn.

Für schwerhörige Menschen fehlen dagegen ständig Teile dieses Bildes. Ein Wort hier. Eine Silbe dort. Der halbe Satz im Hintergrundrauschen. Das Lachen am anderen Ende des Tisches. Die leise Frage im Meeting.

Und genau dann beginnt die eigentliche Arbeit.

Das Gehirn versucht pausenlos, die fehlenden Teile zu ergänzen. Aus Erfahrung. Aus Kontext. Aus Vermutung. Man kombiniert. Rätselt. Schätzt Gesichter ein. Beobachtet Lippen. Denkt Sekundenbruchteile voraus.

„Hat er wirklich das gesagt? Oder etwas völlig anderes?“

Das Problem: Niemand sieht diese Anstrengung. Von außen wirkt Zuhören selbstverständlich. Von innen ist es oft Hochkonzentration.

Deshalb sind viele schwerhörige Menschen abends nicht nur „müde“. Sie sind erschöpft vom dauernden Zusammensetzen eines Puzzles, das nie vollständig geliefert wird.

Und genau deshalb bedeutet gutes Hören weit mehr als nur „Geräusche wahrnehmen“. Es bedeutet Kraft sparen. Sicherheit gewinnen. Wieder entspannter am Leben teilnehmen können.

Ehrentag 2026. Ein Tag für all die Menschen, die anpacken, organisieren, zuhören, begleiten, Mut machen und Gemeinschaft...
24/05/2026

Ehrentag 2026. Ein Tag für all die Menschen, die anpacken, organisieren, zuhören, begleiten, Mut machen und Gemeinschaft überhaupt erst möglich machen. Heute möchten wir deshalb einfach Danke sagen.

Danke an unsere ehrenamtlich Engagierten im CIV HRM e.V. in Hessen, Rheinland und dem Saarland. An die Aktiven unserer Selbsthilfegruppen. An die junge Selbsthilfe genauso wie an diejenigen, die sich seit vielen Jahren mit Erfahrung, Geduld und Herzblut einbringen.

Ihr organisiert Treffen, begleitet Betroffene, beantwortet Fragen verzweifelter Eltern, macht Mut nach Diagnosen, helft bei Technikproblemen, plant Veranstaltungen, betreut Infostände, schreibt Beiträge, moderiert Gruppen und seid oft genau dann da, wenn Menschen Orientierung brauchen.

Viele sehen nur die Veranstaltungen oder Beiträge. Was oft unsichtbar bleibt, sind die Stunden dahinter. Die Telefonate. Die Fahrten. Die Vorbereitung. Die Geduld. Das offene Ohr.

Gerade in der Selbsthilfe ist Ehrenamt weit mehr als Organisation. Es ist gelebte Menschlichkeit.

Unter dem Motto des Ehrentags „Für dich. Für uns. Für alle.“ zeigt ihr jeden Tag, was gesellschaftlicher Zusammenhalt wirklich bedeutet.

Denn Demokratie lebt nicht nur von Gesetzen. Sie lebt von Menschen, die mitmachen. Menschen, die Verantwortung übernehmen. Menschen, die niemanden alleine lassen.

Ob junge Selbsthilfe, langjährige Gruppenleitungen, Angehörige oder Unterstützende im Hintergrund: Jede und jeder von euch macht einen Unterschied.

Dafür sagen wir heute mit großer Wertschätzung:

Danke. Für eure Zeit. Für euren Einsatz. Für euer Herz.

Michael Schwaninger
Vorsitzender CIV HRM e.V.

Heute feiern wir 77 Jahre Grundgesetz.Und damit auch einen der wichtigsten Sätze für Millionen Menschen mit Behinderung:...
23/05/2026

Heute feiern wir 77 Jahre Grundgesetz.
Und damit auch einen der wichtigsten Sätze für Millionen Menschen mit Behinderung:

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“
(Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz)

Das gilt auch für Menschen mit Schwerhörigkeit.
Für Menschen mit Cochlea Implantat.
Für Menschen mit Hörgeräten.
Für alle, die jeden Tag enorme Energie investieren müssen, um Gespräche zu verstehen, im Beruf mitzuhalten oder einfach am sozialen Leben teilzunehmen.

Denn Teilhabe bedeutet mehr als „nicht ausgeschlossen werden“.

Teilhabe bedeutet:
• verstehen können
• mitreden können
• spontan lachen können
• im Meeting folgen können
• im Restaurant nicht aufgeben müssen
• in Schule, Studium und Beruf faire Chancen zu haben

Viele Barrieren sind nicht sichtbar. Lärm, schlechte Raumakustik, fehlende Untertitel, keine Induktionsanlagen oder mangelndes Verständnis im Umfeld schließen Menschen mit Hörbehinderung noch immer täglich aus.

Das Grundgesetz schützt nicht nur vor Diskriminierung.
Es verpflichtet auch dazu, echte Teilhabe möglich zu machen.

Inklusion darf deshalb nicht an der Praxistür enden.
Nicht im Klassenzimmer.
Nicht am Arbeitsplatz.
Und nicht bei der Frage, welche Unterstützung Menschen mit Hörbehinderung erhalten.

Eine demokratische Gesellschaft erkennt:
Barrierefreiheit ist kein Sonderwunsch.
Sie ist Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe.

Oder einfacher gesagt:
Wer nicht verstehen kann, kann oft auch nicht vollständig teilhaben.

Deshalb brauchen wir mehr Bewusstsein für Hörbehinderungen.
Mehr Barrierefreiheit.
Mehr technische Unterstützung.
Und vor allem mehr Verständnis füreinander.

