02/09/2026
Was wäre, wenn schöne Bewegung keine Schmerzen braucht?
Ich sitze manchmal da und schaue meinen Feldenkrais-Teilnehmerinnen einfach nur zu. Und bin ehrlich gesagt immer wieder begeistert. Nicht, weil sie besonders weit kommen. Und auch nicht, weil sie besonders komplizierte Bewegungen machen Sondern weil plötzlich etwas ganz anderes sichtbar wird:
Wie schön Bewegung sein kann.
Wie ästhetisch.
Wie mühelos.
Wenn Menschen anfangen, wirklich aufmerksam zu werden. Wenn sie langsamer werden. Wenn sie nicht mehr gegen ihren Körper arbeiten, sondern ihm zuhören. Dann entstehen Bewegungen, die ich mir manchmal selbst einfach nur Stunden lang anschauen möchte.
Und das Krasse ist:
Dafür braucht es keine Schmerzen.
Kein „Jetzt musst du da durch“.
Kein höher, schneller, weiter.
Im Gegenteil.
Je achtsamer und behutsamer wir üben, desto mehr Möglichkeiten entdecken wir. Der Körper wird nicht kleiner, weil wir vorsichtiger werden. Er wird viel neugieriger. Und vielleicht ist das eine der schönsten Seiten von Feldenkrais:
Du trainierst nicht, um irgendwann schönere Bewegungen machen zu können. Du entdeckst, dass du längst viel mehr kannst, als du dachtest.
Und irgendwann sitzt da jemand vor mir, bewegt sich und ich denke nur:
Wow. Nice Bewegung. 🤍
Wenn du das selbst erleben möchtest:
Feldenkrais ist genau dafür da, Bewegung nicht besser zu machen, sondern wieder spürbar, leicht und überraschend schön.
Ich mach bald wieder eine Ausbildung.
Sei dabei.
Happy Feldenkrais
Deine Antje