15/09/2026
So schön und ehrlich geschrieben, DANKE Sharon!
Mein Quarter-Horse-Wallach King ist eigentlich ein großartiger Kerl. Sobald es aber auf ein Turnier oder in andere Situationen abseits der alltäglichen ging, mutierte er zum Nervenbündel inklusive Unmut und hochgezogenen Flanken.
Die Diagnose: Magenprobleme. Eine Futterumstellung brachte zwar Linderung, aber nicht den großen Durchbruch.
Als mir meine Trainerin riet, Gabis Hilfe in Anspruch zu nehmen, ging mein rational denkendes Science-Hirn sofort auf Barrikaden. Probleme aus einer Strähne Mähnenhaar herauslesen? Klingt nach Hokuspokus. Irgendwann siegte die Verzweiflung und ich schickte die Haare ab.
Das Ergebnis war die erste handfeste Überraschung: Die Analyse traf Kings Symptome so präzise, dass ich meine Skepsis runterschluckte und die empfohlenen Schüssler-Salze, Globuli und die Tropfen, die Gabi extra für King angemischt hatte gab. Akribisch führte ich Tagebuch – man will die Wirkungslosigkeit ja schließlich wissenschaftlich protokollieren.
Bereits am fünften Tag war King sichtlich entspannter. Das Angurten wird plötzlich kommentarlos hingenommen und seine typischen Drama-Einlagen wurden weniger und dann auch nur noch recht halbherzig durchgeführt.
4 Wochen später, die erste Nagelprobe: Lehrgang auf einer völlig fremden Anlage. King bleibt ruhig, arbeitet mit und – ein echtes Highlight für Magenpferde-Besitzer – die Pferdeäppel sind fest!
Nach 6 Wochen wurde aufgrund einer aktuellen Haarprobe eine weitere 6-Wochen Kur empfohlen, um nun auch der Bauchdecke die letzte nötige Entspannung zu geben.
16 Wochen nach der ersten Globuli-Gabe sind wir wieder unterwegs und ich habe ein komplett neues Pferd. Leistungsbereit, in sich ruhend, aufmerksam. Ein Plus an Lebensqualität für uns beide von 100 %. Nach dem ersten Ritt saß ich vor lauter Erleichterung heulend im Sattel.
Das Ganze ist nun einige Monate her und King geht es weiter richtig gut.
Fazit: Ich ärgere mich fast ein bisschen, dass ich so lange gezweifelt habe. Manchmal tut man der Pferdegesundheit eben den größten Gefallen, wenn man den Kopf ausschaltet und ein bisschen an die „Magie“ glaubt.