04/06/2026
Für:🩺
🚨 „Es war doch nur eine halbe Tablette.“
Bereits geringe Mengen können aufgrund der eingeschränkten Glukuronidierungskapazität bei Katzen, Frettchen, Vö**ln und Reptilien schwerwiegende Schäden hervorrufen.
Typische Befunde:
🔹 Methämoglobinämie
🔹 Heinz-Körper-Bildung
🔹 Dyspnoe
🔹 Gesichts- und Pfotenödeme
🔹 Zyanotische bis braune Schleimhäute
🔹 Hepatotoxizität
Für die Prognose sind eine frühzeitige Diagnosestellung und rasche
Therapieeinleitung entscheidend.
Und auch bei Tierarten, die Paracetamol grundsätzlich vertragen (wie z.B. Hunde), können hohe Dosen zu solch einer Vergiftung führen.
Wie häufig begegnen euch Paracetamol-Intoxikationen in der Praxis, und welche Herausforderungen erlebt ihr dabei am häufigsten?
Quellen:
1. Deutsche Gruppe Katzenmedizin: https://katzenmedizin.info/medikamente-und-katzen-geben-sie-ihrer-katze-niemals-ihre-eigenen-medikamente/
2. Universität Zürich (UZH), Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie, CliniPharm/CliniTox (2026), Suchbegriffe: Paracetamol
3. Löscher W, Richter A, Hrsg. (2016): Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin, S. 583