Denn Demokratie lebt davon, dass alle gehört werden.

„Mental Load“ ist die unsichtbare Last, die durch das ständige Extra-Planen, Organisieren und Koordinieren von Alltagsau...
21/05/2026

„Mental Load“ ist die unsichtbare Last, die durch das ständige Extra-Planen, Organisieren und Koordinieren von Alltagsaufgaben entsteht. Schwerhörige Menschen müssen permanent MEHR vorausdenken, MEHR kommunikative Umwege in Kauf nehmen und MEHR Energie einsetzen.

Hörverlust ist unsichtbar, aber die Auswirkungen sind für Betroffene immer präsent. Unsere Ohren beeinflussen nicht nur, was wir akustisch wahrnehmen. Sie bestimmen auch, wie wir den Alltag meistern - JEDEN TAG.

Chancengleichheit  Dementi  Unglaubwürdigkeit Vor der Landtagswahl 2023 haben wir die demokratischen Fraktionen im Hessi...
19/05/2026

Chancengleichheit Dementi Unglaubwürdigkeit

Vor der Landtagswahl 2023 haben wir die demokratischen Fraktionen im Hessischen Landtag gefragt, wie sie die offensichtlichen Ungleichbehandlungen beim hessischen Gehörlosengeld beseitigen wollen. Konkret ging es um Menschen mit Merkzeichen GL und einem Grad der Behinderung von 80 oder 90, die medizinisch gleichermaßen vollständig gehörlos sind, heute aber häufig vom Gehörlosengeld ausgeschlossen bleiben. Alle Fragen und Antworten der Parteien sind auf www.civhrm.de dokumentiert.

Und diese Antworten waren eindeutig:

Die CDU erklärte damals ausdrücklich, man wolle die Leistungen „bei der nächsten Überarbeitung des Gesetzes in der kommenden Legislaturperiode“ auf diesen Personenkreis ausweiten. Gleichzeitig wurde betont, wie wichtig Teilhabe, Nachteilsausgleich und Chancengleichheit für gehörlose Menschen seien.

Auch die SPD positionierte sich klar. Sie sprach selbst von „Ungerechtigkeiten“ im bestehenden Gesetz und kündigte an, das Gehörlosengeld künftig bereits ab GdB 70 gewähren zu wollen.

Heute erleben wir womöglich eine andere politische Realität.

Statt der angekündigten Erweiterung wird offensichtlich weiterhin an der bisherigen Hürde aus Merkzeichen GL und GdB 100 festgehalten. Damit bleibt die zentrale Ungleichbehandlung bestehen:

Menschen, die medizinisch gleichermaßen gehörlos sind, was von Amtswegen festgestellt und mit dem Merkzeichen GL dokumentiert ist, werden unterschiedlich behandelt – abhängig von versorgungsmedizinischen Bewertungen und zusätzlichen Einschränkungen, die mit dem Hören teilweise nichts zu tun haben. Sie sind offensichtlich nicht gehörlos genug für das Gehörlosengeld in Hessen.

Besonders enttäuschend ist dabei nicht nur das Ergebnis, sondern die politische Entwicklung dahinter. Wer vor der Wahl Verbesserungen ankündigt, Ungerechtigkeiten ausdrücklich benennt und später genau diese Regelungen bestehen lässt, beschädigt Vertrauen in politische Zusagen.

Gerade deshalb erwarten viele Betroffene heute keine neuen Versprechen von CDU und SPD mehr, sondern Verlässlichkeit, Fairness und eine nachvollziehbare Umsetzung dessen, was zwischen 2021 und 2024 wiederholt öffentlich zugesagt wurde.

Mein schönster Hörmoment beim ESC- oder: "HALLELUJAH"!❤️🦻🦻🎶🎼--------------------(von Elke Schwaninger) Beim Eurovision S...
16/05/2026

Mein schönster Hörmoment beim ESC
- oder: "HALLELUJAH"!❤️🦻🦻🎶🎼
--------------------
(von Elke Schwaninger)

Beim Eurovision Song Contest erinnere ich mich an einen echten Gänsehaut-Hörmoment, der mir Tränen der Rührung bescherte:

Während eines Hit-Medleys ("Tauschkonzert"), das eigentlich als Pausenfüller gedacht war, trat dort überraschend eine Sängerin auf, deren Lied ich noch aus meiner Kindheit kannte: Gali Atari mit "Hallelujah".

Damit verknüpfe ich eine besonders emotionale Erinnerung: Als Fan dieses Musikwettbewerbs hörte mein Vater beim Geschirrspülen früher immer eine Kassette mit genau DIESEM Hit rauf und runter.

Und ich stand als Kind daneben -damals noch mit "normalhörenden" Ohren- und wir schmetterten zusammen "Hal-le-lu-jaaaaa"...🎶🎼

Seit über 30 Jahren hatte ich diesen Song nun nicht mehr gehört - bis zu diesem Moment beim ESC!

Und DA war es dann das 1.Mal mit CIs... Bewegend für mich, das Lied sofort wiederzuerkennen!🥰🦻🦻
Ich fühlte mich schlagartig zurückversetzt in meine Kindheit:
Mit meinem Papa, der mir die Liebe zur Musik vermittelte, der alten Grand Prix-Kassette und der Magie dieser Songs.

Dass mich Musik auch HEUTE wieder -trotz Taubheit- so stark berühren kann, ist immer wieder aufs Neue ein überwältigendes Gefühl. Danke, ESC!😃♩🎶🎵❤

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Bad Nauheim
61231

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