08/09/2026
Auf der Zutatenliste findest du selten das Wort "Zucker" allein. Meistens versteckt er sich unter einem von über 50 verschiedenen Namen. 🔍
Der Trick funktioniert, weil Zutaten auf Verpackungen nach absteigendem Gewichtsanteil sortiert werden müssen. Steht "Zucker" ganz oben, wirkt ein Produkt schnell ungesund. Verteilt man dieselbe Menge Süße aber auf mehrere Zutaten wie Maltodextrin, Reissirup, Dextrose und Glukosesirup, rutscht jede einzelne davon weiter nach unten in der Liste, obwohl die Gesamtmenge an zugesetztem Zucker am Ende identisch bleiben kann.
Chemisch handelt es sich bei den meisten dieser Namen um nahezu denselben Effekt auf den Körper: schneller Anstieg des Blutzuckers, gefolgt von einer Insulinausschüttung. Maltodextrin etwa hat einen höheren glykämischen Index als normaler Haushaltszucker, wird vom Körper aber genauso schnell aufgenommen. Dextrose ist chemisch reine Glukose und wird sogar noch schneller ins Blut aufgenommen als Haushaltszucker.
Eine einfache Faustregel hilft beim Einkaufen: Alles, was auf "-ose" endet (Fruktose, Glukose, Dextrose, Saccharose) oder die Begriffe "Sirup" bzw. "Malz" enthält, zählt zu zugesetztem Zucker – unabhängig davon, wie natürlich oder harmlos der Name klingt.
Wer die Zutatenliste wirklich verstehen will, muss also nicht nur nach "Zucker" suchen, sondern nach seinen vielen Decknamen. 🧾
Kennst du selbst einen dieser versteckten Zucker-Namen, der dich beim Einkaufen schon mal überrascht hat?
Quellen:
Ng SW, Slining MM, Popkin BM. Use of caloric and noncaloric sweeteners in US consumer packaged foods. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics. 2012;112(11):1828–1834.
Chazelas E, Deschasaux M, Srour B, et al. Food additives: distribution and co-occurrence in 126,000 food products. Scientific Reports. 2020;10(1):3980.